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07-18 Kommentar Swami Sivananda

Sind die anderen drei Arten von Gläubigen dem Herrn nicht lieb? Doch, sie sind es. Sie alle sind edle Seelen. Den Weisen aber, dessen Geist beständig ist, liebt er über alles; sein Geist ist auf Brahman geheftet. Er wünscht nichts Weltliches, sondern nur das höchste Wesen. Er strebt allein nach Brahman als dem höchsten Ziel. Er praktiziert Ahamgra Upasana (Meditation über das Selbst als das Alleinige). Er versucht zu verwirklichen, daß er mit dem höchsten Selbst identisch ist. Daher erachte Ich eben den Weisen als Mein Selbst. (Vgl.II.49)

07-22 Kommentar Swami Sivananda

Die beiden letzten Worte Hi und Tan werden als ein Wort verwendet, Hitan, was ›Nutzen‹ bedeutet. Das ist eine weitere Interpretation. Der Verehrer niederer Gottheiten erhält das von ihm Gewünschte (kleinere psychische Kräfte, usw.). Dies wird allein vom Herrn so vorgesehen, denn nur Er kennt genau den Zusammenhang zwischen den Handlungen und ihren Ergebnissen oder Erträgen, und Er ist der innere Lenker in allen Wesen. Unweise, nicht unterscheidende Menschen, stützen sich nur auf die Mittel zur Erlangung dieser begrenzten Erträge, die schwerlich volle Befriedigung bringen können. In der Tat, beklagenswert ist ihr Los! Sie haben keine Kraft, Fragen zu stellen (VicharaShakti) und kein richtiges Verstehen. Sie halten Glassplitter in der Hand, anstatt das unschätzbar wertvolle Juwel des Selbst zu erlangen.

07-24 Kommentar Swami Sivananda

Die Unwissenden halten Shri Krishna für einen gewöhnlichen Sterblichen. Sie meinen, er hätte einen Körper angenommen wie normale menschliche Wesen aus dem unmanifesten Zustand durch die Macht des Karmas aus seiner letzten Geburt. Sie kennen nicht Sein höheres, unvergängliches und aus sich selbst leuchtendes Wesen als das höchste Selbst. Sie meinen, Er hätte nur jetzt Gestalt angenommen, obwohl Er in sich selbst existent ist, ewig, ohne Anfang, Ende, Geburt und Tod, ohne Veränderung, grenzenlos und unmanifestiert.

07-25 Kommentar Swami Sivananda

Ich bin nicht für alle Menschen sichtbar, aber ich bin sicher manifest für die wenigen Auserwählten, die an Mich glauben und nur bei Mir Zuflucht suchen. Ich bin nicht sichtbar für die Menschen, die von den drei Gunas und den Gegensatzpaaren getäuscht sind und von diesem Universum abgeschirmt werden, das eine Manifestation der Eigenschaften der Natur ist, Meine YogaMaya, Meine erschaffende Illusion. Es verhüllt das Verstehen weltlicher Menschen. Daher können sie den Herrn nicht wahrnehmen, der vollständige Kontrolle über Maya hat.

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07-27 Kommentar Swami Sivananda

Wo Vergnügen ist, ist Raga, Verhaftung; wo Schmerz ist, ist Dvesha, Abneigung. Instinktiv schützt der Mensch diesen Körper. Der Mensch möchte das bekommen, was der Erhaltung des Körpers dient. Er möchte das loswerden, was dem Körper und dem Geist Schmerz verursacht. Aufgrund der von den Gegensatzpaaren verursachten Täuschung kommt es zu Wunsch und Abneigung, und der Mensch kann die Dinge nicht so erkennen, wie sie sind, nicht einmal in diesem äußeren Universum der Sinneswahrnehmung; es braucht nicht erwähnt zu werden, daß in einem Menschen, dessen Verstand von Wunsch und Abneigung überwältigt ist, nicht das transzendente Wissen um das innerste Selbst auftauchen kann.

