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09-07 Kommentar Sukadev

Kalpa bedeutet übersetzt „Zeitalter“. Krishna beschreibt hier auf der relativen Ebene, dass es mal ein Universum gibt und mal kein Universum gibt. Die westlichen Physiker streiten sich immer weiter über die Fragen: „Wie ist die Welt entstanden? Wird sie ewig bestehen oder geht sie irgendwann unter?“ Die Inder hingegen haben schon immer ein zyklisches Denken gehabt: Sie gingen davon aus, dass es alle möglichen Kalpas gibt. Zwei Kalpas dauern einen Tag und eine Nacht Brahmas, nämlich 8.640.000.000 Jahre, und solange soll ein Schöpfungszyklus dauern. Dies deckt sich nicht ganz mit der westlichen Astronomie, nach der das Universum so um die 15 bis 30 Milliarden Jahre alt sein soll (Stand der Wissenschaft im Jahr 2005). Interessant daran ist aber, dass es schon ungefähr die gleiche Größenrichtung hat. Am Ende hört es mit einem Kalpa auf – es hört aber nicht wirklich alles auf- sondern es fängt wieder von Neuem an, denn es ist erst ein Tag und eine Nacht Brahmas. Und ein Brahma hat insgesamt 365 Tage für ein Jahr und wird 100 Jahre alt. Das ist der große Schöpfungszyklus, der nach dieser Chronologie 311.040.000.000.000 Jahre dauert. Und danach, wenn der zu Ende ist, ist das Leben eines Brahmas zu Ende und es beginnt ein neues. Das ist die relative Ebene.

Warum erzählt uns Krishna das? Was interessiert uns das, wo wir doch in unseren 100 Jahren ausreichend viele Probleme haben? Krishna möchte uns aus der Froschperspektive herausholen und zeigen, dass jedes unserer kleinen Probleme wenig spektakulär ist. Er möchte, dass wir unser „Sturm-im-Wasserglas“-Denken beenden.

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