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07-02 Kommentar Sukadev

Wir haben immer wieder Erkenntnisse. Wenn wir etwas erkannt haben, dann wollen wir mehr erkennen. Wenn wir ein Vergnügen erreicht haben, dann wollen wir weitere Vergnügen erreichen. Nichts in der materiellen Welt kann uns zufrieden stellen. In Wahrheit streben wir nach dem Unsterblichen, dem Ewigen, dem Göttlichen und alles andere wird uns nie zufrieden stellen. Es ist wie das Spiel vom Hasen und Igel. Wo immer der Hase erschöpft ankommt, stellt er fest, dass der Igel schon vor ihm angekommen ist. Wir rennen von hier nach dort in dem Bestreben etwas zu erreichen. Wichtig ist es zu überlegen, was die höchste Erkenntnis wäre, das höchste Glück, nach dessen Erkenntnis und Verwirklichung alles erkannt ist und nach dessen Verwirklichung keine neuen Wünsche übrig bleiben. Krishna möchte Arjuna erklären, wie er aus diesem Spiel aussteigen kann.

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07-09 Kommentar Sukadev

„Ich bin der liebliche Duft der Erde.“ Im Winter riecht man den lieblichen Duft der Erde weniger, im Frühjahr wieder mehr. Da kann man alle möglichen Gerüche wahrnehmen. Gerade hier in Bad Meinberg gibt es sehr viele verschiedene Düfte, auch weil es eine Kurstadt ist und weil bewusst Blumen, Sträucher und Hecken angepflanzt wurden mit verschiedenen Düften. Jeder Wald riecht anders, auch das kann uns an Gott erinnern.

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07-13 Kommentar Sukadev

Krishna bezieht sich hier auf das höchste Selbst. Zuvor hat er uns gesagt, wir mögen uns immer an Gott erinnern, indem wir unseren Geist auf ihn ausrichten und ihn in allen Wesen sehen. Wir sollen uns aber nicht darauf beschränken, sondern einen Schritt weiter gehen. Den Schritt zum Selbst, zur wahrhaftigen Natur, die sich von allen Eigenschaften der Natur unterscheidet, jenseits von Sattva, Rajas und Tamas ist.

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07-17 Kommentar Sukadev

Am besten ist es, Gott aus reiner Liebe zu verehren. Wir leben einfach in der Liebe und wollen die Liebe ausdrücken, nicht, um irgendetwas zu erreichen, noch nicht einmal Weisheit zu erreichen. Und dann ist es wirklichallein aus Liebe. Wir haben das Gefühl, Gott liebt uns und wir lieben Gott, und dann wollen wir natürlich die Liebe auch ausdrücken. Schaffen wir es nicht, Gott aus Liebe heraus zu verehren, ist es gut, Gott aus Dankbarkeit heraus zu verehren.

07-18 Kommentar Sukadev

Krishna sagt, dass alle Menschen edel sind, auch wenn sie Gott nur verehren, um etwas zu bekommen, oder wenn sie Gott nur verehren, weil sie verzweifelt sind. Auch das ist in Ordnung, da sie wenigstens Gott verehren. Die Verehrung Gottes, egal aus welchem Grund, ist besser als Gott nicht zu verehren. Natürlich, wenn die Verehrung fanatische Züge annimmt ist sie nicht mehr gut. Im Namen von Religionen ist schon viel Leiden geschaffen worden. Aber solange es nicht darum geht, andere gewaltsam zum Glauben zu bekehren, kann es gut sein.

07-22 Kommentar Sukadev

Krishna wiederholt sich mit immer anderen Worten. Er sagt: der Ertrag, die Früchte, den die Menschen von geringer Intelligenz erhalten, ist gering. Wer den Engeln huldigt, geht zu ihnen, wer aber Mich verehrt, kommt zu Mir. Er sagt: wenn wir vielleicht Engelswesen als Hilfe auch verehren, ist das in Ordnung. Wenn wir nur Engel verehren, ist es nicht in Ordnung. Wir bleiben dann auf dieser Ebene hängen. Unsere Aufgabe ist es hauptsächlich, Gott zu verehren. Dann kommen wir zu Gott.

