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02-19 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 2. Kapitel, 19. Vers: Sei friedfertig, aber sei dir bewusst, dass du nicht leben kannst, ohne andere auch zu verletzen

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„Weder der weiß, der das Selbst für den Tötenden hält, noch der, der meint, Es werde getötet. Das Selbst tötet nicht und wird auch nicht getötet.“

Ein hoher Wert im Yoga ist Ahimsa, Nicht-Verletzen. Es heißt auch, Ahimsa Parama Dharma, Nicht-Verletzen ist die höchste Tugend. Aber das ist nicht so einfach. Letztlich, vollkommenes Ahimsa ist in der äußeren Welt nicht möglich. Schon wenn du durch einen Rasen gehst, auf die Wiese gehst, wirst du einige Insekten verletzen. Wenn du ein- und ausatmest, verletzt du Bakterien und Viren. Wenn du mit Menschen zusammen bist und versuchst, freundlich zu sein, werden Menschen manches als scheinheilig interpretieren. Wenn du anderen Gutes tust, werden Menschen denken, dass du irgendwelche Hintergedanken hast. Wenn du probierst, dich für das Gute einzusetzen, wirst du Menschen finden, die das nicht mögen. Egal, was du anstellst, es wird Menschen geben, die du verletzt. Und die ganz großen Wohltäter der Menschheit, wie Mahatma Gandhi, wie Krishna, wie Buddha, wie Jesus, sind auf alle möglichen Widerstände gestoßen. Andere haben sich von ihnen angegriffen gefühlt. Und manche der großen Menschheitslehrer, ja sogar der Inkarnationen Gottes, wurden von Menschenhand gar getötet.

So, nimm nicht an, dass du eine perfekte Handlung machen kannst. Übe Ahimsa, Nicht-Verletzen, so gut, wie du kannst. Hilf anderen Menschen so gut, wie du kannst. Lerne Regeln der zwischenmenschlichen Kommunikation, wie z.B. die gewaltfreie Kommunikation. Lerne, dich in andere hineinzuversetzen. Probiere alles, was du kannst, um anderen zu helfen und zu dienen, aber sei dir bewusst, es ist nicht möglich, zu leben, ohne andere zu verletzen. Daher, tue es so gut, wie du kannst und sei freundlich auch zu dir selbst.

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