4. Kapitel, Vers 96

Deutsche Übersetzung:

Der Geist gewinnt die Eigenschaft von ausgetrocknetem Quecksilber. Er ist ausgetrocknet wenn er seiner Unbeständigkeit beraubt ist. Gemeinsam mit dem Schwefel des Nada durchstreift er dann den Akasha – oder Brahma-Raum.

Sanskrit Text:

  • baddhaṃ vimukta-cāñcalyaṃ nāda-gandhaka-jāraṇāt |
    manaḥ-pāradam āpnoti nirālambākhya-khe’ṭanam || 96 ||
  • बद्धं विमुक्तचाञ्चल्यं नादगन्धकजारणात् |
    मनःपारदमाप्नोति निरालम्बाख्यखेऽटनम् || ९६ ||
  • baddham vimukta chanchalyam nada gandhaka jaranat |
    manah paradam apnoti niralambakhyakhe’tanam || 96 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • baddhaṃ : (wenn er bzw. es) gebunden ist (Baddha)
  • vimukta : befreit (Vimukta)
  • cāñcalyaṃ : (von seiner) Unstetheit, Flüssigkeit (Chanchalya)
  • nāda : (in Form des unangeschlagenen) Tones (Nada)
  • gandhaka : (mit) Schwefel (Gandhaka)
  • jāraṇāt : aufgrund des Reagierens, Verwandeltwerdens („Oxydierens“, Jarana)
  • manas : (in Form des) Geistes (Manas)
  • pāradam : (das) Quecksilber (Parada)
  • āpnoti : erreicht, erlangt (āp)
  • nir-ālamba* : ohne Stützen (Niralamba)
  • ākhya : names („mit der Bezeichnung“, Akhya)
  • khe : im leeren Raum (Kha)
  • aṭanam : (das) Wandeln, Gehen (Atana)         || 96 ||

*Anmerkung: Der Kommentator Brahmananda erklärt, dass mit dem als „ohne Stützen bezeichneten Raum“ (nirālambākhya-kha) das Brahman gemeint ist: nirālambaṃ brahma.

Einen ähnlichen Vergleich, nämlich zwischen Quecksilber (Rasa) und Vayu bzw. Prana, enthält der Vers 27 dieses Kapitels.

Kommentare – Audio – Video

Brahmananda

./.

Vishnu-devananda

./.

Sukadev

./.

Audio

Video

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