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02-18 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 2. Kapitel, 18. Vers: Bemühe dich und sei tapfer

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„Es heißt, diese Körper, die das ewige, unzerstörbare und unermessliche Selbst umgeben, hätten ein Ende. Daher kämpfe, oh Arjuna.“

Der Körper ist vergänglich, das ist ganz offensichtlich. Der Körper wurde irgendwann geboren, er wurde größer, er wurde vom Baby zum Kleinkind, zum Kind, zum Jugendlichen, zum Erwachsenen und als Erwachsener wiederum geht der Körper durch verschiedene Transformationsprozesse hindurch. Und hinter all dieser Veränderung des Körpers bleibt etwas gleich, nämlich das unzerstörbare, das unermessliche, das ewige Selbst.

Sei dir immer wieder bewusst, du bist nicht der Körper, du bist das unendliche, das ewige Selbst. Und aus dieser Bewusstheit, dass alles in dieser Welt vergänglich ist und dass, egal, was du machst, du nicht wirklich sterben kannst, kannst du Kraft schöpfen, du kannst Bewusstheit schöpfen, du kannst aus dieser Bewusstheit handeln und so tiefen Frieden erfahren. Wenn du weißt, dass alles Äußere vergänglich ist, dann brauchst du auch keine Ängste zu haben, dass das, was du tust, vielleicht irgendetwas Vergängliches schlecht beeinflussen wird. Und wenn du weißt, dass du selbst in Wahrheit unendlich, ewig, unsterblich bist, eins mit dem Göttlichen, brauchst du wieder keine Angst davor zu haben, Fehler zu machen. Fehler gehören dazu. Immer wieder wirst du merken, dass du das eine oder andere nicht so gut tust. Immer wieder wird dir kommen, dass du etwas hättest besser machen können. Manchmal wird dein Verhalten auch für andere, deine Mitmenschen, die für dich so wichtig sind, schädlich sein. Manchmal bereust du Dinge. Aber vor dem Hintergrund, dass hinter allem das Göttliche ist, brauchst du keine Angst zu haben. Du kannst dich bemühen, du kannst tapfer sein. In dieser Welt ist es nicht möglich, vollkommen zu handeln. In dieser Welt gibt es immer wieder Fehler, die du machst. Mache Dinge so gut, wie du kannst. Nimm in Kauf, dass diese äußere Welt, äußerlich betrachtet, unvollkommen ist, dass du dir öfters auch die Hände vielleicht schmutzig machst. Habe hohe Ideale, handle so gut, wie du kannst, aber lasse dann los und sei dir bewusst, hinter allem ist das gleiche ewige Unendliche.

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