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08-25 Kommentar Sukadev

Die wörtliche Bedeutung dieser Aussage ist: Wenn wir zur Zeit des zunehmenden Mondes sterben, erreichen wir die Selbstverwirklichung. Wenn wir zur Zeit des abnehmenden Mondes sterben, müssen wir wiedergeboren werden.

Wenn wir während den sechs Monaten des nördlichen Weges der Sonne sterben, brauchen wir nicht zurückzukehren. Wenn es der südliche Weg ist, werden wir wieder zurückkehren. Die sechs Monate der nördlichen Sonnenwende beginnen ab Mitte Januar bis Mitte Juli. Wenn man also in dieser Zeit den Körper verlässt, dann kommt man nicht wieder. Wenn man zu anderer Zeit den Körper verlässt, kommt man wieder. Wenn man tagsüber den Körper verlässt, kommt man nicht mehr wieder. Wenn man nachts den Körper verlässt, kommt man wieder. Wenn dabei ein Feuer brennt, kommt man nicht wieder, wenn kein Feuer brennt oder wenn Feuer nur Rauch entwickelt, dann kommt man wieder. So gibt es verschiedene Elemente. Wenn die allezusammen kommen, dann weiß man, ob jemand wiederkommt oder nicht wiederkommt. Interessanterweise war bei Sivananda’s Todestag am der 14. Juli 1963 gerade noch der letzte Tag des nördlichen Weges der Sonne. Er hat gerade noch seinen Körper verlassen, als Tageslicht war. So hatte er einige Kriterien erfüllt, um nicht wiedergeboren zu werden.

Ein paar Wochen vorher hatte jemand gesagt: „Der beste Tag um den Körper zu verlassen wäre der 14.7.1963. Wenn ein Yogi bereit ist seinen Körper zu verlassen, der wird das an diesem Tag, wenn er es irgendwie kann, tun.“

Swami Sivananda hatte tatsächlich Anfang des Jahres 1963 durch seinen indisch-astrologischen Kalender geblättert und hat ein rotes Kreuz auf den 14. Juli gemacht. Keiner im Ashram wusste, warum er das gemacht hatte. Es gab überhaupt keine besondere Veranstaltung im Ashram, die das rechtfertigen würde. Es war aber der Tag, an dem Swamiji seinen physischen Körper verlassen hat. Natürlich schreibt Swami Sivananda in seinen Büchern, dass wir das nicht wörtlich nehmen sollten. Er sagt, dass jeder Schritt eine Ebene, ein Bewusstseinszustand oder der Grad der Reinheit und Erleuchtung sein kann. Je reiner man ist, desto heller strahlt das göttliche Licht. Entlang des gesamten Weges gibt es helle Dinge. Beim Beschreiten dieses Weges erfolgt Erleuchtung, Erkenntnis. Daher heißt er „Der Weg des Lichts“.

Es wäre doch eine interessante Forschungsaufgabe herauszufinden, wann die großen, selbstverwirklichten Heiligen genau gestorben sind. Swami Sivananda gehört zu denen, die tatsächlich Rücksicht auf die indische Astrologie genommen haben und sich den idealen Todeszeitpunkt gemäß der Bhagavad Gita ausgesucht haben. Ob das jedoch alle Meister gemacht haben, weiß ich nicht. Im Mahabharata gibt es einen Meister namens Bhishma. Er hatte die Gabe sich auszusuchen, wann er stirbt. Als er tödlich verwundet war, hat er noch viele Monate auf einem Bett von Pfeilen ausgeharrt, bis endlich die Sonne wieder den nördlichen Weg beschritten hat und der Mond zunehmend und es Tag war. Erst zu diesem Zeitpunkt hat er den Körper verlassen.

Swami Vishnu hatte uns gesagt, wir sollten das nicht zu wörtlich nehmen. Es wäre schon so, dass die meisten Menschen morgens zwischen drei und sechs Uhr sterben, zu Brahmamuhurta, der Zeit, in der der Übergang in die Feinstoffwelt am leichtesten fällt. Das ist auch der Grund warum man zwischen halb vier und sechs Uhr meditieren sollte. Man könnte auch behaupten, da niemand beim Meditieren stirbt, senkt das auch die Wahrscheinlichkeit zu sterben, wenn man in dieser Zeit meditiert. Vom yogischen Standpunkt aus betrachtet ist es eine Zeit, wo man am leichtesten von der physischen zur astralen Welt wechseln kann, die Zeit, die am besten zum Meditieren und zum Sterben ist.

Wenn wir es aber nicht ganz so wörtlich nehmen, heißt es: Wenn wir dem Licht folgen, kommen wir zum Höchsten. Wenn wir dem Rauch und der Dunkelheit folgen, kommen wir in eine andere Richtung. Das gilt auch, wenn wir unterscheiden wollen, ob uns ein Deva (Engel) oder ein Preta (erdgebundener Geist) führen möchte. Ein Preta ist eher fahl, grau, dunkel und der Deva ist eher strahlend und hell. Dem sollte man dann folgen. Sonne und Mond gelten auch als Symbole für Astralwelten. Auch dort gibt es dann jeweils hellere und dunklere. Also wenn man stirbt und dort Lichter sieht, muss man schauen, welches Licht das Strahlend, das Hellste ist. Dort sollte man hingehen, auch wenn man von etwas anderem angezogen wird. Wenn man es nicht aus der eigenen Gedankenkraft schafft, dorthin zu folgen, wiederholt man ein Mantra sehr klar. Das Mantra hat dann die Kraft, einem zum Licht zu führen.

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