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10-05 Kommentar Swami Sivananda

Ahimsa ist das Nichtverletzen von Lebewesen in Gedanke, Wort und Tat. Samata ist der Zustand, in dem es weder Raga (Zuneigung) noch Dvesha (Abneigung) gibt, wenn einem Angenehmes oder Unangenehmes widerfährt. Es entsteht weder Freude, wenn man Angenehmes oder Günstiges erhält, noch Niedergeschlagenheit, wenn man Unangenehmes oder Ungünstiges erhält. Tushtih ist Zufriedenheit und Freude. Dem Zufriedenen ist alles willkommen, was ihm Prarabdha bringt. Er ist mit dem zufrieden, was er zur Zeit hat. Er ist frei von Habgier und hat so Frieden im Geist. Zufriedenheit macht einen Menschen sehr reich. Sie löscht Habgier aus. Habgier macht selbst einen reichen Menschen zum größten Bettler. Ein habgieriger Mensch ist immer ruhelos. Tapas ist das Bezwingen der Sinne durch körperliche Kasteiung, Fasten, langsames Reduzieren der Nahrung. Fasten schwächt die Kraft von Körper und Sinnen.

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10-06 Kommentar Swami Sivananda

Am Anfang war nur Ich, aus Mir entstand der Geist, und aus dem Geist entstanden die sieben Weisen (wie Bhrigu, Vasishta, u.a.), die vier alten Kumaras (Sanaka, Sanandana, Sanatkumara und Sanatsujata), wie auch die als Savarnis bekannten vier Manus vergangener Zeitalter, deren Gedanken ausschließlich auf Mich gerichtet waren und die deshalb über göttliche Kräfte und höchste Weisheit verfügten.

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10-07 Kommentar Swami Sivananda

Wissen um die Herrlichkeit des Herrn ist für Yoga wirklich förderlich. Wer die dem Herrn innewohnende erfüllende Kraft ihrem Wesen kennt, durch welche Er die Manifestationen bewirkt, und Seine verschiedenen Erscheinungsformen (Vibhutis), gelangt in festem unveränderlichem Yoga zu Einheit mit Ihm und erreicht ewige Seligkeit und vollkommene Harmonie. Von der Ameise bis zum Schöpfer gibt es nichts außer dem Herrn. Wer in Wahrheit diese umfassende Manifestation des Herrn und Seinen Yoga kennt (Yoga steht hier für das, was aus dem Yoga entsteht, d.h. unendliche yogische Kräfte und Allwissenheit), besitzt festen, nicht schwankenden Yoga. Er lebt im Ewigen und hat höchste Selbsterkenntnis. Wer diese Wahrheit verwirklicht hat, ist sowohl von Überheblichkeit als auch von Minderwertigkeitskomplexen frei. In ihm findet ein wirkliches Erwachen von Weisheit statt. Er wird den Herrn in allen Wesen sehen und in allen Wesen den Herrn. Er wird kein Geschöpf dieser Erde hassen. Das ist eine seltene, lebendige, kosmische Erfahrung. Der Yogi erkennt, daß der Herr und Seine Manifestationen ein und dasselbe sind. Er erreicht das höchste Ziel und geht durch seine rückhaltslose Hingabe in Ihm auf. Er ist sich seiner Einheit mit dem Höchsten durch Meinen göttlichen Yoga vollkommen bewußt.

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10-08 Kommentar Swami Sivananda

Wellen entstehen im Wasser, sind vom Wasser abhängig und lösen sich im Wasser auf. Die einzige Grundlage für die Wellen ist das Wasser. So ist auch der Herr die einzige Grundlage der Welt. Die Weisen, die dies verwirklichen und die Allgegenwart des Herrn spüren, verehren Ihn allerorts mit Hingabe und Liebe. Der Erhabene ist in allen Ländern und zu jeder Zeit gleich. Er ist sowohl die materielle als auch die bewirkende Ursache. Als Mulaprakriti oder Avyaktam ist der Herr der Ursprung aller Formen. Der Herr ist das Primum mobile. Er blickt auf Seine Shakti (schöpfende Kraft), die ganze Welt entwickelt sich, und die Formen geraten in Bewegunng. Der weltliche Mensch, dessen Verstand weder subtil noch scharf ist, nimmt die sich verändernden Formen nur durch seine fleischlichen Augen wahr. Er hat keine Vorstellung von der innewohnenden Gegenwart, der Substanz, der alldurchdringenden Intelligenz, des wonnevollen Bewußtseins. Er ist betört von den vergänglichen Formen. Seine Hoffnungen und seine Freude hängen an diesen vergänglichen Formen. Für sie lebt und strebt er. Er erfreut sich an Frau und Kindern. Wenn diese Formen verschwinden, versinkt er in Kummer. Die Weisen aber ruhen stets im Höchsten, im Ursprung allen Lebens, und genießen die ewige Seligkeit des unsterblichen inneren Selbst, ihres eigenen nichtdualen Atmans, obgleich um sie herum all diese Formen sich verändern und vergehen. Sie sind fest im Yoga. Sie befinden sich auf dem Thron des Yoga. In Kontemplation huldigen sie dem Erhabenen und erfreuen sich der unbeschreiblichen Seligkeit von Nirvikalpa Samadhi.

