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08-19 Kommentar Sukadev

Wenn ein Kalpa zu Ende geht, werden alle Wesen, die am Ende des Kalpas (wenn sich das ganze Universum auflöst) noch existieren, in einen Zustand des Nichtmanifestierten kommen. Man kann sagen, dass sie in eine Art Samenform gelangen. Später tauchen sie wieder auf. Wenn ein Kalpa zu Ende ist, erreichen wir also nicht automatisch die Befreiung, sondern müssen im nächsten Zeitalter wieder voranschreiten. Wir sollten uns bemühen und nicht hoffen, dass wir, wenn die Welt endgültig untergeht, die Befreiung erreichen.

08-21 Kommentar Sukadev

Im Sanskrit steht hier: „Dhama Paramam Mama.“ Dhama meint „Wohnstätte“, Paramam meint „höchste“ und Mama meint „meine“. Diese höchste Wohnstätte ist natürlich nicht nur Krishnas höchste Wohnstätte. Es ist die höchste Wohnstätte von uns allen. So ist das auch ein schöner Merksatz: „Dhama Paramam Mama“. Lasst uns zu dieser höchsten Wohnstätte zurückkehren.

08-27 Kommentar Sukadev

Krishna lehrt immer wieder, dass wir uns bewusst sein sollen, dass letztlich alles Eins ist. Alles ist Eins, alles ist Gott, die niedere Natur, die höhere Natur, alle Gunas, alles. Dennoch gilt es, Unterscheidungskraft zu üben: Auch wenn alles göttlich ist, gibt es dennoch einen Weg, der zum Licht führt und es gibt einen Weg, der zur Dunkelheit führt. Um das Göttliche zu verwirklichen müssen wir immer wieder Entscheidungen treffen und danach handeln. Je nachdem, welche Entscheidung wir treffen, heißt das, dass wir zur Befreiung und damit zum Licht oder zur Bindung und damit in die Dunkelheit gehen. Krishna fordert Arjuna auf, „fest im Yoga“ zu sein. Wir stehen immer wieder vor dem Scheideweg. Wollen wir den Weg zur Befreiung gehen oder den Weg in die Bindung?

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09-02 Kommentar Sukadev

Krishna macht uns das Höchste schmackhaft als eine königliche Wissenschaft, eine großartige Wissenschaft. Es ist ein Geheimnis. Doch wie kann es ein Geheimnis sein? Die Bhagavad Gita ist in Indien die bekannteste Schrift. Das ist vergleichbar damit, heutzutage etwas ins Internet zu stellen, bei Google damit die 1. Platzierung zu erreichen und zu behaupten, das sei das höchste Geheimnis. Krishna möchte uns sagen, dass selbst wenn er uns dieses Geheimnis erklärt, wir es nicht so schnell verstehen werden.

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09-04 Kommentar Sukadev

Krishna wiederholt das, was er im 12. Vers des siebten Kapitels gesagt hat. Er sagt: Gott erfüllt alles, aber Gott ist noch jenseits von allem. Wir sind in Gott, aber Gott ist nicht begrenzt auf die einzelne Seele. Wir können sagen und spüren: „Gott ist in mir“. Das heißt aber nicht, dass Gott nur in mir ist. Gott ist überall, ewig und deshalb nicht begrenzt auf die einzelnen Wesen.

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09-05 Kommentar Sukadev

Swami Krishnananda hat ein Buch mit dem Titel: „Kingly Secret, Kingly Sience“ geschrieben. Soviel ich weiß, gibt es das Buch nur auf Englisch und ihr könnt es auf der Website der Life Divine Society finden. In diesem Buch kommentiert und interpretiert er auf über circa 200 Seiten allein das 9. Kapitel der Bhagavad Gita. Daran kann man erkennen, wie komplex dieses 9. Kapitel ist.

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09-07 Kommentar Sukadev

Kalpa bedeutet übersetzt „Zeitalter“. Krishna beschreibt hier auf der relativen Ebene, dass es mal ein Universum gibt und mal kein Universum gibt. Die westlichen Physiker streiten sich immer weiter über die Fragen: „Wie ist die Welt entstanden? Wird sie ewig bestehen oder geht sie irgendwann unter?“ Die Inder hingegen haben schon immer ein zyklisches Denken gehabt: Sie gingen davon aus, dass es alle möglichen Kalpas gibt. Zwei Kalpas dauern einen Tag und eine Nacht Brahmas, nämlich 8.640.000.000 Jahre, und solange soll ein Schöpfungszyklus dauern. Dies deckt sich nicht ganz mit der westlichen Astronomie, nach der das Universum so um die 15 bis 30 Milliarden Jahre alt sein soll (Stand der Wissenschaft im Jahr 2005). Interessant daran ist aber, dass es schon ungefähr die gleiche Größenrichtung hat. Am Ende hört es mit einem Kalpa auf – es hört aber nicht wirklich alles auf- sondern es fängt wieder von Neuem an, denn es ist erst ein Tag und eine Nacht Brahmas. Und ein Brahma hat insgesamt 365 Tage für ein Jahr und wird 100 Jahre alt. Das ist der große Schöpfungszyklus, der nach dieser Chronologie 311.040.000.000.000 Jahre dauert. Und danach, wenn der zu Ende ist, ist das Leben eines Brahmas zu Ende und es beginnt ein neues. Das ist die relative Ebene.

