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03-16 Kommentar Swami Sivananda

Das ist das Rad der Handlung, das der Schöpfer unter Zugrundelegung von Veda und Opfer in Bewegung gesetzt hat. Wer dem Rad nicht folgt durch das Studium der Veden und die Ausführung der darin beschriebenen Opfer, sondern nur in Sinnesfreuden schwelgt, lebt umsonst. Er vergeudet sein Leben. Er lebt in der Tat ein wertloses Leben. Wer nicht nach diesem Gesetz lebt und selbstsüchtigt ist, sündigt. Er übertritt das Gesetz des Schöpfers und das ist die schlimmste Sünde.

03-18 Kommentar Swami Sivananda

Der Weise, der sich so im Selbst erfreut, gewinnt nichts durch das Ausführen irgendwelcher Handlungen. Für ihn dient die Handlung tatsächlich keinem Zweck. Kein Übel (Pratyavaya Dosha) erwächst ihm, wenn er nicht handelt. Er verliert nichts, wenn er nicht handelt. Er braucht sich an niemanden zu wenden, um etwas zu erhalten. Er braucht sich nicht um jemandes Gunst zu bemühen.

03-25 Kommentar Swami Sivananda

Der Unwissende arbeitet in der Erwartung von Früchten. Er sagt: »Ich werde dieses oder jenes tun und daraus diesen oder jenen Ertrag haben.« Aber der Weise, der das Selbst kennt, dient nicht aus Eigennutzen. Er muß so handeln, daß die Welt Frieden, Harmonie, Reinheit des Herzens, göttliches Licht und Erkenntnis findet, wenn sie seinem Beispiel folgt. Ein Weiser ist der, der das Selbst kennt. (Vgl. II.64, III.19, XVIII.49)

03-27 Kommentar Swami Sivananda

Prakriti, Pradhana, die Natur, ist der Zustand, in dem die drei Gunas, Sattva, Rajas und Tamas, in ausgewogenem Zustand vorhanden sind. Wenn dieses Gleichgewicht gestört wird, beginnt die Schöpfung; Körper, Sinne, Geist, usw. entstehen. Der durch Ichbewußtsein verwirrte Mensch meint, das Selbst wäre der Körper, der Geist, die Lebenskraft und die Sinne und schreibt dem Selbst alle Attribute des Körpers und der Sinne zu. Aus Unwissenheit denkt er: »Ich bin der Handelnde«. In Wirklichkeit führen die Gunas der Natur alle Handlungen aus. (Vgl.III.29; V.9,10; XIII.21,24,30,32; XVIII.13,14)

03-28 Kommentar Swami Sivananda

Wer die Wahrheit kennt, nämlich daß sich das Selbst gänzlich von den drei Gunas und den Handlungen unterscheidet, verhaftet sich nicht an die Handlungen. Wer die Wahrheit über die Bereiche der Gunas und ihre jeweiligen Funktionen kennt, versteht, daß sich die Eigenschaften als Sinnesorgane zwischen den Eigenschaften als Sinnesobjekten bewegen. Daher ist er an die Handlungen nicht verhaftet. Er weiß: »Ich bin Akarta – ich handle nicht.« (Vgl. XIV.23)

03-29 Kommentar Swami Sivananda

Unwissende Menschen handeln in Erwartung von Früchten. Weise Menschen mit Selbsterkenntnis dürfen nicht den Glauben, die Überzeugung oder das Vertrauen solch unwissender Menschen verwirren. Wenn sie ihren Geist unsicher machen, werden sie zu handeln aufhören und dem Müßiggang zum Opfer fallen. Sie werden ein untätiges Leben führen. Die Weisen müssen sie zu Anfang ermutigen, Sakama Handlungen auszuführen (Handlungen um ihrer Früchte willen). Die Weisen müssen eine Umkehr im Geist der Unwissenden herbeiführen, indem sie sie allmählich über Karma Yoga (Yoga des selbst- und wunschlosen Handelns) und seinen Nutzen aufklären, nämlich die Reinigung des Herzens, die zur Erlangung von Selbstverwirklichung führt.

