1. Kapitel, Vers 21

Deutsche Übersetzung:

An die Innenseite der Knie und Oberschenkel beide Fußsohlen richtig platziert, | mit geradem Körper sitzend, dieses wird Svastikasana genannt.

Sanskrit Text:

  • jānūrvor antare samyak kṛtvā pāda-tale ubhe |
    ṛju-kāyaḥ samāsīnaḥ svastikaṁ tat pracakṣate ||21||
  • जानूर्वोर् अन्तरे सम्यक् कृत्वा पादतले उभे ।
    ऋजुकायः समासीनः स्वस्तिकं तत् प्रचक्षते ॥२१॥
  • janurvor antare samyak kritva pada tale ubhe |
    riju kayah samasinah svastikam tat prachakshate ||21||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • jānu* : Knie (Janu)
  • ūrvoḥ : (und) Oberschenkel (Uru)
  • antare : zwischen (Antara)
  • samyak : auf die rechte Weise (Samyak)
  • kṛtvā : gebracht („gemacht“) habend (kṛ)
  • pāda-tale : Fußsohlen (PadaTala)
  • ubhe : beide (Ubha)
  • ṛju : (mit) aufrechtem (Riju)
  • kāyaḥ : Körper (Kaya)
  • samāsīnaḥ : sitzend (Samasina)
  • svastikaṁ : Svastika („gekreuzter Sitz, der Glückbringende“)
  • tad : das, diese (Sitzposition, Tad)
  • pracakṣate : nennt man (pra + cakṣ)    ||21||

*Anmerkung: Der Kommentator Brahmananda erklärt, dass mit „Knie“ (Janu) der in der Nähe (saṃnihita) des Knies befindliche Teil (Pradesha) des Unterschenkels (Jangha) gemeint ist: jānu-saṃnihito jaṅghā-pradeśaḥ.

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Brahmananda

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Vishnu-devananda

21. Nachdem er kräftig beide Riste zwischen die Oberschenkel und die Waden der Beine gelegt hat, sollte er aufrecht auf einem ebenen Platz sitzen. Das ist Swastikasana.

Das ist einer der meditativen Stellungen. Beugt das rechte Knie und bringt den Fuß heran. Macht dasselbe mit dem linken, wobei ihr es über das rechte Bein bringt. Dann bringt die Zehen des linken Fußes zwischen rechte Wade und Oberschenkel.

Sukadev

21. Nachdem er kräftig beide Riste zwischen die Oberschenkel und die Waden der Beine gelegt hat, sollte er aufrecht auf einem ebenen Platz sitzen. Das ist Swastikasana.

Die Swastika ist ein Symbol, das in unseren Breiten ziemlich missbraucht worden ist. Ihr findet die Swastika in verschiedensten indischen Bildern. Und es steht eigentlich für Wohlwollen. Und deshalb sind gerade Ganesha und Lakshmi die Aspekte, die am meisten mit Swastikas bemalt sind. Auch Saraswati. Hier im Ashram haben wir die meisten Bilder, die wir öffentlich aufhängen und die Swastika hatten, mit Tippex übertüncht, weil die deutsche Geschichte dem Hakenkreuz eine andere Konnotation gegeben hat, und wir da keine Missverständnisse erzeugen wollen. Man liest immer Gegenrichtung, aber es stimmt nicht. Die Sanskrit-Swastikas sind immer im Uhrzeigersinn, die Nazi-Swastikas sind meistens im Uhrzeigersinn. Bei den Nazis gab’s sowohl mit dem Uhrzeigersinn wie gegen den Uhrzeigersinn, es gab sie diagonal und gerade. Die indischen Meister erzählen immer, auch der Swami Vishnu hat das so gesagt, dass die Nazis das umgedreht hätten, aber leider stimmt’s nicht, die sehen genau so aus. Gut, das ist also Swastikasana. Swastikasana ist eine der Meditationshaltungen. Ihr müsst jetzt verstehen, wenn der Swatmarama jetzt einige Asanas aufzählt, das heißt jetzt nicht, dass das die wichtigsten sind. Er hat sie sogar bewusst so aufgezählt, dass man daraus unmöglich eine Asanareihe basteln kann. Ihm kommt’s nur darauf an, so ein paar Asanas zu erwähnen. Und bei ein paar dieser Asanas zu erklären, wie sie wirken und Konzentrationshilfen zu geben.

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