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09-09 Kommentar Sukadev

Hier kommt Krishna wieder auf Vibhuti Yoga, den Yoga der göttlichen Herrlichkeiten, zu sprechen. Nicht umsonst hat das 9. Kapitel die Überschrift „Der Yoga der königlichen Wissenschaft“ und – vor allem – „des königlichen Geheimnisses“. Krishna redet häufig in Paradoxien. Er sagt, dass Gott die Welt hinaus schickt und sie wieder zurück bringt. Aber wer ist dann Gott? Und wer kann Gott sein vor der Schöpfung? Wenn Gott eine Person ist, dann kann sie es nicht vor der Schöpfung sein. Und woher kommt diese Person? Und wenn Gott nicht die eine Person ist, sondern wenn Gott einfach nur ein abstraktes Prinzip ist, woher bringt das abstrakte Prinzip irgendwas zustande? Krishna erklärt diese Zusammenhänge hier nicht vollständig, zumindest nicht für mein Verständnis der Logik. Aber er versucht es auch nicht wirklich, es genau verständlich zu machen. Er versucht eher mittels Paradoxien die höhere Wahrheit zu verkünden, indem er sagt: Zum einen bringt Gott die Welt hervor und zieht sie wieder zurück. Zum anderen ist Gott daran nicht gebunden – er ist unbeteiligt. D. h. auf einer anderen Ebene bleibt Gott dieses Sat-Chid-Ananda, wie es in der Vedanta heißt; Brahman – reines absolutes SeinWissenGlückseligkeit und nichts passiert. Dann spricht er wieder von dem persönlichen Aspekt: Etwas entsteht und vergeht wieder.

09-15 Kommentar Sukadev

Im vorigen Vers hat Krishna uns gelehrt, wie wir mittels Bhakti Yoga Praktiken zu Gott kommen können. In diesem Vers lehrt er uns wie wir mit Jnana Yoga Techniken zu Gott kommen können: Anstatt Gott als Person zu verehren, können wir Gott verehren als das Eine, das Andere und das Vielfältige. Das Eine ist das Unendliche. Gott ist aber auch das Andere, das manifeste Universum. Und das Vielfältige, d.h., er ist in jedem einzelnen Geschöpf.

09-16 Kommentar Sukadev

Krishna zählt alle Dinge auf, die in einer Yajna als Opfer dargebracht werden können. Wenn es eine komplexere Homa ist, dann gibt es verschiedenste Dinge, die geopfert werden, wie z.B. Kratu (das Opfer an sich), die Speise für die Manen (womit die Ahnen gemeint sind), Heilkräuter und Pflanzen, das Mantra, das gesungen wird, das Ghee (gereinigte Butter). Gott selbst ist alle diese Opfer. Ein solches Ritual ist eine Bhakti Yoga Technik, die Gott gewidmet wird als Opfer, und gleichzeitig ist Gott in jedem Bestandteil des Rituals.

09-17 Kommentar Sukadev

In all diesen Attributen können wir Gott erkennen. Wir können Gott als Vater ansehen. Wir können Gott als Mutter ansehen. Wir können Gott als das kosmische Gesetz ansehen. Wir können ihn als Verwalter der Früchte der Handlungen betrachten. Viele Menschen haben heutzutage einen persönlichen Bezug zu Gott. Gott als kosmisches Gesetz, Gott als Licht oder Gott als kosmische Energie. Er wird oft auch als Großvater, der eigentliche Vater angesehen.

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09-18 Kommentar Sukadev

Wir können Gott sehen als den Erhalter, den Gerechten, der die Welt erhellt. Er ist der Herr der Welt. Wir können sagen: „Ich bin dein Diener“. Gott ist der Beobachter. Gott ist hinter allem. Gott ist die Wohnstätte, in der wir wohnen. Wir können zu Gott stets Zuflucht suchen. Wir können Gott als unseren Freund behandeln. Wir können Gott unser Herz ausschütten. Wir können Gott um Rat bitten.

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09-21 Kommentar Sukadev

Auf dieses Thema kommt Krishna in der Bhagavad Gita häufig zu sprechen. Er sagt, die Spiritualität, die er lehrt, ist nicht die Spiritualität, mit der Arjuna vertraut ist. Arjuna kennt die Spiritualität des Relativen: Man macht Rituale, nimmt Soma, ein rituelles Getränk, zu sich, sühnt die Papas (Sünden), die man eventuell begangen hat, indem man bereut, fastet, Yajnas oder Pujas ausführt oder auch Spenden gibt. Das Ziel dieser relativen Spiritualität ist, mittels guter Werke sich den Himmel zu verdienen. Krishna sagt, dass ein solch verdienter Himmel nicht von Dauer ist. Man wird wiedergeboren, wenn die Punyas, die Verdienste aufgebraucht, sind.

