3. Kapitel, Vers 34

Deutsche Übersetzung:

Nachdem der Yogi ein scharfes, angefeuchtetes und sauberes Pflanzenblatt als Messer gewählt hat, | soll er mit diesem das Zungenbändchen um die Breite eines Haares einschneiden.

Sanskrit Text:

  • snuhī-patra-nibhaṁ śastraṁ sutīkṣṇaṁ snigdha-nirmalam |
    samādāya tatas tena roma-mātraṁ samucchinet ||34||
  • स्नुहीपत्रनिभं शस्त्रं सुतीक्ष्णं स्निग्धनिर्मलम् ।
    समादाय ततस् तेन रोममात्रं समुच्छिनेत् ॥३४॥
  • snuhi pattra nibham shastram sutikshnam snigdha nirmalam |
    samadaya tatas tena roma matram samuchchhinet ||34||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • snuhī : (der) Oleanderwolfsmilch (Snuhi)
  • pattra : (des) Blattes (Pattra)
  • nibhaṁ : ähnlich (der Form, Nibha)
  • śastraṁ : (ein) Messer (Shastra)
  • su-tīkṣṇaṁ : sehr scharf (Tikshna)
  • snigdha : glatt (Snigdha)
  • nir-malam : (und) sauber (Nirmala)
  • samādāya : man nehme („genommen habend“, sam + ā + )
  • tataḥ : dann (Tatas)
  • tena : damit (Tad)
  • roma : (eines) Haares (Roman)
  • mātraṁ : um die Breite („das Maß“, Matra)
  • samucchinet* : man schneide (in das Zungenbändchen) ein (sam + ud + chid)        ||34||

*Anmerkung: Der Kommentator Brahmananda erklärt, dass in diesem Vers das Objekt (Karman) der Handlung, nämlich das zu durchtrennende „Zungen(wurzel)bändchen“ (RasanaMulaShira), zu ergänzen ist (Adhyahara): rasanā-mūla-śirām iti karmādhyāhāraḥ.

Kommentare – Audio – Video

Brahmananda

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Vishnu-devananda

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Sukadev

34. Man nimmt ein blitzend sauberes Messer, so scharf wir das Blatt der Wolfsmilchpflanze und schneidet das Zungenband, eine weiche Membran, die die Zunge mit dem unteren Teil des Mundes verbindet, ein Haar breit ein.

Swami Vishnus Kommentar: Wird nicht empfohlen. (Siehe Kommentar zu Vers Nr. 6.)

Audio

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Video

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