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08-27 Kommentar Swami Sivananda

Um diese beiden Wege und die Folgen wissend, die sie nach sich ziehen, verliert ein Yogi nie seine Unterscheidungskraft. Der Yogi, der weiß, daß der Pfad der Götter, der Pfad des Lichts, zu Moksha (zur allmählichen Befreiung) führt, und der Pfad der Dunkelheit zu Samsara, der Welt, dem Bereich von Geburt und Tod, unterliegt nicht länger der Täuschung. Das Wissen um diese beiden Pfade dient als Kompaß oder Leuchtfeuer, um stets die Schritte des Yogis zu lenken. Er bemüht sich, am Pfad des Lichts zu bleiben.

09-03 Kommentar Swami Sivananda

Arjuna fragt: »Warum, Oh Herr, versuchen die Menschen nicht, diese Selbsterkenntnis zu erlangen, wenn man sie leicht erreichen kann, sie das Allerhöchste ist, und den größten Nutzen bringt? Gewiß sollten alle zu dieser Kenntnis gelangen.« Der Herr antwortet: »Oh Mein geliebter Schüler, die Menschen glauben nicht an dieses Dharma oder Wissen, und daher kehren sie auf den Pfad dieser Welt des Todes zurück. Auch wenn sie sich mit Methoden nach ihrer eigenen Vorstellung bemühen, können sie Mich nicht erreichen, denn sie verfügen nicht über die rechten Mittel, die in den Schriften vorgesehen sind.« Dharma bedeutet Gesetz, Religion, Selbsterkenntnis.

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09-04 Kommentar Swami Sivananda

Avyaktamurti ist Para Brahman, das höchste nichtmanifeste Wesen, das von den Sinnen nicht wahrzunehmen, aber intuitiv erfahrbar ist. Alle Wesen, von Brahma, dem Schöpfer, bis hinunter zum Grashalm oder der Ameise, ruhen im transzendentalen Para Brahman. Sie haben keine unabhängige Existenz: sie existieren durch das Selbst, das alles trägt und ihnen allen zugrunde liegt.

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09-05 Kommentar Swami Sivananda

Brahman, das Selbst, hat zu nichts eine Verbindung, denn Es ist sehr subtil, eigenschafts- und formlos; und daher ist Es ohne Verhaftung (Asanga). Es kann keine wirkliche Verbindung zwischen Materie und Geist geben. Saakara (ein Objekt mit einer Form) kann keine Verbindung zu Nirakara (dem Formlosen) haben. Wie könnte das sein? »Frei von Anhaftung ist Es nie verhaftet.« (Brihadaranyaka Upanishad III.9.26) Obwohl Es ohne Anhaftung ist, trägt Es alle Wesen; Es ist die wirkende und ausführende Ursache; Es läßt alle Wesen entstehen, aber Es ist nicht in ihnen, denn es hat mit nichts eine Verbindung. Das ist ein großes Mysterium. So wie der Träumende keine Verbindung zum Traumobjekt hat, so wie Äther oder Luft keine Verbindung zum Gefäß haben, so hat auch Brahman keine Verbindung zu den Dingen oder dem Körper. Die Verbindung zwischen dem Selbst und dem physischen Körper ist eine Täuschung.

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09-10 Kommentar Swami Sivananda

Der Herr führt nur als Beobachter den Vorsitz. Die Natur tut alles. Weil Er nahe und anwesend ist, läßt die Natur das Bewegte und das Unbewegte entstehen. Die Hauptursache dieser Schöpfung ist die Natur. Für das Bewegte und das Unbewegte und für das gesamte Universum ist die Natur selbst die Grundursache. Obwohl alle Handlungen mit Hilfe des Sonnenlichts erfolgen, kann die Sonne doch nicht zum Ausführenden der Handlungen werden. Ebenso kann der Herr nicht zum Ausführenden der Handlungen werden, auch wenn die Natur alle Handlungen mit Hilfe des Lichtes des Herrn tut.

