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09-18 Kommentar Sukadev

Wir können Gott sehen als den Erhalter, den Gerechten, der die Welt erhellt. Er ist der Herr der Welt. Wir können sagen: „Ich bin dein Diener“. Gott ist der Beobachter. Gott ist hinter allem. Gott ist die Wohnstätte, in der wir wohnen. Wir können zu Gott stets Zuflucht suchen. Wir können Gott als unseren Freund behandeln. Wir können Gott unser Herz ausschütten. Wir können Gott um Rat bitten.

Wir können auch mit Gott schimpfen. Habt ihr das schon mal gemacht? Man kann ihm sagen: „Jetzt hast du mir vorher die Aufgabe gegeben. Ich habe sie mit viel Engagement und Mühe auf mich genommen, und alles geht schief.“ Swami Vishnu-devananda hat uns ermutigt, auch so zu Gott zu sprechen. Shri Karthikeyan hat auch mal gesagt: Angenommen, man ist Angestellter in einem Unternehmen und Dinge gehen schief, dann geht man zum Chef. Und angenommen, alles geht schief? Für den Angestellten ist das nicht so schlimm. Der Chef hat mehr Probleme. Natürlich wird ein guter Angestellter auch verantwortungsbewusst handeln. Aber letztlich sagt er zu sich selbst: „Der Chef ist verantwortlich.“ Und so ähnlich können wir uns vorstellen, dass wir Angestellte Gottes oder auch Diener Gottes sind, und Gott der Chef ist. Es ist seine Aufgabe, uns richtig einzusetzen und uns zu sagen, was er von uns will. Es ist natürlich auch die Aufgabe des Dieners und des Angestellten, sein Bestes zu geben. Aber wenn es nachher schief geht, ist es Gottes Verantwortung. Gott ist der Ursprung, aus dem alles kommt. Gott ist aber auch die Auflösung. Alles, was einen Anfang hat, hat ein Ende. Und wenn die Dinge sich auflösen, ist es nicht bösartiges Geschehen oder der Teufel persönlich, sondern es ist auch Gott. Gott ist Brahma (Schöpfer), Vishnu (Erhalter) und Shiva (Zerstörer). Gott ist die Grundlage, Gott ist die Schatzkammer. Und der unvergängliche Same, eben das, was der Ursprung vonallem ist.

Über jeden dieser Verse könnte man eine Woche meditieren, was ich euch auch empfehlen möchte. Ihr könntet z.B. ein Jahr lang oder 2 Jahre lang, jeden Tag einen Vers der Bhagavad Gita lesen und versuchen diesen Vers am Tag zu leben. Den Vers sozusagen als Motto des Tages zu nehmen. Auf diese Weise versteht man die Bhagavad Gita sehr tief.

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