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07-29 Kommentar Sukadev

An Freiheit von Alter und Tod denkt der heutige Aspirant weniger als früher. In früheren Zeiten war es eine wichtige spirituelle Motivation, sich von Alter und Tod befreien zu wollen. Wir leben heute in einer Zeit, wo Alter, Krankheit und Tod weggeschoben werden. Mit diesen will man nichts zu tun haben. Viele Menschen denken: Sterben tun nur die anderen und wenn wir Yoga üben, werden wir nie krank. Die Alten, das sind immer die, die 15 Jahre älter sind als wir. Das sind drei unbewusste Aberglauben, die wir haben. Jeder hatte schon jemanden in der Familie, der gestorben ist. Und wir wissen alle, dass wir sterben werden.

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08-04 Kommentar Sukadev

Gott ist Adhibhutam, die Essenz der Elemente. Krishna hat im siebten Kapitel über die verschiedenen Teile der vergänglichen Welt gesprochen. Hier ergänzt er, dass er Adhibhuta, die Essenz der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther ist. Mit anderen Worten: Das physische Universum ist die vergängliche Natur Gottes. Wir können nicht sagen: Hier ist die böse Welt. Da ist der gute Gott. Sondern: „Vasudeva sarvam iti“ „Alles ist wahrhaftig Gott“ (Bh G VII 19). Oder auch „Sarvam kalvidam brahman“, „Alles ist wahrhaftig Brahman“. Gott ist auch in den Elementen. Wir können Gott in der manifesten Natur erkennen und erfahren.

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08-06 Kommentar Sukadev

Die letzten Gedanken, die ein Mensch hat, sind besonders wichtig. Angenommen der letzte Gedanke richtet sich beim Übergang in die Feinstoffwelt  an die verstorbene Mutter: Wenn die Verbindung sehr stark war und die Mutter sich bis dahin noch nicht inkarniert hat, dann kann der Betreffende seine Mutter in der Feinstoffwelt treffen und die ganze Verwandtschaft. Anschließend können sich alle einer nach dem anderen wieder inkarnieren. Es muss dann nicht so sein, dass die Mutter im nächsten Leben wieder die Mutter ist. Es kann sein, dass sie im nächsten Leben die Schwester ist oder die Vermieterin oder die Frau, zu der er als Aupairmädchen hinkommt. Sie wird auf jeden Fall jemand sein, zu dem er eine gefühlsmäßige Bindung hat. Sie kann auch seine Frau sein oder sogar das Geschlecht wechseln und im nächsten Leben sein Großvater sein. So werden wir immer wieder in wechselnden Beziehungen geboren, wenn wir im Moment des Todes an unsere Familienmitglieder denken.

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08-07 Kommentar Sukadev

Krishna rät Arjuna zu kämpfen. Er verwendet häufig eine kriegerische Sprache, damit Arjuna, der aus der Kriegerkaste kommt, ihn versteht. Wenn Arjuna ein Kaufmann wäre, dann würde Krishna eher in der Sprache eines Kaufmanns zu ihm sprechen. Der Leser wird vermutlich weniger Bezug zur kriegerischen Sprache haben. Man könnte die Worte Krishnas auch umformulieren und sagen: „Bemühe dich.“ Das Denken an Gott geschieht nicht einfach von alleine. Man muss sich anstrengen. Nur dann, wenn wir den Geist fest auf Gott richten, dann kommen wir zu ihm.

08-13 Kommentar Sukadev

Krishna gibt in diesen Versen eine Anleitung, wie man sterben kann. Wenn man merkt, dass man stirbt, ist es gut, die Tore zu verriegeln. Mit den „Toren“ sind die fünf Handlungsorgane und die fünf Wahrnehmungsorgane gemeint. Wenn wir merken, dass wir sterben, vertrauen wir die Welt Gott an. Wir sagen: „Meine Firma, mein Yogacenter, meine Familie, meine Verwandten, meine Yogaschüler, mein Haus, mein Hund, meine Katze und mein Kanarienvogel, vertraue ich dir an. Ich lasse das alles jetzt los. Und ich brauche auch nicht noch einmal zu schauen, was ich alles verpasst habe, sondern ich lasse einfach alles los, verriegele die Tore nach außen.“ Vorher ist es gut, seinen weltlichen Nachlass geregelt zu haben, damit die Nachkommenschaft es einfach hat und keine Erbkriege machen muss.

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