Viveka Chudamani – Vers 402

Deutsche Übersetzung:

402. Wie könnte es in der Einen unveränderlichen, formlosen, absoluten Wirklichkeit – die unendlich und allerfüllend (paripurna) ist, wie der Ozean nach Auflösung der Welt/ des Universums (kalparnava) – Verschiedenheit / Getrenntheit (bhida) geben?

Sanskrit Text:

kalpārṇava ivātyanta-paripūrṇaika-vastuni |
nirvikāre nirākāre nirviśeṣe bhidā kutaḥ || 402 ||

कल्पार्णव इवात्यन्तपरिपूर्णैकवस्तुनि |
निर्विकारे निराकारे निर्विशेषे भिदा कुतः || ४०२ ||

kalparnava ivatyanta-paripurnaika-vastuni |
nirvikare nirakare nirvisheshe bhida kutah || 402 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • kalpārṇave : in der Sintflut („Meeresflut“, Arnava, am Ende eines) Weltenzyklus (Kalpa)
  • iva : wie (Iva)
  • atyanta-paripūrṇaika-vastuni : in der vollkommen (Atyanta) erfüllten (Paripurna) einen (Eka) Realität (Vastu)
  • nirvikāre : ohne Wandlung (Nirvikara)
  • nirākāre : ohne Form (Nirakara)
  • nirviśeṣe : dem Absoluten („Ununterschiedenen“, Nirvishesha)
  • bhidā : eine Unterscheidung, Differenzierung (Bhida)
  • kutaḥ : woher (käme da, Kutas)     || 402 ||

Kommentar

Du könntest aus diesem Vers eine Art kleine Meditation machen. Was war, bevor es die Welt gegeben hat? Wer warst du, bevor es die Welt gegeben hat? Stelle dir dich selbst vor ohne die Welt. Stelle dir das Universum vor ohne Sterne, ohne Galaxien. Was ist, wenn das physische Universum nicht ist? Eventuell denke darüber nach oder gehe in die Meditation. Gehe in die Meditation über das, was vor der Entstehung des Universums war. Meditiere über das, was nach dem Auflösen des Universums sein wird!

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