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02-19 Wort-für-Wort Übersetzung

yaḥ – wer
enam – diesen (Verkörperten, das Selbst)
vetti – hält
hantāram – für den Tötenden
yaḥ – wer
ca – und
enam – diesen
manyate – hält
hatam – für den Getöteten
ubhau – beiden
tau – diese
na – nicht
vijānītaḥ – erkennen (ihn wahrheitsgemäß)
na – weder
ayam – er
hanti – tötet
na – noch
hanyate – wird er getötet

02-20 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
jāyate – wird geboren
mriyate – stirbt
vā – oder
kadācit – irgendwann
na – nicht
ayam – dieser (Verkörperte, das Selbst)
bhūtvā – nachdem er geworden, zur Existenz gekommen ist
bhavitā – wird werden, sein
vā – oder
na – nicht
bhūyaḥ – von neuem
ajaḥ – ungeborene
nityaḥ – ewige
śāśvataḥ – beständige
ayam – dieser
purāṇaḥ – Uralte
na – nicht
hanyate – wird getötet
hanyamāne – selbst wenn getötet wird
śarīre – der Körper

02-20 Kommentar Swami Sivananda


Dieses Selbst (der Atman) unterliegt nicht den sechs Formen der Veränderung, Bhava-Vikaras, Geburt, Sein, Wachstum, Reife, Veränderung, Verfall und Tod. Da Es unteilbar ist (Akhanda), verringert Es sich nicht an Größe. Weder wächst Es, noch verfällt Es. Es ist immer gleich. Geburt und Tod betreffen nur den physischen Körper. Geburt und Tod können das unsterbliche, alldurchdringende Selbst nicht berühren.

02-21 Wort-für-Wort Übersetzung

veda – erkennt
avināśinam – als unzerstörbar
nityam – ewig
yaḥ – wer
enam – diesen (Verkörperten, das Selbst)
ajam – ungeboren
avyayam – unvergänglich
katham – wie
saḥ – dieser
puruṣaḥ – Mensch
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
kam – wen
ghātayati – lässt töten
hanti – tötet er
kam – wen

02-22 Wort-für-Wort Übersetzung

vāsāṃsi – Kleider
jīrṇāni – abgetragene
yathā – wie
vihāya – abgelegt habend
navāni – neue
gṛhṇāti – anlegt
naraḥ – ein Mensch
aparāṇi – andere
tathā – ebenso
śarīrāṇi – Körper
vihāya – verlassen habend
jīrṇāni – alte
anyāni – andere
saṃyāti – betritt
navāni – neue
dehī – der Verkörperte (das Selbst)

02-23 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
enam – diesen (Verkörperten, das Selbst)
chindanti – zerschneiden
śastrāṇi – Waffen
na – nicht
enam – diesen
dahati – verbrennt
pāvakaḥ – das Feuer
na – nicht
ca – und
enam – diesen
kledayanti – befeuchten
āpaḥ – die Wasser
na – noch
śoṣayati – trocknet aus
mārutaḥ – der Wind

02-24 Wort-für-Wort Übersetzung

acchedyaḥ ­- unzerschneidbar
ayam – dieser (Verkörperte, das Selbst)
adāhyaḥ – unverbrennbar
ayam – er (ist)
akledyaḥ – unbefeuchtbar
aśoṣyaḥ – nicht auszutrocknen
eva – gewiss
ca – und
nityaḥ – ewig
sarvagataḥ – alldurchdringend
sthāṇuḥ – feststehend
acalaḥ – unbeweglich
ayam – er (ist)
sanātanaḥ – unvergänglich

02-24 Kommentar Sukadev

Zuerst argumentiert Krishna vom Jnana Yoga Standpunkt, von der Vedanta  Philosophie aus. Doch nun beginnt er seinen Argumentationsstandpunkt zu verändern. Er bemerkt, dass Arjuna mit den Gedanken abdriftet, wie dessen Gesichtsausdruck langsam ausdruckslos wird. Es ist eine Erfahrung, die alle großen Yogameister machen, wenn sie einen längeren Vortrag über Vedanta halten. Die Zuhörer driften ihnen ab.

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02-24 Kommentar Swami Sivananda

Das Selbst ist sehr subtil. Es kann von Sprache und Geist nicht erfaßt werden. Es ist sehr schwierig, dieses subtile Selbst zu verstehen. So erklärt Shri Krishna die Natur dieses unsterblichen Selbst auf verschiedenste Weise, mit den unterschiedlichsten Ausschmückungen und Beispielen, damit die Menschen Es erfassen können. Das Schwert kann dieses Selbst nicht schneiden. Also ist Es ewig. Da Es ewig ist, ist Es alldurchdringend. Da Es alldurchdringend ist, ist es fest wie ein Monument. Da Es fest ist, ist Es unbeweglich. Es ist fortdauernd. Daher gibt es keine Ursache für sein Entstehen. Es ist nicht neu. Es ist uralt.