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09-03 Kommentar Swami Sivananda

Arjuna fragt: »Warum, Oh Herr, versuchen die Menschen nicht, diese Selbsterkenntnis zu erlangen, wenn man sie leicht erreichen kann, sie das Allerhöchste ist, und den größten Nutzen bringt? Gewiß sollten alle zu dieser Kenntnis gelangen.« Der Herr antwortet: »Oh Mein geliebter Schüler, die Menschen glauben nicht an dieses Dharma oder Wissen, und daher kehren sie auf den Pfad dieser Welt des Todes zurück. Auch wenn sie sich mit Methoden nach ihrer eigenen Vorstellung bemühen, können sie Mich nicht erreichen, denn sie verfügen nicht über die rechten Mittel, die in den Schriften vorgesehen sind.« Dharma bedeutet Gesetz, Religion, Selbsterkenntnis.

Dieser Glaube ist nicht bloßes intellektuelles Überzeugtsein von bestimmten Dogmen oder Prinzipien. Es ist nicht bloßes Vertrauen in die Aussagen eines anderen. Es ist die unerschütterliche, feste, innere Überzeugung, daß nichts anderes als Selbsterkenntnis höchsten Frieden, Unsterblichkeit und ewige Wonne bringen kann.

Dieser feste und unbeugsame Glaube hat Shri Shankara dazu getrieben, seine Mutter zu verlassen und zum gütigen Schutz seines Guru Shri Govindapada Zuflucht zu suchen, um dieses Wissen zu erlangen, das »Die höchste Läuterung ist, intuitiv, rechtschaffen, sehr leicht auszuüben und unvergänglich.« Sein fester Glaube veranlaßte Buddha, diese eiserne Entschlossenheit zu entwickeln, die er mit den Worten ausdrückte: »Nicht einen Zoll werde ich von meinem Sitz weichen, bevor ich nicht Erleuchtung erlangt habe.« Glaube geht Hand in Hand mit glühender Entschlossenheit.

Der Herr hat Selbsterkenntnis in den beiden ersten Versen durch die positive Methode (Vidhi Mukhastuti) gerühmt. Er hat es im dritten Vers durch die negative Methode gerühmt (Nishedha Mukhastuti). Der Gewinn, der aus Selbsterkenntnis erwächst, wird im ersten und zweiten Vers beschrieben. Das ist Vidhi Mukhastuti. Die fürchterlichen Auswirkungen, die das Nichterlangen von Selbsterkenntnis nach sich zieht, werden im dritten Vers beschrieben. Das ist Nishedha Mukhastuti.

Die gierigen, lüsternen und sündhaften Menschen, die Anhänger der Philosophie des Fleisches, die wie Dämonen leben, den Körper verehren und ihn für das Selbst halten, und die nicht an Selbsterkenntnis glauben, erreichen Mich nicht. Sie haben nicht die mindeste Frömmigkeit, was ebenfalls einer der Pfade ist, die Menschen zu Mir führen. Sie bleiben am Pfad der Welt des Todes, der in die Hölle und zu niederen Geburten von Tieren, Würmern, usw. führt.

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