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07-30 Kommentar Swami Sivananda

Menschen, deren Geist fest ist, die bei Mir Zuflucht gesucht haben, und die Mich kennen mit dem Wissen um die Elemente auf der physischen Ebene, mit dem Wissen um die Götter auf der himmlischen oder geistigen Ebene und mit dem Wissen um das Opfer im Bereich des Opfers, berührt der Tod nicht. Sie verlieren ihre Erinnerung nicht. Sie bleiben in Meinem Bewußtsein, auch zur Stunde ihres Scheidens aus dieser Welt. Wer Mich mit diesen dreien verehrt, erkennt Mich auch in der Stunde des Todes. (Vgl.VIII.25.) (Dieses Kapitel trägt auch die Namen Vijñana Yoga und Jñana Yoga.)

08-01 Kommentar Swami Sivananda

In den beiden letzten Versen des siebenten Kapitels hat Shri Krishna bestimmte philosophische Begriffe verwendet wie Adhyatma, Adhibhutam, Adhidaivam und AdhiYajñam. Arjuna versteht die Bedeutung dieser Begriffe nicht. So bittet er den Herrn weiter um die Erläuterung dieser Begriffe. Shri Krishna beantwortet kurz und bündig eine nach der anderen die oben gestellten Fragen.

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08-08 Kommentar Swami Sivananda

Abhyasa bedeutet Praktizieren. Praktizieren ist das ständige Wiederholen eines Gedankens über Gott. In der Meditation werden Vijatiya Vrittis (weltliche Gedanken, Gedanken, die nicht zum Gegenstand der Meditation gehören) ausgeschlossen, und es herrscht Sajatiya Vrittipravaha (das ständige Fließen von Gedanken über das Selbst oder das Absolute allein). Das ist Abhyasa. Abhyasa ist Yoga. Es wird in Nirvikalpa Samadhi sein Ende finden. Der Yogi mit Samahita Chitta (Gelassenheit) erreicht Paramatma, die höchste Seele. So wie die Flüsse ihre Namen und Formen aufgeben und mit dem Ozean eins werden, so wird auch der Weise, Vidvan, der frei ist von Namen und Formen, Tugend und Laster, identisch mit dem höchsten Selbst.

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08-10 Kommentar Swami Sivananda

Der Yogi erlangt ungeheure innere Stärke und Konzentrationskraft. Sein Geist wird ganz ruhig durch die ständige Praxis von Konzentration und Meditation. Zuerst meditiert er auf die niederen Chakras, Muladhara, Svadhishthana und Manipura. Dann konzentriert er sich auf den Herzlotus (Anahata Chakra). Dann zieht er den Lebensatem (das Prana) durch die Sushumna und hält ihn zwischen den Augenbrauen fest. Schließlich erreicht er den strahlenden höchsten Purusha (das höchste Wesen) durch die oben beschriebene Yogatechnik.

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08-12 Kommentar Swami Sivananda

Die Tore sind die Wahrnehmungsorgane. Die Tore verriegeln heißt, alle Sinne durch Pratyahara beherrschen, indem das Bewußtsein von ihnen abgezogen wird. Auch wenn die Sinne beherrscht sind, wird der Geist bei Sinnesobjekten verweilen. Deshalb wird der Geist im Herzlotus eingeschlossen oder festgehalten und dadurch werden auch alle Gedanken oder Erscheinungsformen des Geistes beherrscht. Der gesamte Lebensatem wird nun nach oben geführt und am Scheitel (Brahmarandhra, der Öffnung Brahmas) fixiert.

08-15 Kommentar Swami Sivananda

Geburt ist die Stätte des Schmerzes, der Sitz der Sorge, die vom Körper herrührt. Lies die Garbhopanishad. Dort wird die Art des Schmerzes beschrieben, den das Kind durchmacht, wenn es im Mutterschoß eingeschlossen ist, den Vaginalkanal passiert und durch den Gebärmutterhals gepreßt wird. Weiters wird es von PrasutiVayu (dem Luftstrom des Lebens, der für die Geburt des Kindes verantwortlich ist) in Mitleidenschaft gezogen. Mahatmas (große Seelen) sind frei von Rajas und Tamas.

