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13-09 Wort-für-Wort Übersetzung

asaktiḥ – Nichtverhaftung
anabhiṣvaṅgaḥ – Nichtidentifikation, kein emotionales Anhängen
putra-dāra-gṛha-ādiṣu – mit Söhnen (putra), Frau (dāra), Heim (gṛha) usw. (ādi)
nityam – stets
ca – und
sama-cittatvam – Gelassenheit („Gleichen-Sinnes-Sein“)
iṣṭa-aniṣṭa-upapattiṣu – beim Sichereignen (upapatti) von Erwünschtem (iṣṭa) und Unerwünschtem (aniṣṭa)

13-09 Kommentar Swami Sivananda

Wenn ein Mensch denkt: »Dieses Ding gehört mir.«, kommt der Gedanke von »Mein« in seinen Geist. Er entwickelt Abhimana (eine falsche Identifikation). Dann beginnt er die Dinge zu mögen. Er hängt daran und verhaftet sich an sie. Asakti ist das Nichthängen an den Dinge. Es gibt kein Mögen der Dinge.
Anabhishvangah: Intensives Hängen an Frau, Sohn, Mutter, usw. Das Selbst wird vollständig mit einem anderen gleichgesetzt. Man fühlt sich glücklich oder unglücklich, wenn dieser Mensch glücklich oder unglücklich ist. Govindan ist unglücklich beim Tod seiner Frau, aber er fühlt sich nicht unglücklich beim Tod der Frau seines Nachbarn. Ein Weiser hat keine Verhaftung an sein Heim. Er sieht sein Heim als Rastplatz an einer öffentlichen Straße.
Und die anderen: Andere geliebte Menschen: Verwandte oder andere Angehörige.
Ständige Gelassenheit oder Ausgeglichenheit ist ein Zeichen von Wissen. Der Weise ist weder glücklich, wenn er das Erwünschte und Angenehme erhält, noch ist er bekümmert, wenn das Unerwünschte, Unangenehme auf ihn zukommt. Nichtverhaftung, Fehlen von Zuneigung und Ausgeglichenheit begünstigen die Erlangung von Selbsterkenntnis. Sie werden Wissen genannt, weil sie die Mittel zur Erlangung von Wissen sind.