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09-05 Kommentar Sukadev

Swami Krishnananda hat ein Buch mit dem Titel: „Kingly Secret, Kingly Sience“ geschrieben. Soviel ich weiß, gibt es das Buch nur auf Englisch und ihr könnt es auf der Website der Life Divine Society finden. In diesem Buch kommentiert und interpretiert er auf über circa 200 Seiten allein das 9. Kapitel der Bhagavad Gita. Daran kann man erkennen, wie komplex dieses 9. Kapitel ist.

„Auch existiert in Wahrheit kein Wesen in Mir.“

Das heißt: Gott ist ewig und unendlich. Wir sind nicht ein Einzelwesen, das in Gott ruht, sondern wir sind in Wahrheit Gott selbst. Wir können nicht sagen, es gibt dort einen Gott und dieser Gott hat tausend Einzelseelen und gleichzeitig sagen, dass wir alle Gott sind.

Bhakti Yogis verwenden oft das Bild einer Mutterkatze, an deren Zitzen die kleinen Kätzchen saugen. Gott ist die Mutterkatze und wir sind die kleinen Kätzchen. Gott kümmert sich um uns.

Raja und Jnana Yogis verwenden eher das Bild eines Affenbabys. Das Affenbaby muss sich an der Mutter festhalten, wenn sie von Baum zu Baum springt. Hält es sich nicht ausreichend gut fest, fällt es runter. Meist überleben die Babys diese Stürze, aber auch nicht immer.

Zwischen diesen zwei Wegen besteht ein großer Unterschied:

Die Katzenbabys müssen nur maunzen, dann kommt die Mutter (Gott), packt sie am Genick und trägt sie dorthin, wo sie hinwollen. Bei den Affenbabys müssen die Affenbabys selbst für ihr Fortkommen sorgen.

Krishna verwendet in diesem Vers ein Bhakti Yoga Bild. „Alle Wesen existieren in Mir oder mindestens bei Mir.“ Wir sind wie die Katzenbabys an den Zitzen der Mutterkatze Gott. Dann versteht man auch seine Aussage „Die Wesen sind in oder an Mir“ besser: „Ich bin die Mutterkatze, bin aber nicht wirklich in den Wesen.“ Das ist nur eine relative Vorstellung, die uns hilft, Bhakti zu entwickeln. In Wahrheit existieren die Wesen nicht in Gott, sondern Gott ist Eins mit diesen Wesen. Mein Selbst ist die Ursache der Wesen, der Urgrund der Wesen. „Mamatma bhuta-bhavanah“ – Mein eigenes Selbst ist „bhavana“, das Tiefste der Wesen.

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