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09-23 Kommentar Sukadev

Im Sanskrit-Text steht „Anya Devata“. „Anya Devata“ bedeutet übersetzt „andere Engelswesen“ bzw. „andere Götter“. Krishna spricht hier also nicht nur einfach von „Engelswesen“, sondern „anderen Engelswesen“, „anderen Göttern“. So könnte man diesen Vers auch wie folgt übersetzen: „Fromme Menschen, die vertrauensvoll andere Götter verehren, verehren zwar alleine mich, Oh Arjuna, aber auf die falsche Weise.“ Man könnte diesen Vers so deuten, dass Krishna sagt, dass nur die Verehrung von Krishna die rechte Weise der Gottesverehrung ist. Verehrung von anderen Göttern sei die falsche Weise. Ähnliches steht auch im Alten Testament geschrieben, wo es heißt. „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ (Exodus 20,3). Sowohl Bhagavad Gita als auch Bibel scheinen hier Intoleranz zu predigen und könnten so zur Quelle von Religionskriegen werden.

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09-25 Kommentar Sukadev

Wir können uns an Gott selbst wenden, oder die Engelswesen oder die verschiedensten höheren, mittleren oder niederen Astralwesen oder auch an unsere verstorbenen Vorfahren. Je nachdem, wen wir verehren oder an wen wir uns wenden, entsteht eine Verbindung zu demjenigen. Zwar ist Gott das Selbst von allen Wesen. Aber wir bekommen den Zugang zu dem Aspekt Gottes, zu dem wir beten. Deswegen ist es natürlich am klügsten, wir beten direkt zu Gott und nicht zu irgendwelchen Engelswesen.

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09-27 Kommentar Sukadev

Krishna kommt immer wieder auf das Thema „Opfern“ zu sprechen. Wir können Gott etwas darbringen als Gabe und uns damit aus den Banden des Karmas befreien. Allerdings nur, wenn wir etwas verhaftungslos und aus vollem Herzen geben. Gott prüft uns dann manchmal, indem er das, was wir ihm dargebracht haben, auch wirklich annimmt und uns nicht zurückgibt. Wenn wir dann in Frieden sind und gelassen bleiben, dann war es ein wirkliches Opfer. Ansonsten war es nur Scheinheiligkeit.

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09-28 Kommentar Sukadev

Höchste Befreiung beinhaltet auch, dass wir uns von den Banden des Karmas befreien. Nur, wenn wir eine ausreichende Menge von Karma ausgearbeitet haben, kann unser Geist wirklich zur Ruhe kommen. So gilt es, Karma auszuarbeiten, ohne neues zu schaffen. Solange wir handeln, um selbst etwas zu bekommen, sind wir gebunden. Indem wir alles Gott darbringen, schaffen wir kein neues Karma. Wir lernen die Lektionen aus den Alltagserfahrungen, wir wachsen durch die Anstrengungen, die wir unternehmen. Und indem wir nicht daran hängen und alles Gott darbringen, schaffen wir kein neues Karma.

09-30 Kommentar Sukadev

Auf dieses Prinzip kommt Jesus im Neuen Testament und in verschiedenen Gleichnissen, wie z.B. dem vom barmherzigen Samariter, öfters zu sprechen. Er geht bewusst auf die Sünder zu und sagt zu ihnen: „Kommt her, die ihr mühselig und beladen seid, ich werde euch erquicken“ (Matth. 11,28). Er sagt es zu den Zöllnern, die sich mit der Besatzungsmacht solidarisch erklärt haben, Geld kassiert haben und ihnen helfen, das Volk zu unterdrücken.

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09-31 Kommentar Sukadev

Das ist die transformierende Kraft von Bhakti. Öfters stellen sich Menschen die Frage, was sie zuerst tun sollen. Angenommen jemand weiß, dass er viele schlechte Taten begangen hat und er schlechte Angewohnheiten hat: Soll er sich zuerst darum bemühen, ein besserer Mensch zu werden oder soll er zuerst Gott verehren? Je nach Temperament ist mal das eine das Richtige, mal das andere.

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09-32 Kommentar Sukadev

Wenn wir als westliche Aspiranten in der heutigen Zeit eine solche Aussage lesen, dann stehen vielen von uns erst einmal die Nackenhaare zu Berge. Allerdings müssen wir uns erinnern, dass Krishna das vor ein paar Tausend Jahren zu Arjuna gesagt hat. In Indien gab es das Kastensystem. Nach damaliger vorherrschender  Vorstellung kann nur jemand die Verwirklichung erreichen, der aus der Brahmanenkaste kommt oder ein Kshatriya ist. Brahmane und Kshatriya kann man nur sein, wenn man in einen menschlichen Körper geboren worden ist. Dazu muss man gute Handlungen machen, Punyas ansammeln und dann Glück haben, als Mann in der Brahmanen- oder Kshatriya- Kaste wiedergeboren zu werden. Sammelt man Papas, Sünden, an, wird man als Frau oder als Shudra oder Vaishya wiedergeboren und hat keine Chance die Verwirklichung zu erreichen. Ein Shudra ist ein einfacher Tagelöhner, ein Vaishya ein Kaufmann.

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