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09-12 Kommentar Swami Sivananda

Sie hoffen vergeblich, denn in Vergänglichem kann es keine Hoffnung geben. Es ist nutzloses Hoffen, denn sie streben nach dem Flüchtigen und versäumen das Ewige. Sie handeln vergeblich, denn ihr Handeln ist kein Opfer an den Herrn. Agnihotra (ein Ritual) und andere von ihnen ausgeführte Handlungen sind fruchtlos, denn sie beleidigen den Herrn. Sie sind unverständig. Sie haben keine Unterscheidungskraft. Sie haben keine Vorstellung vom ewigen Selbst. Sie verehren nur ihren Körper. Sie sehen kein Selbst über den Körper hinaus. Sie mißachten ihr Selbst. Sie begehen fürchterliche Verbrechen und brutale Handlungen. Sie stehlen die Habe anderer und ermorden Menschen. Sie haben Teil am Wesen der Dämonen und gottlosen Wesen.

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09-14 Kommentar Swami Sivananda

Diese großen Seelen singen Meine Herrlichkeit. Sie machen Japa (Wiederholung) von Pranava (Om). Sie lernen und rezitieren die Upanishaden. Sie hören die Shrutis (Veden) von ihrem spirituellen Lehrer, reflektieren und meditieren über das eigenschaftslose Absolute (Nirguna Brahman). Sie pflegen sattvige Tugenden wie Geduld, Barmherzigkeit, kosmische Liebe, Toleranz, Nachsicht, Wahrhaftigkeit, Reinheit, usw. Sie beherrschen die Sinne und festigen den Geist. Sie halten ihre Gelübde von Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit und Reinheit in Gedanke, Wort und Tat. Sie verehren Mich mit großem Glauben und Hingabe als das innerste in ihrem Herzen verborgene Selbst. Da ein Anfänger Gott nicht von Angesicht zu Angesicht sehen kann, muß er zuerst seinen Guru (spirituellen Lehrer) verehren und ihn als Gott, Brahman Selbst, sehen.

09-18 Kommentar Swami Sivananda

Ich bin das Ziel, die Frucht der Handlung. Der Ehemann ist der Ernährer und Erhalter. Ich beobachte die guten und schlechten Taten der Jivas (Individuen). Ich bin die Wohnstatt, wo alle Lebewesen weilen. Ich bin Zuflucht und Schutz für die Verzweifelten. Ich erleichtere das Leiden derer, die bei Mir Zuflucht suchen. Ich bin der Freund, d.h. Ich tue Gutes, ohne dafür etwas zu erwarten. Ich bin die Quelle dieses Universums. In Mir löst sich die ganze Welt auf. Ich bin die Hauptstütze, die Grundlage dieser Welt. Ich bin die Schatzkammer, die die Lebewesen in der Zukunft genießen werden. Ich bin der unvergängliche Same, d.h. die Ursache für das Entstehen aller Wesen. Daher suche Zuflucht zu Meinen Füßen.

09-20 Kommentar Swami Sivananda

Viele Suchende steigen auf der Leiter des Yoga bis zu einer gewissen Höhe. Sie werden hilflos von den Versuchungen der höheren Ebenen weggespült (der Himmel, die Ebene der himmlischen Wesen, usw). Sie verlieren ihre Unterscheidungskraft und das rechte Verstehen und dabei verlieren sie sich selbst in himmlischen Vergnügungen. Die Bewohner der höheren Ebenen, die Lichtwesen, führen die Aspiranten auf vielfältige Weise in Versuchung. Sie sagen ihnen: »Oh Yogis, eure Askese und Leidenschaftslosigkeit, eure spirituellen Praktiken und göttlichen Eigenschaften finden großen Gefallen bei uns. Das ist die Ebene eures endgültigen Verweilens, die ihr durch eure Verdienste und Askesen erreicht habt. Wir alle sind eure Diener, befolgen eure Anweisungen und führen euer Gebot und Geheiß aus. Hier ist euer himmlischer Wagen. Ihr könnt euch überallhin bewegen. Hier sind die himmlischen Maiden, die euch aufwarten. Sie werden euch mit himmlischer Musik erfreuen. Hier ist der ›wunscherfüllende Baum‹, der euch alles geben wird, was ihr wünscht. Hier ist himmlischer Nektar in einer goldenen Schale, der euch unsterblich machen wird. Hier ist der himmlische See der höchsten Freude. In diesem See könnt ihr nach Belieben schwimmen.«

