Viveka Chudamani – Vers 501

Deutsche Übersetzung:

501. Ich bin mit dem Körper nicht verbunden, wie auch die Wolken mit dem Himmel nicht verbunden sind. Was habe ich folglich mit Wachen, Traum und Tiefschlaf zu tun, die Eigenschaften des Körpers sind?

Sanskrit Text:

na me dehena saṃbandho megheneva vihāyasaḥ |
ataḥ kuto me tad-dharmā jāgrat-svapna-suṣuptayaḥ || 501 ||

न मे देहेन संबन्धो मेघेनेव विहायसः |
अतः कुतो मे तद्धर्मा जाग्रत्स्वप्नसुषुप्तयः || ५०१ ||

na me dehena sambandho megheneva vihayasah |
atah kuto me tad-dharma jagrat-svapna-sushuptayah || 501 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • na : nicht (Na)
  • me : für mich (Mad)
  • dehena : mit dem Körper (Deha)
  • saṃbandhaḥ : (gibt es) eine Verbindung (Sambandha)
  • meghena : mit der Wolke (Megha)
  • iva : (so) wie (Iva)
  • vihāyasaḥ : für den Himmel (Vihayas)
  • ataḥ : daher (Atas)
  • kutaḥ : wie (Kutas)
  • me : (hätten) für mich (Bedeutung)
  • tad-dharmāḥ : dessen (Tad) Eigenschaften (Dharma)
  • jāgrat-svapna-suṣuptayaḥ : Wachzustand (Jagrat), Traum (Svapna) und Tiefschlaf (Sushupti)     || 501 ||

Kommentar

Der Schüler, der inzwischen die Gottverwirklichung erreicht hat, spricht mit dem Meister wie folgt:

„Ich bin mit dem Körper nicht verbunden, wie auch die Wolken mit dem Himmel nicht verbunden sind. Was habe ich folglich mit Wachen, Traum und Tiefschlaf zu tun, die Eigenschaften des Körpers sind?“

na me dehena saṃbandho megheneva vihāyasaḥ |
ataḥ kuto me tad-dharmā jāgrat-svapna-suṣuptayaḥ || 501 ||

Für mich (na) gibt es nicht (me) den Körper (dehena). Es gibt keine Verbindung (Sambandha) mit dem Körper (dehena), so wie (iva) für den Himmel (Vihayasa) es keine Verbindung mit der Wolke (Megha) gibt. Daher (Ata) hat all das für mich keine Bedeutung. Weder Wachzustand (Jagrat) noch Traumzustand (Svapna) noch Sushupti (Tiefschlafzustand).

Das sind wieder wunderschöne Worte. Jeder dieser Sätze kann für die Meditation dienen. Es kann das Thema des Tages sein. Du kannst dir bewusst machen, dass du nicht mit dem Körper verbunden bist. Der Körper ist zwar da, so ähnlich wie die Wolken am Himmel sind, aber der Himmel nicht wirklich mit den Wolken verbunden ist. Der Himmel ist da, ob es Wolken gibt oder nicht. So bist du das unsterbliche Selbst und du bist das unsterbliche Selbst, ob du es weißt oder nicht. Du bist das unsterbliche Selbst, lebe daraus und sei dir bewusst, dass du weit wie der Himmel bist, riesengroß, Unendlichkeit, tat tvam asi, das bist du.
Da ist auch ein Körper und der Körper hat seine Funktion, so wie die Wolken auch regnen müssen und so haben die Wolken auch eine Bedeutung. Aber du bist nicht der Körper. Du bist unendlich und weit und du nutzt den Körper, um etwas zu bewirken. So ist der Himmel riesengroß, aber die Wolken geben den Regen. Der Himmel wird davon nicht beeinflusst. Meditiere darüber, denke darüber nach, verwirkliche diese Weisheit, tat tvam asi, das bist du.

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