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09-01 Kommentar Swami Sivananda

Idam (dies) bezieht sich auf die Selbsterkenntnis.

Jñana: Theoretisches Wissen von Brahman durch das Studium der Upanishaden, auch Paroksha Brahma Jñana genannt.

Vijñana: Direkte intuitive Wahrnehmung Brahmans, AtmaSakshatkara, auch Aparoksha Brahma Jñana genannt. Dies allein ist das direkte Mittel, um Befreiung von Übel und der Bindung an Samsara zu erlangen, das Freisein von Geburt und Tod.

Selbsterkenntnis ist das tiefste Geheimnis. Es kann schwerlich mit Worten beschrieben werden. Man kann es einzig durch direkte Erfahrung, spirituelle Intuition, verwirklichen. Atman oder Brahman, der aus sich selbst strahlende, ewige, höchste Purusha leuchtet immer im Innersten der Herzen der Menschen. Es gab zu allen Zeitaltern stets einige wenige, die den spirituellen Weg beschritten und dieses Geheimnis gefunden haben, den spirituellen Schatz der kostbaren Perle des Selbst. Selbsterkenntnis ist das einzige direkte Mittel zur Befreiung. Karma Yoga reinigt das Herz und führt zum Aufdämmern von Selbsterkenntnis.

Shri Krishna sagt: »Oh Arjuna, ich werde dich dieses tiefste geheime Wissen gepaart mit Verwirklichung lehren, da du ohne Mißgunst bist.« Daraus geht ganz klar hervor, daß Freisein von Mißgunst eine wesentliche Voraussetzung für einen Suchenden ist. Wissen kann nur in einem Geist aufdämmern, in dem keinerlei Mißgunst herrscht, welche den Geist sehr stark ablenkt und heftigen Neid hervorruft. Matsarya (böswilliger Neid), Irshya (Eifersucht auf den Wohlstand oder das Glück anderer) und Asuya (Neid oder Empörung über die Verdienste anderer) sind Spielformen der Mißgunst. Wenn du einem tugendhaften Menschen schlechte Eigenschaften anlastest, die er wirklich nicht hat, und schlecht über ihn sprichst, ist das Mißgunst (Asuya). Übel wahrzunehmen oder einen Menschen mit nörglerischen Augen anzuschauen und in einem vollkommen makellosen und tugendhaften Menschen Böses zu sehen, ist Asuya. Mißgunst ist nur Kleinlichkeit im Geist. Sie ist eine Spielart von Unwissenheit. Man kann sie beseitigen, indem man Fragen über das Wesen des Selbst stellt und entgegengesetzte Eigenschaften wie Edelmut, umfassende und universelle Toleranz, Großmut und Güte kultiviert.

Da du ohne Argwohn bist: Das heißt, daß Arjuna über alle Eigenschaften des Schülers verfügte, wie Geradlinigkeit, Selbstbeherrschung, Sinneskontrolle, Gleichmut des Geistes, Unterscheidungskraft, Leidenschaftslosigkeit, usw. Das ist Upalakshana (die Wahrheit, die gemeint ist, von der jedoch nur ein Teil gesagt wird) und Asuya ist Upalakshana (der Hinweis, der auf Upalakshana anspielt.)

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