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10-09 Kommentar Swami Sivananda

In diesem Vers werden die Charakteristika eines Gläubigen beschrieben, der die Verwirklichung der Einheit erlangt hat. Der Gläubige denkt immerfort an den Herrn. Auch sein Leben selbst geht in Ihm auf. Er hat sein ganzes Leben dem Herrn geweiht. Laut einer anderen Interpretation gehen all seine Sinne (die auf Grund von Prana funktionieren), wie z.B. das Auge, in Ihm auf. Er empfindet ungeheure Freude, wenn er von Ihm spricht, über Seine höchste Weisheit, Seine Kraft, Seine Macht und andere Eigenschaften. Er hat sich vollständig dem Herrn geweiht.

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10-10 Kommentar Swami Sivananda

Die Gläubigen, die sich dem Herrn geweiht haben, stets in Harmonie sind und in sich selbst ruhen, die immer voll Hingebung sind und Ihn mit intensiver Liebe verehren (nicht um selbstsüchtiger Absichten willen), erhalten die göttliche Gnade. Der Herr gibt ihnen Weisheit, den Yoga der Unterscheidungskraft, das Verstehen, das sie zur Erkenntnis des Selbst bringt. Der Herr schenkt diesen Gläubigen, die ihre Gedanken allein auf Ihn richten, »Frömmmigkeit der richtigen Erkenntnis« (Buddhi Yoga), wodurch sie Sein Wesen erkennen. Sie erkennen durch das intuitive Auge in tiefer Meditation den höchsten Herrn, das Eine in allem, das Selbst von allem als ihr eigenes Selbst, das ohne jede Begrenzung ist. Buddhi meint hier das innere Auge der Intuition, das die herrliche Erfahrung der Einheit gewährt. Buddhi Yoga ist Jñana Yoga. (Vgl.IV.39; XII.6 und 7)

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10-11 Kommentar Swami Sivananda

Die leuchtende Lampe des Wissens: Der Herr wohnt im Herzen der Gläubigen, die immer an Ihn denken, und vertreibt den Schleier der aus Unwissenheit entstandenen Dunkelheit, die auf dem Nichtvorhandensein von Unterscheidungsfähigkeit beruht, mit der leuchtenden Lampe des Wissens, die mit dem Öl der reinen Hingabe gespeist wird, die der Wind tiefer Meditation über Ihn anfacht, deren Docht richtige Intuition ist, und die entzündet wurde durch Einhalten ununterbrochenen Zölibats, durch Frömmigkeit und andere göttliche Tugenden, welche sich tief in Herzen befinden, die von jeder Weltlichkeit frei sind, und in den innersten Schlupfwinkeln eines Geistes, der den Wind der Verlockungen durch die Sinne nicht kennt, und strahlt vom Licht der Selbsterkenntnis, das durch fortdauernde Meditation entstanden ist.

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10-22 Kommentar Swami Sivananda

Vasava ist Indra.
Götter: Wie Rudra, die Adityas.
Indriyas: Die fünf Jñana-Indriyas, die Organe des Wissens, Ohr, Auge, Haut, Zunge und Nase; und die fünf Karma Indriyas, die Organe der Handlung, Sprache, Hände, Füße, Genitalien und Anus. Der Geist wird als der elfte Sinn betrachtet. Da die Sinne nicht ohne die Hilfe des Geistes funktionieren können, wird der Geist als der Hauptsinn betrachtet.
Chetana: Intelligenz ist der Zustand des Denkvermögens, der sich in der Masse des Körpers und der Sinne manifestiert.

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10-23 Kommentar Swami Sivananda

Es gibt elf Rudras. Die zehn Luftsströme des Lebens (je fünf Pranas und fünf Upa-Pranas) und der Geist sind die elf Rudras. Sie heißen auch so, weil sie Kummer verursachen, wenn sie den Körper verlassen. Sie sind folgendermaßen in den Puranas symbolisiert worden: Virabharda, Shankara, Girisha, Ajaikapati, Bhuvanadhisvara, Aherbhujya, Pinaki, Aparajita, Kapali, Sthanu und Bhaga. Unter diesen Rudras gilt Shankara als das Oberhaupt.

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10-28 Kommentar Swami Sivananda

Vajram: Die Donnerkeilwaffe, die aus dem Knochen von Dadhichi gemacht worden war; ein Kriegsgerät, das nur Indra bedienen kann, der hundert Opfer vollbracht hat.
Kamadhuk: Die Kuh des großen Weisen Vasishta, Kamadhenu, die alle Wünsche erfüllte und ebenfalls aus dem Milchmeer geboren worden war.
Kandarpa: Cupido, Liebe.
Vasuki: Der Herr der haubenlosen, gewöhnlichen Schlangen.

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10-34 Kommentar Swami Sivananda

Ich bin auch der Tod, der alles an sich reißt und zerstört. Es gibt zwei Arten von Tod, den, der den Reichtum nimmt, und den, der das Leben nimmt. Von den beiden ist der, der das Leben nimmt, der alles Erfassende: daher ist sein Name Sarvaharah. Dieser bin Ich. Es gibt aber auch noch eine andere Interpretation. Ich bin der höchste Herr, der alles nimmt, denn zur Zeit der kosmischen Auflösung zerstöre Ich alles.

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