Viveka Chudamani – Vers 503

Deutsche Übersetzung:

503. Für mich, den ewig Einen, Unteilbaren, gibt es weder Tätigkeit noch Untätigkeit. Wie kann das Eine, Vollständige und unbegrenzte wie der Himmel jemals streben/aktiv tätig sein?

Sanskrit Text:

na me pravṛttir na ca me nivṛttiḥ
sadaika-rūpasya niraṃśakasya |
ekātmako yo nibiḍo nirantaro
vyomeva pūrṇaḥ sa kathaṃ nu ceṣṭate || 503 ||

न मे प्रवृत्तिर्न च मे निवृत्तिः
सदैकरूपस्य निरंशकस्य |
एकात्मको यो निबिडो निरन्तरो
व्योमेव पूर्णः स कथं नु चेष्टते || ५०३ ||

na me pravrittir na cha me nivrittih
sadaika-rupasya niramshakasya |
ekatmako yo nibido nirantaro
vyomeva purnah sa katham nu cheshtate || 503 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • na : nicht (Na)
  • me : für mich (Mad)
  • pravṛttiḥ : (gibt es) Tätigkeit (Pravritti)
  • na : nicht
  • ca : auch (Cha)
  • me : für mich
  • nivṛttiḥ : (gibt es) Untätigkeit (Nivritti)
  • sadaika-rūpasya : der immer (Sada) ein und derselbe („einförmig“, Ekarupa) ist
  • niraṃśakasya : der keine Grade, Abstufungen hat (Niramshaka)
  • ekātmakaḥ : einheitlich, eines (Eka) Wesens (Atmaka)
  • yaḥ : der (Yad)
  • nibiḍaḥ : homogen („dicht“, Nibida)
  • nirantaraḥ : (und) dauerhaft, ununterbrochen (ist, Nirantara)
  • vyoma : der Himmel (Vyoman)
  • iva : wie (Iva)
  • pūrṇaḥ : vollkommen („erfüllt“, Purna)
  • saḥ : dieser (Tad)
  • katham : wie (Katham)
  • nu : wohl (Nu)
  • ceṣṭate : bewegt, regt sich (ceṣṭ)     || 503 ||

Kommentar

Vielleicht hast du das Gefühl wie viele Menschen heute, dass du noch so viel zu tun hast, aber viel zu wenig Zeit dafür hast. Du weißt nicht, wie du die Zeit dafür finden sollst und hast ein schlechtes Gewissen. Lasst uns hören, was Shankara im Viveka Chudamani 503. Vers dazu sagt:

„Für mich, den ewig Einen, Unteilbaren, gibt es weder Tätigkeit noch Untätigkeit. Wie kann das Eine, Vollständige und Unbegrenzte, wie der Himmel jemals streben/aktiv tätig sein?“

Sei dir einfach bewusst, dass du das unsterbliche Selbst bist. Letztlich machst du gar nichts. Auf einer relativen Ebene ist es Leela, Spiel. Du tust, was du tun kannst, so gut du es tun kannst, aber in Wahrheit tust du nichts.
Du bist das unsterbliche Selbst. Auf der relativen Ebene nimmst du deinen Körper und deine Psyche wahr. Sie werden niemals alles ausreichend gut machen, denn diese physische Welt und diese relative Welt sind relativ. Vollkommenheit gibt es nur im Selbst. Daher tue, was du kannst, so gut wie du kannst. Lächle über diese Maya, lasse los und erkenne: Ich bin das unsterbliche Selbst, der Atman.

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