4. Kapitel, Vers 75

Deutsche Übersetzung:

Sind schließlich alle Schwierigkeiten überwunden, dann – in diesem Falle – zeigen sich unmittelbar die Freuden des Geistes als Verzückung, welche völlig ohne Sünde, Qual, Alter, Krankheit, Hunger und Schlaf ist.

Sanskrit Text:

  • cittānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-sambhavaḥ |
    doṣa-duḥkha-jarā-vyādhi-kṣudhā-nidrā-vivarjitaḥ || 75 ||
  • चित्तानन्दं तदा जित्वा सहजानन्दसम्भवः |
    दोषदुःखजराव्याधिक्षुधानिद्राविवर्जितः || ७५ ||
  • chittanandam tada jitva sahajananda sambhavah |
    dosha duhkha jara vyadhi kshudha nidra vivarjitah || 75 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • citta : (des) Geistes (Chitta)
  • ānandaṃ* : (die aus dem Hören der verschiedenen Klänge resultierende) Glückseligkeit (Ananda)
  • tadā : dann (Tada)
  • jitvā : nachdem (der Yogi) überwunden („besiegt“) hat (Ji)
  • sahaja : (die) natürliche („angeborene“, Sahaja)
  • ānanda : Glückseligkeit
  • sambhavaḥ : entsteht („ist die Entstehung“, Sambhava)
  • doṣa : (enstanden aus einer Störung der drei) Doshas („Fehler“)
  • duḥkha : (von) Schmerz, Leid (Duhkha)
  • jarā : Alter (Jara)
  • vyādhi : Krankheit (Vyadhi)
  • kṣudhā : Hunger (Kshudha)
  • nidrā : (übermäßigem) Schlaf, Schläfrigkeit (Nidra)
  • vivarjitaḥ : (der Yogi wird) frei („verlassen“,Vivarjita )         || 75 ||

*Anmerkung: Der Kommentator Brahmananda erklärt, dass das Überwinden der „Glückseligkeit des Geistes“ (ChittaAnanda) sich auf das Empfinden von „Glück (Sukha), entstanden aus den Fluktuationen (Vritti) des Geistes (Antahkarana) aufgrund des Wahrnehmens der Sinnesobjekte (Vishaya) in Form der verschiedenen Klänge (Nada)“ bezieht: citta-ānanda nāda-viṣayāntaḥ-karaṇa-vṛtti-janyaṃ sukhaṃ.

Kommentare – Audio – Video

Brahmananda

Ist der glückselige Zustand des Geistes überwunden (entstehend durch das Wahrnehmen der Klänge), erfährt er die Wonne, die durch die Verwirklichung seines Atman entsteht. Dann wird er frei von allen Fehlern, Schmerzen, Alter, Leid, Hunger und Schlaf.

Die Fehler sind übermäßiges Geschwätz, Ärger und Trägheit (zu viel an Wind, Galle und Schleim).

Vishnu-devananda

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Sukadev

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Audio

Video

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