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02-69 Wort-für-Wort Übersetzung

yā – was
niśā – Nacht (ist)
sarva-bhūtānām – für alle Wesen (bhūta)
tasyām – in dieser
jāgarti – wacht
saṃyamī – der Selbstbeherrschte
yasyām – wo
jāgrati – wachen
bhūtāni – die Wesen
sā – dies
niśā – (ist) Nacht
paśyataḥ – für den sehenden
muneḥ – Weisen

02-69 Kommentar Sukadev

Diese beiden Verse können auf verschiedenste Art und Weise interpretiert werden. Vor der Erfindung des elektrischen Lichts galt der Tag als ewas besonders Schönes, die Nacht hingegen galt als weniger schön. Am Tag kann man besonders aktiv sein. Man kann sich bemühen, reich zu werden, Geld anzuhäufen, Ruhm zu bekommen. Das ist für den weltlichen Menschen Tag. Für den Yogi ist das Nacht. Da kommt das, was kommen soll und wofür wir uns nicht besonders bemühen sollen. Man macht das, was zu tun ist. Es ist auch nicht yogisch von der Gemeinschaft zu leben und Sozialhilfe zu kassieren oder Arbeitslosengeld, wenn man arbeiten könnte. Wenn keine andere Möglichkeit da ist, dann muss man auch seinen Stolz überwinden und von der Sozialhilfe leben. Aber wenn man arbeiten könnte, dann gehört es auch dazu, dass man sich bemüht Arbeit zu finden und seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Man sollte nicht auf Kosten von anderen leben. Wir bemühen uns darum und gehen gleichzeitig davon aus, dass wir all das bekommen, was für uns kommen soll. Es ist nicht einfach der Tag, um jetzt reich zu werden usw.

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02-69 Kommentar Swami Sivananda

Das, was für weltliche Menschen Wirklichkeit ist, ist für den Weisen Illusion, und umgekehrt. Der Weise lebt im Selbst. Das ist für ihn Tag. Die Erscheinungen in der Welt sind ihm nicht bewußt. Sie sind gleichsam Nacht für ihn. Der gewöhnliche Mensch ist sich seiner wahren Natur nicht bewußt. Leben im Geist ist für ihn Nacht. Er nimmt die Gegenstände der Sinnesfreuden wahr. Das ist für ihn der Tag. Für den Weisen existiert diese Welt nicht.

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