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09-24 Kommentar Swami Sivananda

Sie wissen nicht, daß Ich, das höchste Selbst, Derjenige bin, Der alle in den Veden und Smritis (den Anweisungen zum rechten Verhalten) vorgesehen Opfer genießt und der Herr aller Opfer bin. Ich bin der innere Lenker dieser Welt, und Ich bin der Herr aller Opfer (siehe Kapitel VIII.4 – Adhiyajnohamevatra: Ich bin die Gottheit, die im Opfer herrscht). Ich stehe am Anfang und am Ende jeden Opfers, und doch verehren diese Menschen andere Götter. Daher verehren sie in Unwissenheit. Da sie andere Götter verehren, ohne Mich zu erkennen, und da ihr Tun nicht Mir gewidmet ist, kehren sie von der Ebene, die sie als Ergebnis ihres Opferns erreicht haben, zu dieser Welt der Sterblichkeit zurück, wenn ihre Verdienst erschöpft sind.

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09-26 Kommentar Swami Sivananda

Der Herr nimmt jede noch so geringe Gabe an, wenn sie mit tiefem Glauben geopfert wird. Der Herr ist auch mit einem Blatt, einer Blume, einer Frucht oder Wasser zufrieden, wenn das Opfer mit aufrichtiger Hingabe und reinem Herzen erfolgt. War Er nicht zufrieden mit ein wenig getrocknetem Reis aus Sudamas Bündel und mit den kleinen Beeren, die Sabari opferte? Du brauchst Ihm keinen goldenen Tempel zu bauen. Baue einen goldenen Tempel in deinem Herzen. Setze Ihn dort auf den Thron. Er wünscht nur dein ergebenes Herz. Aber es ist schwierig, Indra zu gefallen. Ihm mußt du wertvolle Dinge opfern.

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09-27 Kommentar Swami Sivananda

Weihe alle Handlungen dem Herrn. Dann wirst du aus den Banden des Karmas befreit werden. Du wirst im Handeln frei sein. Wer versucht, im Geist dieses Verses zu leben, wird sich ganz Gott hingeben können. Allmählich steigt er Schritt für Schritt auf dem spirituellen Pfad. Sein habsüchtiges Wesen wird nun langsam aufgelöst. Stets gibt er. Er legt keinen Wert darauf, zu nehmen. Schließlich ist sein ganzes Leben mit all seinen Handlungen, Gedanken und Gefühlen dem Dienst am Herrn gewidmet. Er lebt allein für den Herrn. Er arbeitet allein für den Herrn. Es gibt jetzt keinen Funken Egoismus mehr. Sein ganzes Wesen verwandelt sich in Göttlichkeit. Wenn deine Handlungen dem Herrn gewidmet sind, gibt es für dich keine Wiedergeburt. Das ist die einfachste Methode des Yoga. Vergeude nicht länger deine Zeit. Beginne heute.

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09-29 Kommentar Swami Sivananda

Für den Herrn sind alle gleich. Er sieht alle Lebewesen gleich an. Er hat niemanden verdammt und niemanden begünstigt. Er ist niemandes Feind. Er bevorzugt niemanden mit seiner Liebe. Weder begünstigt Er die einen, noch mißbilligt er die anderen. Nur der Mensch in seinem Ichdenken hat durch seine falsche Einstellung eine weite Kluft zwischen sich und dem höchsten Wesen errichtet. Der Herr ist ihm näher als sein eigener Atem, näher als seine Hände und Füße.

