Viveka Chudamani – Vers 189

Deutsche Übersetzung:

189. Atman, der Selbstleuchtende ist in die upadhi /eingrenzende Hülle der vijnamaya-kosha eingeschlossen, und wird in den Pranaströmen und im Herzen (der Seele) offenbar. Obwohl es ewig unveränderlich ist, erscheint es wegen des begrenzenden Attributs (upadhi) als der Handelnde und der Erfahrende.

Sanskrit Text:

yo’yaṃ vijñāna-mayaḥ
prāṇeṣu hṛdi sphurant svayaṃ-jyotiḥ |
kūṭa-sthaḥ sann ātmā
kartā bhoktā bhavaty upādhi-sthaḥ || 189 ||

यो ऽयं विज्ञानमयः
प्राणेषु हृदि स्फुरन्त्स्वयंज्योतिः |
कूटस्थः सन्नात्मा
कर्ता भोक्ता भवत्युपाधिस्थः || १८९ ||

yo’yam vijnanamayah
praneshu hridi sphurant svayam-jyotih |
kuta-sthah sann atma
karta bhokta bhavaty upadhi-sthah || 189 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • yo’yam : dasjenige (Yad + Ayam)
  • vijñāna-mayaḥ : das ganz aus Erkenntnis besteht (Vijnanamaya)
  • prāṇeṣu : inmitten der Lebenskräfte (Prana)
  • hṛdi : im Herzen (Hrid)
  • sphurant : das sich manifesiert („erscheinend“, sphur)
  • svayaṃ-jyotiḥ : das aus sich selbst leuchtet (Svayamjyotis)
  • kūṭa-sthaḥ : (obwohl es) unbeweglich, unveränderlich (Kutastha)
  • san : wirkliche („seiende“, Sat)
  • ātmā : Selbst (Atman)
  • kartā : ein Handelnder (Kartri)
  • bhoktā : (und ein) Wahrnehmender („Genießer“, Bhoktri)
  • bhavati : wird (bhū)
  • upādhi-sthaḥ : (weil es sich inmitten) begrenzender Attribute (Upadhi) befindet (Stha)     || 189 ||

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