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02-06 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
ca – und
etat – das
vidmaḥ – wir wissen
katarat – was von beidem
naḥ – für uns
garīyaḥ – ehrenvoller (ist)
yat – wenn
vā – entweder
jayema – wir sollten siegen
yadi – wenn
vā – oder
naḥ – uns
jayeyuḥ – sie sollten besiegen
yān eva – welche
hatvā – getötet habend
na – nicht mehr
jijīviṣāmaḥ – wir würden leben wollen
te – diese
avasthitāḥ – stehen
pramukhe – (uns) gegenüber
dhārtarāṣṭrāḥ – Söhne Dhṛtarāṣṭras

02-06 Kommentar Sukadev

Der Kampf auf dem Schlachtfeld steht symbolisch für viele Situationen. Glücklicherweise ist niemand von uns in der Situation, dass er über einen Krieg zu entscheiden hätte. Und ich hoffe, dass wir über so etwas niemals entscheiden müssen. Der deutsche Bundestag musste irgendwann mal entscheiden, ob er Truppen in den Kosovo oder nach Afghanistan entsenden wollte. Dies war keine leichte Entscheidung. Menschen, die zum Teil Jahre und Jahrzehnte für bedingungslosen Pazifismus gekämpft haben, dafür demonstriert haben, haben entschieden, Heere und Truppen dorthin zu entsenden. Es war eine äußerst schwierige Situation und es ist schwierig zu beantworten, was wirklich richtig oder falsch wäre. Dies ist ein Beispiel, derer es viele gibt.

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02-07 Devanagari Bhagavad Gita 2. Kapitel 7. Vers

कार्पण्यदोषोपहतस्वभावः
पृच्छामि त्वां धर्मसंमूढचेताः |
यच्छ्रेयः स्यान्निश्चितं ब्रूहि तन्मे
शिष्यस्तेऽहं शाधि मां त्वां प्रपन्नम् || २ ७ ||

02-07 Wort-für-Wort Übersetzung

kārpaṇya-doṣa-upahata-svabhāvaḥ – mein Wesen (svabhāva) ist vom Makel (doṣa) des Mitleids (kārpaṇya) 
      überwältigt (upahata)            
pṛcchāmi – ich frage
tvām – dich
dharma-saṃmūḍha-cetāḥ – mein Geist (cetas) ist verwirrt (saṃmūḍha) hinsichtlich der Pflicht (dharma)
yat – was
śreyaḥ – besser
syāt – wäre
niścitam – mit Entschiedenheit
brūhi – sage
tat – das
me – mir
śiṣyaḥ – Schüler
te – dein
aham – ich (bin)
śādhi – lehre
mām – mich
tvām – dich
prapannam – um Hilfe ersuchenden

02-08 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
hi – denn
prapaśyāmi – ich sehe
mama – meine
apanudyāt – vertreiben könnte
yat – was
śokam – Sorge
ucchoṣaṇam – (dieses) Verdorren, Verbrennen
indriyāṇām – der Sinne
avāpya – erlangt habend, wenn ich erlangte
bhūmau – auf Erden
asapatnam – unangefochtene
ṛddham – blühende
rājyam – Königsherrschaft
surāṇām – über die Götter
api – sogar
ca – und
ādhipatyam – Oberherrschaft

02-09 Wort-für-Wort Übersetzung

saṃjayaḥ – Saṃjaya
uvāca – sprach
evam – so
uktvā – gesprochen habend
hṛṣīkeśam – zu Hṛṣīkeśa „Herr über die Sinne“ (Kṛṣṇa)
guḍākeśaḥ – der „Dickhaarige“ (Arjuna)
paraṃtapaḥ – Verbrenner der Feinde
na – nicht
yotsye – ich werde kämpfen
iti – so
govindam – zu Govinda (Kṛṣṇa)
uktvā – nachdem er sagte
tūṣṇīm – still
babhūva ha – wurde

02-10 Wort-für-Wort Übersetzung

tam – zu dem
uvāca – sprach
hṛṣīkeśaḥ – Hṛṣīkeśa „Herr über die Sinne“ (Kṛṣṇa)
prahasan – lächelnd
iva – gleichsam
bhārata – oh Nachkomme Bharatas
senayoḥ – Heere
ubhayoḥ – der beiden
madhye – inmitten
viṣīdantam – Verzweifelten
idam – diese
vacaḥ – Worte

02-11 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
aśocyān – die nicht zu Betrauernden
anvaśocas – betrauerst
tvam – du
prajñā-vādān – Worte der Weisheit (prajñā)
ca – aber
bhāṣase – sprichst du
gata-asūn – die Toten („deren Leben bereits vergangen ist“)
agata-asūn – die Lebenden („deren Leben noch nicht vergangen ist“)
ca – und
na – nicht
anuśocanti – betrauern
paṇḍitāḥ – die Weisen

02-11 Kommentar Swami Sivananda

Mit diesem Vers beginnt die Philosophie der Gita.
Man braucht sich um Bhishma und Drona nicht zu sorgen, denn ihre wahre Natur ist ewig und sie sind tugendhafte Menschen von tadellosem Verhalten. Obwohl du weise Worte sprichst, bist du unweise, denn du sorgst dich um die, die in Wahrheit ewig sind und keiner Sorge bedürfen. Wer das Selbst kennt, ist weise. Er sorgt sich weder um die Lebenden noch um die Toten, denn er weiß, daß das Selbst unsterblich ist, und daß es nicht geboren wurde.
Er weiß auch, daß es so etwas wie den Tod nicht gibt, daß er eine Trennung von Astralkörper und physischem Körper ist, daß der Tod nichts anderes ist als eine Auflösung von Materie, und daß die fünf Elemente, aus denen sich der Körper zusammensetzt, zu ihrer Quelle zurückkehren.
Arjuna hat vergessen, daß die Seele in ihrer Natur ewig und der Körper veränderlich ist. Bedingt durch seine Unwissenheit, begann er so zu handeln, als wären die zeitlich begrenzten Verbindungen mit den Verwandten, den Lehrern, usw. von Dauer. Er vergaß, daß seine Beziehungen zu dieser Welt in seinem gegenwärtigen Leben das Ergebnis seiner vergangenen Handlungen sind. Wenn sich diese erschöpft haben, endet jede Beziehung und neue entstehen, wenn ein neuer Körper angenommen wird.
Die Auswirkung vergangener Handlungen bezeichnet man als Karma, und der Teil des Karma, der zur gegenwärtigen Inkarnation geführt hat, heißt Prarabdha Karma.

02-12 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
tu – doch
eva – gewiss
aham – ich
jātu – jemals
na – nicht
āsam – existierte
na – noch
tvam – du
na – noch
ime – diese
jana-adhipāḥ –  Herrscher
na – nicht
ca eva – und
na – nicht
bhaviṣyāmaḥ – werden existieren
sarve – alle
vayam – wir
ataḥ param – hiernach, in Zukunft