03-34 Kommentar Swami Sivananda

Jeder Sinn empfindet gegenüber Angenehmem Anziehung und Abneigung gegen Unerfreuliches. Wenn man diese beiden Ströme, Zu- und Abneigung, beherrschen kann, wird man nicht unter den Einfluß dieser beiden Tendenzen kommen. Hier ist Raum für persönliche Anstrengung, Purushartha. Die Natur, die die Summe aller Samskaras, der latent vorhandenen Eindrücke aus früheren verdienst- oder nichtverdienstvollen Handlungen eines Menschen enthält, die unwillkürlich wirksam werden, zieht ihn durch die beiden Ströme, Anhaftung und Abneigung, in ihren Lauf. Wenn man diese beiden Ströme beherrschen kann, wenn man sich über den Einfluß von Zu- und Abneigung mittels Unterscheidungskraft und Vichara, richtiges Befragen, zu erheben vermag, kann man die Natur bezwingen und Unsterblichkeit und ewige Seligkeit erlangen. Man wird nun nicht mehr länger seiner Natur unterworfen sein. Man muß stets bemüht sein, sich von Anhaftung und Abneigung gegenüber den Sinnesobjekten zu befreien.

03-35 Kommentar Swami Sivananda

Es ist in der Tat besser für einen Menschen, in Ausübung der eigenen Pflicht zu sterben, auch wenn dies keinen Gewinn verheißt, als zu leben und eine fremde Pflicht aufs beste zu erfüllen. Denn die fremde Pflicht hat Fallstricke. Die Pflicht eines Kshatriya ist es, in einem gerechten Kampf zu kämpfen. Arjuna muß kämpfen. Das ist seine Pflicht. Auch wenn er in der Erfüllung seiner Pflicht stirbt, ist es für ihn besser. Er wird den Himmel erreichen. Er darf nicht eine fremde Pflicht erfüllen. Das bringt ihm Gefahren. Er darf nicht aufhören zu kämpfen und den Pfad der Entsagung einschlagen. (Vgl. XVIII.47)

03-39 Kommentar Swami Sivananda

Manu sagt: »Der Wunsch kann durch den Genuß von Gegenständen niemals zufriedengestellt oder gekühlt werden. Sondern so wie Feuer noch höher lodert, wenn es mit Ghee (geschmolzener Butter) und Holz gespeist wird, wächst er weiter, je mehr er sich an den Objekten der Vergnügen speist. Sollten alle Nahrungsmittel der Erde, alle Edelmetalle, alle Tiere und alle schönen Frauen Eigentum eines einzigen Menschen werden, der diesen Wunsch hegte, würde das alles ihm doch keine Zufriedenheit bringen können.«

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04-06 Kommentar Swami Sivananda

Der Mensch ist durch Karma gebunden. Also wird er geboren. Er unterliegt dem Zugriff der Natur. Er wird von den drei Eigenschaften der Natur getäuscht, wohingegen der Herr die Maya vollkommen beherrscht. Er herrscht über die Natur und ist daher nicht den Eigenschaften der Natur unterworfen. Es scheint, als wäre Er durch Seine eigene Maya oder verschleiernde Kraft geboren und verkörpert, so ist es aber in Wirklichkeit nicht. Natürlich ist Seine Verkörperung nur scheinbar. Sie kann Seine wahre göttliche Natur nicht im mindesten berühren. (Vgl.IX.8)

04-07 Kommentar Swami Sivananda

Dharma ist das, was Stütze und Halt bietet. Es gibt im Deutschen dafür keinen wirklich entsprechenden Begriff. Das, was dem Menschen hilft, Moksha, die Rettung, zu erlangen, ist Dharma. Was einen Menschen unreligiös oder sündhaft macht, ist Adharma. Was den Menschen erhebt und ihm hilft, das Ziel seines Lebens zu erreichen und Wissen zu erlangen, ist Dharma; was ihn hinunterzieht und in den Abgrund von Weltlichkeit und Unwissenheit schleudert, ist Adharma.

04-08 Kommentar Swami Sivananda

Sadhunam: Die Guten, die ein rechtschaffenes Leben führen, die ihren Körper zum Dienst an der Menschheit einsetzen, die frei sind von Selbstsucht, Lust und Habgier und ihr Leben der Kontemplation über das Göttliche widmen. Dushkritam: Übeltäter, die ein sündhaftes Leben führen, die Gesetze der Gesellschaft brechen, selbstgefällig, unaufrichtig und habsüchtig sind, andere beleidigen, sich gewaltsam der Habe anderer bemächtigen und alle möglichen Greueltaten verüben.