Viveka Chudamani – Vers 546

Deutsche Übersetzung:

546. Dieser Kenner Brahmans lebt frei von der Identifikation des Körpers, weder Lust noch Schmerz, weder Gutes noch Böses berühren ihn jemals.

Sanskrit Text:

aśarīraṃ sadā santam imaṃ brahma-vidaṃ kva-cit |
priyāpriye na spṛśatas tathaiva ca śubhāśubhe || 546 ||

अशरीरं सदा सन्तमिमं ब्रह्मविदं क्वचित् |
प्रियाप्रिये न स्पृशतस्तथैव च शुभाशुभे || ५४६ ||

ashariram sada santam imam brahma-vidam kva-chit |
priyapriye na sprishatas tathaiva cha shubhashubhe || 546 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • aśarīram : körperlos (Asharira)
  • sadā : stets (Sada)
  • santam : seienden (Sat)
  • imam : diesen (Ayam)
  • brahma-vidam : Kenner des Absoluten (Brahmavid)
  • kva-cit : jemals („irgendwann“, Kvachid)
  • priyāpriye : Angenehmes und Unangenehmes (Priyapriya)
  • na : nicht (Na)
  • spṛśataḥ : berührt (spṛś)
  • tathā : genauso (wenig, Tatha)
  • eva : ganz (Eva)
  • ca : und (Cha)
  • śubhāśubhe : Glück und Unglück (Shubhashubha)     || 546 ||

Kommentar

Brahma Vidya, die Kennerin von Brahman ist frei (a) von der Identifikation mit dem Körper (Sharira), körperlos (asariram), frei von der Identifikation mit dem Körper. Daher stets (sada) im Seienden (santam), nicht (na) jemals (kva-cit) berührt (sprs) von Angenehmen (priya) und Unangenehmen (Apriya). Und auch nicht (tatha) von Glück (subha) und Unglück (Asubha).
Es spielt keine Rolle, was mit dem Körper passiert. Der Körper kommt und geht. Er erzeugt positive und weniger positive Erfahrungen. Er ist mal gesünder und mal kränker, erzeugt mal Schmerz, fühlt sich mal gut an, schafft angenehme und weniger angenehme Sinneserfahrungen. Du hast mal Glück und Erfolg und mal gehen Dinge schief. Das spielt keine Rolle. Gehe jenseits dieser Dualitäten. Du bist das unsterbliche Selbst, der Atman.

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