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03-39 Kommentar Sukadev

Weisheit ist verhüllt durch Wünsche und die Wünsche können wir nie ganz befriedigen. Wenn wir ein Feuer haben und Ghee hineinwerfen oder Holz, dann brennt es lichterloh. Man gießt immer mehr Öl ins Feuer. Oft ist es so, wenn man Wünsche hat und diese befriedigt, als ob man Öl ins Feuer gießt. Unsere Prakriti Swabhava können wir nicht beherrschen. Wir können nur versuchen sie zu leben. Es gibt andere kleine Wünsche bei denen es gut ist, mal nachzugeben. Dann hat man ein bisschen Ruhe davon. Aber es gibt auch die rajassigen Wünsche, über die Krishna spricht, von denen wir nicht denken sollen, wenn wir sie erfüllen, sind wir glücklich.

03-41 Kommentar Sukadev

Für uns klingt das wie eine etwas brutale Ausdrucksweise. Wir müssen uns aber daran erinnern, was Arjuna vom Beruf her ist, nämlich Krieger. Deshalb versteht er die Ausdrucksweise des Tötens. Wir leben heute mehr in der Terminologie der westlichen Psychologie, die nicht vom Töten sprechen würde, sondern eher von Beherrschen, Transformieren oder Sublimieren. Man könnte also heute eher übersetzen: „Und überwinde so das Negative, das Erkenntnis und Verwirklichung verdeckt“.

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03-43 Kommentar Sukadev

Mit diesen Worten gibt uns Krishna erneut Richtlinien an die Hand. Um überhaupt die Sinne und die Wünsche beherrschen zu können, ist es zunächst einmal wichtig, Zugang zum Selbst zu finden. Wenn wir uns mit dem Körper und mit unseren Emotionen identifizieren, dann ist es schwierig die Sinne zu beherrschen. Dann stellen wir fest, dass wir doch irgendwie unsere Wünsche sind. Sie sind unsere Verwandten. Wie können wir sie da bloß überwinden?“ Das ist dann sehr schwierig. Wenn wir uns aber mit unserem Selbst identifizieren und erkennen: „Ich bin SAT-CHID-ANANADA und die Wünsche die da sind, das bin nicht wirklich ich. Sie sind nur auf mich aufgesetzt. Irgendwie habe ich sie von meinen Eltern, von der Gesellschaft.“ Dann haben wir die Grundlage zur Beherrschung aus dem Selbst heraus gelegt und das führt dann auch nicht zu Frustrationen, da es etwas Äußeres ist, was ich nicht bin. Und dann können wir die feindlichen Wünsche beherrschen. Wir sollten aber nicht vergessen, dass Krishna von rajassigen Wünschen gesprochen hat. Er sagte es wären die Wünsche und der Zorn, die aus Rajas geboren wären.

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04-03 Kommentar Sukadev

Krishna sagt Arjuna, dass das, was er ihn eben gelehrt hat, nichts Neues ist. Er hat es schon andere gelehrt. Diese Aussage machen die meisten Weisen. Ein wirklicher selbstverwirklichter Mensch wird selten sagen, dass er etwas grundlegend Neues bringt. Die ältesten Schriften sind die Veden. Die Upanishaden, als Teile der Veden, enthalten eigentlich schon alles Wissen. Das widerspricht natürlich etwas dem westlichen Fortschrittsglauben. Wir nehmen an, wir sind klüger als unsere Eltern. Unsere Eltern haben angenommen, sie wüssten mehr als unsere Großeltern. Und diese waren ganz davon überzeugt, dass sie mehr wussten als die Urgroßeltern usw. D.h. wir sind um vielfaches klüger als die Menschen vor 1000 Jahren. Aber wenn wir die uralten Upanishaden lesen, stellen wir fest, dass da das höchste Wissen schon enthalten ist. Auch Jesus selbst hat gesagt:

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04-10 Kommentar Sukadev

Krishna sagt, er sei als Avatar auf die Welt gekommen und wer das erkennt und ihn als Gott verehrt, der wird nicht wiedergeboren werden. Das Element der Gnade spielt eine gewisse Rolle. Wir können sagen, der Jnana Yogi muss sich selbst befreien, der Bhakta wird von Gott befreit, indem er bei Gott Zuflucht sucht. Dieser Glauben hat Parallelen zum modernen Christentum. Wenn wir vollständig an Gott glauben, dann wird Gott für uns die Erlösung bringen. Wir brauchen nichts dafür zu tun.