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09-30 Kommentar Swami Sivananda

Selbst wenn der größte Sünder Ihn mit ungeteiltem Herzen verehrt, muß er tatsächlich als rechtschaffen angesehen werden, denn er hat den heiligen Entschluß gefaßt, die schlechte Lebensweise aufzugeben. Der Schurke Ratnakar wurde durch seinen heiligen Entschluß zu Valmiki. Jagai und Madhai wurden ebenfalls zu rechtschaffenen Gläubigen. Maria Magdalena, eine Frau von schlechtem Ruf, wurde gottesfürchtig. Die Sünde verschwindet, wenn im Geist Gedanken an Gott auftauchen. Chandrayana und Kricchra Vratas werden nur gewisse Sünden beseitigen, aber das Denken an den Herrn, Gedanken an das höchste Wesen, Japa und Meditation und Abheda Brahma Chintana (Betrachtung über Brahman mit der nichtdualistischen Vorstellung Aham Brahmasmi, Ich bin das Absolute) werden die Sünden zerstören, die ein Mensch auch in einem Zeitraum von Hunderttausenden Kalpas, Zeitaltern, begangen hat.

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09-32 Kommentar Swami Sivananda

Chandalas, Kastenlose, sind in Sünde geboren. Frauen und Shudras sind durch soziale Regeln vom Studium der Veden ausgeschlossen. Es ist also Hingabe erforderlich. Es bedarf keiner Familientradition. Der Elefant Gajendra dachte mit Hingebung an Mich und kam zu Mir, obwohl er ein Tier war. Die Niedrigsten der Niedrigen und die Gemeinsten der Gemeinen können Mich erreichen, wenn sie Vertrauen und Hingabe haben, wenn sie Meinen Namen singen und wiederholen, und wenn sie immer an Mich und nicht an weltliche Dinge denken.

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10-01 Kommentar Swami Sivananda

Ich werde wiederholen, was ich schon früher (im siebenten und im neunten Kapitel) gesagt habe. Ich habe bereits von Meinem wahren Wesen und Meinen Erscheinungsformen gesprochen. Da es sehr schwierig ist, die göttliche Natur zu verstehen, werde Ich sie dir noch einmal beschreiben, auch wenn sie bereits beschrieben worden ist. Ich werde dir von den Herrlichkeiten Gottes erzählen und dir zeigen, in welchen Seinsformen man an Mich denken soll.

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10-04 Kommentar Swami Sivananda

Der Verstand ist die Kraft des Antahkaranas (des vierfachen inneren Instruments – Geist, unterbewußter Geist, Denkvermögen und Ichbewußtsein), um subtile Dinge zu verstehen. Weisheit ist Selbsterkenntnis. Nichttäuschung ist Freisein von Täuschung. Sie besteht darin, mit Unterscheidungsfähigkeit zu handeln, wenn etwas im selben Augenblick getan oder erkannt werden muß. Geduld ist das Nichterregtsein des Geistes bei Beleidigung oder Beschimpfung. Es ist auch Geduld, wenn man denen, die beleidigt oder beschimpft haben, keine bösen oder schlechten Gedanken schickt. Es ist die Geduld, die drei Arten von Schmerzen, Adhyatmika, Adhidaivika und Adhibhautika Tapas, ohne Klagen zu ertragen. Fieber, usw. ist Adhyatmika Schmerz. Schmerz oder Unbehagen hervorgerufen durch strenge Kälte, Hitze, zuviel Regen, Donner und Blitz ist Adhidaivika Schmerz. Schmerz durch den Biß eines Skorpions, einer Schlange oder wilder Tiere ist Adhibhautika Schmerz.

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