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03-37 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 3. Kapitel, 37. Vers: Es ist der Wunsch

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Krishna spricht:

„Kama esa krodha esa rajo-guna-samudbhavah mahasano maha-papma viddhy enam iha vairinam. Es ist der Wunsch, es ist der Zorn, entstanden aus der Eigenschaft Rajas. Dies erkenne als deinen Gegner.“

Arjuna hat im vorigen Vers gefragt: „Warum werde ich dazu gebracht, Dinge zu tun, die ich nicht tun will? Wieso mache ich das immer wieder das, was ich nicht will?“ Krishna spricht: „Es kommt aus Wunsch, es kommt aus Zorn und es kommt aus Rajas.“ Es ist ganz natürlich, dass in dir die Vollkommenheit noch nicht voll verankert ist. Es ist ganz natürlich, Wünsche zu haben. Es ist natürlich, Ärger zu haben. Aus denen entstammt Rajas. Und aus Rajas heraus tust du Dinge, die du nicht tun willst. Natürlich, es gibt auch einen zweiten Grund, nämlich Tamas, die Trägheit, der innere Schweinehund. Diese Eigenschaft von Rajas, die aus Gier und Getriebenheit kommt und verhaftet ist, wie auch von Tamas, was Trägheit ist, entsteht die Schwierigkeit, spirituell Fortschritte zu machen. Aber all das sind nur Gunas, sind nur Eigenschaften. Dein Selbst, deine höchste Bewusstheit, ist unendlich und ewig. Werde dir am heutigen Tag bewusst, wenn es dir wieder passiert, dass du deinen Vorsatz nicht umsetzen kannst, werde dir bewusst: Welcher Wunsch steht dem entgegen? Welcher Ärger kommt aus diesem Wunsch heraus? Oder welche Trägheit oder Verhaftung ist dort? Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Mache das aber mitfühlend! Nicht, indem du mit dir selbst auch noch zornig bist. Sei dir bewusst: „Aha, da und da war der und der Wunsch. Da und da war der Grund für den Ärger. Deshalb habe ich das und das nicht umgesetzt. So ist es diesmal gegangen.“ Dann überlege: „Das nächste Mal, wenn ich in dieser Situation bin, wie könnte ich das geschickter machen? Wie könnte ich dafür sorgen, dass nicht diese Reiz-Reaktionsketten, dieser innere Mechanismus, dieser innere Automatismus ausgelöst wird? Wie kann ich handeln, ohne einfach nur Konditionierungen zum Opfer zu fallen? Wie kann ich dort frei sein? Welche Möglichkeiten habe ich?“ Es ist durchaus gut, dir das vorzustellen. Oder wenn du in der Situation bist, kannst du auch überlegen: „Angenommen, ich würde jetzt souverän handeln, wie würde ich handeln?“

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