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04-12 Kommentar Sukadev

Wenn wir Erfolg in unserem Karma haben wollen, dann können wir den Devas, den Engelswesen opfern. Es gibt spezifische Mantras, um spezifische Devas für spezifische Zwecke anzurufen. Man kann Indra anrufen, wenn es leicht regnen soll. Varuna, wenn es stärker regnen soll. Kubera können wir anrufen, wenn wir reich werden wollen, Kama, wenn wir wollen, dass jemand anderes sich in uns verliebt. Es gibt auch Rituale die unsere Anrufung unterstützen und zu Erfolg führen. Aber genau das ist es, was Krishna will, das wir nicht machen. Er spricht sich immer wieder gegen die Purva Mimamsa Philosophie aus, wo Menschen immer wieder Yajna, Homa, Puja machen, um bestimmte Siddhis als Erfolg zu bekommen.

04-18 Kommentar Sukadev

Dieser Vers war einer der Lieblingsverse von Swami Vishnu-devananda. Er konnte sehr lange über ihn sprechen. Ich habe ihn schon einmal an einer vorherigen Stelle behandelt, wo wir besprochen hatten, dass wir Karma erzeugen können, indem wir nicht handeln, z.B. dadurch, dass wir bei einem Unfall nicht erste Hilfe leisten. Oder wir eine Aufgabe haben, eine Pflicht, die wir nicht erfüllen. Wir haben nichts getan und schaffen trotzdem Karma.

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04-21 Kommentar Sukadev

Krishna spricht erneut über das Konzept des verhaftungslosen Tuns, über das er schon oft gesprochen hat. Er wiederholt es immer wieder für uns aus verschiedenen Gründen. Ein Grund dafür ist, weil es besonders wichtig ist. Ein zweiter Grund ist, weil Arjuna sich entscheiden muss, ob er handeln will oder nicht und ein dritter Grund ist, weil wir es immer wieder vergessen. Je öfters man etwas hört, desto tiefer sinkt es in das Unterbewusstsein, umso tiefere Samskaras (Eindrücke im Geist) werden erzeugt. Und bei der nächsten Situation erinnert man sich immer wieder daran: „Da habe ich mich ja schon wieder identifiziert. Warum bin ich wieder unglücklich? Ich habe wieder etwas Konkretes erwartet.“ Und dann kann man sagen: „Oh Gott, ich opfere es dir.“ Für diese Worte ist nie zu spät. Wir können auch, nachdem die Handlung vollzogen ist und wir uns darüber geärgert haben, sagen: „Oh Gott, ich opfere diese Handlung dir und meinen Ärger gleich mit.“ Wir können alles immer wieder Gott darbringen. Und je mehr uns das gelingt, desto friedvoller werden wir; desto friedvoller können wir handeln; desto mehr unseres Karmas bauen wir schrittweise ab; desto leichter fühlen wir uns.

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04-25 Kommentar Sukadev

In klassischer indischer Tradition wird bei jeder Opferzeremonie ein für diese Zeremonie bestimmter Deva angerufen. Agni, der Feuergott, ist immer dabei und dann verschiedene andere Devas. Wir bringen den Devas etwas dar, sie erhalten etwas dadurch und geben wieder etwas anderes an uns zurück. Durch diese Art Opfer sind wir aber gebunden. Genauso gebunden sind wir, wenn wir handeln, um etwas Konkretes zu erreichen. Dann ist es so, als würden wir irgendwelchen Astralwesen Opfer bringen. Aber wer erkennt, dass das alles das Selbst ist, hat das Wahre erkannt.

04-26 Kommentar Sukadev

Krishna lehrt uns, was wir alles opfern können. Wir können nicht nur Ghee, also gereinigte Butter, oder Reis opfern, sondern wir können unser Hörorgan oder andere Sinne im Feuer der Beherrschung opfern. Dies machen wir, indem wir z.B. sagen, dass wir nur noch sattwige Musik hören. Oder nur noch sattwiges Essen verzehren oder eine Weile fasten, oder kein Fernsehen schauen oder kein Radio hören, oder eine Weile lang keine Romane lesen. Das ist mit „Feuer der Beherrschung“ gemeint. Wir opfern etwas, wir bringen etwas dar.

