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13-19 Wort-für-Wort Übersetzung

prakṛtim – die Natur
puruṣam – den Geist
ca eva – und
viddhi – erkenne
anādi – als anfangslos
ubhau – beide
api – auch
vikārān – die Erscheinungsformen („Modifikationen“)
ca – und
guṇān – die Eigenschaften
ca eva – und
viddhi – erkenne
prakṛti-saṃbhavān – als ihren Ursprung (saṃbhava) in der Natur (prakṛti) habend

13-19 Kommentar Sukadev

Hier wechselt er von der Vedanta Philosophie in die Samkhya Philosophie. In Vedanta spricht man von Brahman, dem Absoluten, im Samkhya gibt es Purusha und Prakriti. In der deutschen Übersetzung von Swami Sivanandas Bhagavad Gita Kommentar steht an dieser Stelle „Geist“, im Sanskrit Purusha. Mit der Übersetzung ins Deutsche ist es etwas schwierig: Das Wort „Geist“ kann manchmal Gemüt bedeuten, dann ist es die Übersetzung der Sanskrit Wörter Manas, Chitta oder Antahkarana. „Geist“ kann natürlich auch „Ewiger Geist“ bedeuten, dann ist „Geist“ die Übersetzung von Purusha. Purusha (Bewusstsein) und Prakriti (Natur, Energie, Universum) sind ohne Anfang, Natur und Bewusstsein. Im Vedanta sind Natur und Bewusstsein eins. Vedanta gilt daher als „monistisches“ Philosophiesystem (Advaita). Im Samkhya sind Purusha und Prakriti auf ewig 2 Urprinzipien. Samkhya gilt deshalb als „dualistisches“ Philosophiesystem. Krishna interessiert sich nicht für diese Spitzfindigkeiten – letztlich sind Philosophiesysteme nur wie ein Finger, mit dem man auf die Wahrheit zeigt. Die Wahrheit ist dann doch etwas anderes als das Bild, das wir uns von der Wahrheit machen. Die Wahrheit ist erfahrbar. Krishna nimmt sehr spielerisch mal den einen, mal den anderen Standpunkt ein,alles sehr praxisnah und verbindend. Die Bhagavad Gita ist eine verbindende Schrift. Letztlich ist es philosophisch nicht so wichtig, sich für eine der beiden Philosophien zu entscheiden. Es geht um die Verwirklichung des Höchsten.

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