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09-11 Kommentar Sukadev

Krishna spricht über die verschiedenen Aspekte Gottes.

Der Aspekt der schöpft, erhellt und auflöst. Der Aspekt, der transzendent ist und stets unberührt bleibt.

Der Avatar, der immer wieder auf die Erde kommt und menschliche Gestalt annimmt.

Und letztlich jeder Mensch, der eine Manifestation Gottes ist.

Deutlich wird das Grundkonzept des Avatars vielleicht am Beispiel von Jesus Christus, der im Christentum als wahrer Mensch und wahrer Gott bezeichnet wird. Wahrer Mensch heißt: Er ist beschränkt wie ein Mensch, muss essen, trinken, auf die Toilette gehen und wird auch mal eine Erkältung haben. Es gibt ein Bild von Jesus (gemalt von Max Ernst), auf denen Maria ihm mal einen Klaps auf den Hintern gegeben hat. Es gibt Aussagen in der Bibel, wo Jesus auch verzweifelt gefragt hat: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Matth. XXVII, 46) oder „Bitte, lieber Gott, lass diesen Kelch an mir vorüber gehen.“ (Matth. XXVI 39) und „Nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe.“(Lukas XXII 42) Andererseits konnte er außergewöhnliche Wunder bewirken. Er war ein wahrer Gott und ein wahrer Mensch.

Im weiteren Sinne (nicht in der Form eines Avatars) ist jeder Mensch eine Manifestation Gottes. Wir sind Teil des kosmischen Universums. Kein Mensch ist getrennt und isoliert von anderen. Wir sind alleverbunden, wir sind Teil des Kosmos. Und auf einer sehr tiefen Ebene sind wir Brahman – das Göttliche hinterallem. Und dann sind wir auch wieder Individuum, welches gleichzeitig Mensch ist und Teil einer göttlichen Natur. All das ist eine königliche Wissenschaft, ein königliches Geheimnis.

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