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04-31 Kommentar Sukadev

In dieser Welt, der Welt der Sinne und des Erfolgs können wir nicht leben und glauben, dass wir alles, was wir uns wünschen bekommen, ohne dass wir dafür auch Opfer bringen. Aber wir können den Devas (Engelswesen) opfern. Oder wir können es sogar den Rakshakas (Götter des Erfolgs) opfern. Menschen, die reich werden wollen, müssen schwer dafür arbeiten. Sie müssen sich erst einmal überlegen, in welchem Gebiet viel Geld zu verdienen ist. Dann müssen sie klug schauen und überlegen, wozu sie auch das Talent oder die Fähigkeiten haben und dann müssen sie schwer dafür arbeiten. Mit nur Sieben-Stunden-Tagen, nur einer Fünf-Tageswoche, fünf Wochen im Jahr Urlaub, wird es ihnen kaum gelingen reich zu werden. Wenn man reich werden will muss man 16 Stunden am Tag arbeiten und studieren, überlegen, systematisch an Dinge herangehen. Man muss ständig über seinen Schatten springen und dann, wenn das Karma mitspielt, dann kann es sich irgendwann manifestieren.

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04-33 Kommentar Sukadev

Wir können Gott materielle Gegenstände opfern. Wir können Gott unsere Erkenntnis opfern oder, wie Swami Sivananda es oft interpretiert hat, wir können lehren. Wir können Yoga lehren und für die Verbreitung der Lehren sorgen. Wir können Meditation lehren oder Schriften und Bücher verteilen und auf diese Weise Jnana Yajna geben. Dies ist viel bedeutender und wichtiger als ein materielles Opfer zu geben. Es ist zwar auch wichtig, dass Menschen etwas zu essen haben, aber es ist noch wichtiger, dass Menschen, die schon etwas zu essen haben, Weisheit bekommen. Und letztlich zielen alle unsere Handlungen darauf ab, dass wir Erkenntnis haben wollen. Wir sind Sat Chid Ananda und bewusst oder unbewusst streben wir danach. Warum würden Menschen so viel dafür tun, um Milliardäre zu werden? Letztlich, weil sie meinen sie würden glücklich und sie würden sich ausdehnen ins unbeschränkte Sein und sich dann alles kaufen können. Sie wollen zu Sat Chid Ananda hinkommen. Wenn sie allerdings denken, dass es ihnen durch Geld, Macht, Sinnesfreuden oder dem Wunsch nach einem schönen Haus gelingen würde, dann liegen sie falsch. Und obwohl viele Menschen wissen, dass das Glück nicht durch materiellen Reichtum erreicht werden kann, hören sie nicht auf danach zu streben.

04-34 Kommentar Sukadev

Krishna wiederholt diese Weisheit für Arjuna, der es eigentlich weiß, aber trotzdem immer wieder vergisst. Damit wir Wissen aufnehmen können, müssen wir uns verneigen, wir müssen demjenigen, der uns lehren soll, Ehrerbietung erweisen und respektvoll ihm gegenüber sein. Gleichzeitig müssen wir aber auch Fragen stellen, sowohl innerlich Fragen stellen als auch äußerlich Fragen stellen. Und wenn wir Menschen fragen, die mehr wissen als wir selbst, dann können wir ihnen auch dienen und uns dankbar und würdig für ihre Lehren erweisen.

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04-40 Kommentar Sukadev

Wir sind in den letzten 20, 30, 40 Jahren mit gesunder Skepsis aufgewachsen. Das gehörte zu den Erziehungszielen der Gesellschaft. Man sollte alles hinterfragen, nichts glauben. Und trotzdem, wenn wir ständig nur zweifeln, dann kommen wir nirgendwo an. Selbst derjenige, der im Weltlichen Erfolg haben will, muss daran glauben, dass er es schafft. Wenn er jeden Tag von neuem Zweifel hat, ob es richtig ist, hilft ihm das auch nicht weiter. Genauso ist es auf dem spirituellen Weg erst einmal gut, tief nachzudenken, dann eine Entscheidung zu treffen und dieser Entscheidung zu folgen. Man sollte nicht jede Woche von neuem überlegen, ob man das Richtige macht oder nicht. Eventuell kann man eine zeitbegrenzte Entscheidungen treffen, sich zum Beispiel etwas für ein halbes Jahr vornehmen und dann nach einem halben Jahr analysieren, ob es richtig war, das zu tun oder nicht.

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05-03 Kommentar Sukadev

Wer völlig gleichmütig in allem ist, entkommt aus den Banden des Karmas. Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung. Wir erfahren Dinge aus verschiedenen Gründen. Auf die eine oder andere Weise haben wir sie für uns geschaffen. Wenn ihr euch erinnert, gibt es drei Arten des Karmas. Wir nennen das erste Agami Karma; das ist das Karma, das wir neu schaffen. Das zweite ist das Sanchita Karma; das ist der Speicher des Karmas, das was wir schon geschaffen haben. Und das dritte ist das Prarabdha Karma; das heißt, was wir jetzt in diesem Moment ernten.

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