Viveka Chudamani – Vers 38

Deutsche Übersetzung:

38. Es ist die Natur / Wesensart dieser großen Seelen zu helfen, die Mühen/ Schwierigkeiten/ Sorgen/ Probleme anderer zu beseitigen. Genauso wie der Mond, der die von den glühenden Strahlen der Sonne ausgedörrte Erde kühlt/erfrischt.

Sanskrit Text:

ayaṃ sva-bhāvaḥ svata eva yat para-
śramāpanoda-pravaṇaṃ mahātmanām |
sudhāṃśur eṣa svayam arka-karkaśa-
prabhābhitaptām avati kṣitiṃ kila || 38 ||

अयं स्वभावः स्वत एव यत्पर-
श्रमापनोदप्रवणं महात्मनाम् |
सुधांशुरेष स्वयमर्ककर्कश-
प्रभाभितप्तामवति क्षितिं किल || ३८ ||

ayam sva-bhavah svata eva yat para-
shramapanoda-pravanam mahatmanam |
sudhamshur esha svayam arka-karkasha-
prabhabhitaptam avati kshitim kila || 38 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • ayam : (es ist) die („diese“, Ayam)
  • sva-bhāvaḥ : Natur („das eigene Wesen“, Svabhava)
  • svataḥ : von selbst (Svatas)
  • eva : ganz (Eva)
  • yat : was (bewirkt, Yad)
  • para-śramāpanoda-pravaṇam : das Hingegebensein („die Neigung“, Pravana) zum Vertreiben (Apanoda) der Mühsal (Shrama) der anderen (Para)
  • mahātmanām : der Edlen, Hochherzigen („großen Seelen“, Mahatman)
  • sudhāṃśuḥ : Mond („der Nektarstrahlige“, Sudhamshu)
  • eṣaḥ : dieser (Etad)
  • svayam : von selbst, natürlicherweise
  • arka-karkaśa-prabhābhitaptām : die von dem gnadenlosen (Karkasha) Glanz (Prabha) der Sonne (Arka) gepeinigt (Abhitapta) wurde
  • avati : erquickt (av)
  • kṣitim : die Erde (Kshiti)
  • kila : fürwahr, ja (Kila)     || 38 ||

Kommentar

Shankara schreibt: „Es ist die Wesensart dieser großen Seelen zu helfen, die Mühen anderer zu beseitigen. Genau wie der Mond, der die von den glühenden Strahlen der Sonne ausgedörrte Erde kühlt und erfrischt.

Große Meister wollen helfen. Das ist ihre Natur. Die großen selbstverwirklichten Seelen, sie wissen zum einen das sie das unsterbliche Selbst sind, aber sie wissen auch, dass du es nicht so einfach hast auf dieser Welt. Die großen Seelen, die großen Meister wollen dir helfen, die Gottverwirklichung zu erreichen. Dafür sind sie da. Du kannst dich also diesen Meistern ganz und gar anvertrauen. Du kannst bei ihnen Zuflucht suchen und du kannst von ihnen lernen. Egal, ob du das große Glück hast, einen lebendigen, gottverwirklichten Meister als deinen Guru zu haben, oder ob es vielmehr so ist, dass du selbst keinen persönlichen Meister kennst, dann kannst du dich an Shankaracharya wenden, du kannst dich an Swami Sivananda wenden, du kannst dich an Swami Vishnu-devananda wenden, oder auch direkt an Gott.
Die großen Meister, ob sie nun verkörpert sind oder nicht, sie wollen dir helfen. Wenn du ein Bild eines Meisters siehst, bete zu diesem Meister. Wende dich ihm zu, so wie der Mond kühlt oder letztlich auch die Sonne wärmt und Wasser dich erfrischt – so ist es die Natur der großen Meister, dir Hilfe zu geben, dir zu helfen aus allen Problemen herauszukommen. Das kannst du dir bewusst machen und aus dieser Gewissheit kannst du leben.

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