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09-23 Wort-für-Wort Übersetzung

ye – diejenigen
api – sogar
anya-devatā-bhaktāḥ – die andere (anya) Götter (deva) verehren (bhakta)
yajante – die opfern
śraddhayā – Vertrauen; Glauben
anvitāḥ – versehen mit
te – diese
api – selbst
mām – mich
eva – nur, allein
kaunteya – oh Sohn Kuntīs (Arjuna)
yajanti – verehren
avidhi-pūrvakam – (wenn auch) nicht vorschriftsgemäß

09-23 Kommentar Sukadev

Im Sanskrit-Text steht „Anya Devata“. „Anya Devata“ bedeutet übersetzt „andere Engelswesen“ bzw. „andere Götter“. Krishna spricht hier also nicht nur einfach von „Engelswesen“, sondern „anderen Engelswesen“, „anderen Göttern“. So könnte man diesen Vers auch wie folgt übersetzen: „Fromme Menschen, die vertrauensvoll andere Götter verehren, verehren zwar alleine mich, Oh Arjuna, aber auf die falsche Weise.“ Man könnte diesen Vers so deuten, dass Krishna sagt, dass nur die Verehrung von Krishna die rechte Weise der Gottesverehrung ist. Verehrung von anderen Göttern sei die falsche Weise. Ähnliches steht auch im Alten Testament geschrieben, wo es heißt. „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ (Exodus 20,3). Sowohl Bhagavad Gita als auch Bibel scheinen hier Intoleranz zu predigen und könnten so zur Quelle von Religionskriegen werden.

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09-32 Kommentar Sukadev

Wenn wir als westliche Aspiranten in der heutigen Zeit eine solche Aussage lesen, dann stehen vielen von uns erst einmal die Nackenhaare zu Berge. Allerdings müssen wir uns erinnern, dass Krishna das vor ein paar Tausend Jahren zu Arjuna gesagt hat. In Indien gab es das Kastensystem. Nach damaliger vorherrschender  Vorstellung kann nur jemand die Verwirklichung erreichen, der aus der Brahmanenkaste kommt oder ein Kshatriya ist. Brahmane und Kshatriya kann man nur sein, wenn man in einen menschlichen Körper geboren worden ist. Dazu muss man gute Handlungen machen, Punyas ansammeln und dann Glück haben, als Mann in der Brahmanen- oder Kshatriya- Kaste wiedergeboren zu werden. Sammelt man Papas, Sünden, an, wird man als Frau oder als Shudra oder Vaishya wiedergeboren und hat keine Chance die Verwirklichung zu erreichen. Ein Shudra ist ein einfacher Tagelöhner, ein Vaishya ein Kaufmann.

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