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08-04 Kommentar Sukadev

Gott ist Adhibhutam, die Essenz der Elemente. Krishna hat im siebten Kapitel über die verschiedenen Teile der vergänglichen Welt gesprochen. Hier ergänzt er, dass er Adhibhuta, die Essenz der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther ist. Mit anderen Worten: Das physische Universum ist die vergängliche Natur Gottes. Wir können nicht sagen: Hier ist die böse Welt. Da ist der gute Gott. Sondern: „Vasudeva sarvam iti“ „Alles ist wahrhaftig Gott“ (Bh G VII 19). Oder auch „Sarvam kalvidam brahman“, „Alles ist wahrhaftig Brahman“. Gott ist auch in den Elementen. Wir können Gott in der manifesten Natur erkennen und erfahren.

Gott ist auch Adhidaiva. Adhidaiva heißt „Essenz der göttlichen/feinstofflichen Welt“. Diese göttliche Welt gehört letztlich auch zu Purusha. Gott ist die Seele auch hinter allen feinstofflichen Welten.

„Und ich allein bin Adhiyajna, hier in diesem Körper, Oh Bester unter den Verkörperten.“

Adhiyajna heißt „Essenz des Opfers“. Wann immer wir spirituelle Rituale (Yajna) ausführen, wollen wir Gott erfahren. Letztlich ist jede Handlung eine Art Opfer (Yajna), und hinter jeder Handlung steht Gott. Wenn wir etwas tun wollen, dann müssen wir z.B. den Arm bewegen. Dazu ist es nötig, verschiedene Schritte einzuleiten: Auf der physiologischen Ebene aktivieren wir Muskeln, Nervenimpulse werden gegeben, damit Kalziumionen aktiviert werden, Glukose muss verbrannt werden, ATP in ADP umgewandelt werden und dann Kreatinphosphat genutzt werden, um ADP in ATP wieder rückzuverwandeln. All diese Schritte sind zum Heben des Armes notwendig. Was wir dafür opfern, ist Brennstoff. Und derjenige, der hinter all diesen Opfern, also hinter allem, was wir tun steht, ist letztlich wieder Krishna, also Gott. Auch der Handelnde ist Krishna oder Gott. Auch wenn wir selbst denken: „Ich tue dies, ich tue jenes.“ In Wahrheit tue ich gar nichts bzw. das Ich ist das gleiche wie Gott.

Damit sagt Krishna: Gott ist das physische Universum außerhalb von uns. Gott ist die astrale und kausale Welt außerhalb von uns. Gott ist die Weltenseele. Gott ist auch das, was in mir ist. Gott ist hinter allem, was ich tue. Und er hatte vorher gesagt: So sollten wir Gott erkennen und dann erkennen wir Gott auch in der Stunde des Todes mit festem Geist.

Du kannst jetzt einen Moment innehalten und dir bewusst werden: Alles ist Gott. Was du jetzt siehst, hörst oder riechst, all das ist Gott (Gott als Adhibhuta). Das, was du im Inneren deines Herzens fühlst, ist Gott (Gott als Adhidaiva). Und das was hinter all deinen Handlungen steckt, ist auch Gott (Gott als Adhiyajna).

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