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08-16 Kommentar Swami Sivananda

Die Gläubigen, die Daharopasana (eine Art von Meditation auf den kosmischen ›Raum‹ im Herzen) praktizieren, und andere Gläubige, die Brahmaloka über den Weg der Götter (Devayana) erreichen und allmählich Befreiung erlangen (KramaMukti), kommen nicht mehr in diese Welt zurück. Die Menschen aber, die Brahmaloka durch Ausführen von Panchagni Vidya (ein Ritual) erreichen, werden das Leben in Brahmaloka genießen und in diese Welt zurückkehren.

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08-17 Kommentar Swami Sivananda

Tag ist Evolution, Projektion, Manifestation des Universums. Nacht ist Involution des Universums, Pralaya. Die Welten sind begrenzt und durch die Zeit bedingt. Daher kommen sie wieder. Auch die Welt Brahmas (Brahmaloka oder Satyaloka) ist vergänglich, selbst wenn sie tausend Zeitalter währt. Wenn die vier großen Yugas tausendmal durchgegangen sind, ist das ein Tag Brahmas, und wenn noch einmal dieselbe Anzahl von Yugas vergeht, dann ist das eine Nacht. Wer einen Tag und eine Nacht Brahmas sehen und durchleben kann, weiß tatsächlich um die Bedeutung eines Tages und einer Nacht.

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08-19 Kommentar Swami Sivananda

Avidya (Unwissenheit), Kama (Wunsch) und Karma (Handlung) sind die drei Knoten, die das Individuum an Samsara binden. Wunsch entsteht aus Avidya. Der Mensch bemüht sich darum, das Gewünschte zu erlangen und zu genießen. Dabei begünstigt er manche und beleidigt andere durch die Kraft von RagaDvesha (Zu- und Abneigung). Daher ist er im Rad von Samsara, der Seelenwanderung, gefangen. Er muß immer wieder geboren werden, um die Früchte seiner Handlungen zu ernten. Durch die Kraft seines Karmas entsteht er immer wieder und löst sich wieder auf.

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08-20 Kommentar Swami Sivananda

Ebenfalls nichtmanifest ist das ewige Para Brahman, Das ohne Anfang und ohne Ende ist, Das sich vom Nichtmanifesten (von Avyaktam, der Ursprünglichen Natur) unterscheidet, Das von ganz anderer Natur ist. Es ist höher als Hiranyagarbha (die kosmische schöpferische Intelligenz) und das nichtmanifeste Wesen, denn Es ist ihre Ursache. Es wird nicht zerstört, wenn alle Wesen, angefangen von Brahma bis zu den Ameisen oder einem Grashalm, zerstört werden. (Vgl.XV.17)

08-21 Kommentar Swami Sivananda

Para Brahman wird das Nichtmanifeste genannt, denn Es kann von den Sinnen nicht wahrgenommen werden. Es heißt auch das Unvergängliche. Es breitet sich durch alles hindurch aus, durchzieht und durchdringt alles. Para Brahman ist das höchste Ziel. Es gibt nichts Höheres. Das ist der wahre nichtduale Zustand, ohne jede Begrenzung. Das Erreichen von Brahmaloka (der Bereich des Schöpfers), usw. ist von geringerer Bedeutung als dies. Nur durch Selbstverwirklichung wird man von Samsara befreit. (Vgl.XII.3; XV.6)

08-26 Kommentar Swami Sivananda

Der helle Weg ist der Weg der Götter, den die Gläubigen gehen. Der dunkle Weg ist der Weg der Manen, den die Menschen gehen, die Opfer bringen oder wohltätige Handlungen in Erwartung einer Belohnung tun. Diese beiden Wege stehen nicht der ganzen Welt offen. Der helle Weg steht den Gläubigen offen und der dunkle denen, die Rituale ausführen. Diese Wege sind so ›ewig‹ wie Samsara.

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