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11-38 Kommentar Swami Sivananda

Der Urgott, denn der Herr ist der Schöpfer des Universums.
Purusha, denn der Herr ist im Körper (Puri Sayanat).
Nidhanam: Das, worin die Welt während der großen Flut, der kosmischen Auflösung, ruht.
Das Gefäß entsteht aus Ton und löst sich wieder in Ton auf. Genauso ist die Welt aus dem Herrn entstanden, wird sich wieder im Herrn auflösen und in Ihn eingehen. Daher ist der Herr die materielle Ursache der Welt. Daher ist Er der Urgott und auch die höchste Zuflucht.
Vetta: Der, der das zu Wissende weiß. Da der Herr allwissend ist, weiß Er alles von der Welt, und er ist die bewirkende Ursache dieser Welt.
Param Dhama: Höchste Wohnstatt, Vishnu. So wie das Seil (die Substanz der überlagerten Schlange) die ›Schlange‹ durchdringt, so durchdringt auch Brahman oder Vishnu aufgrund Seines Wesens als absolutes Sein – absolutes Wissen – absolute Wonne das ganze Universum.

11-39 Wort-für-Wort Übersetzung

vāyuḥ – Vāyu „Wind“
yamaḥ – Yama, der Totengott
agniḥ – Agni „Feuer“
varuṇaḥ – Varuṇa
śaśa-aṅkaḥ – der Mond, „der mit dem Hasenmal“
prajā-patiḥ – Prajāpati, „Herr (pati) der Geschöpfe (prajā)“
tvam – du (bist)
prapitāmahaḥ – der Urgroßvater
ca – und
namaḥ – Verehrung
namaḥ – Verehrung
te – dir
astu – sei
sahasra-kṛtvaḥ – tausendfach
punaḥ – wiederum
ca – und
bhūyaḥ – mehr
api – noch
namaḥ – Verehrung
namaḥ – Verehrung
te – dir

11-39 Kommentar Swami Sivananda

Prajapati: Marichi und andere waren die sieben geistgeborenen Söhne Brahmas. Kasyapa stammte von Marichi ab, und Kasyapa brachte die gesamte weitere Nachkommenschaft hervor. Deshalb heißen Marichi, Kasyapa und andere Prajapati, die Götter der Fortpflanzung. Manchmal wird der Begriff Prajapati hier als Kasyapa und andere Prajapatis interpretiert. Da das Wort hier aber in der Einzahl verwendet wird, ist es angezeigt, Brahma als Prajapati zu verstehen. Brahma ist der Großvater (Pitamaha) von Kasyapa. Brahma oder Hiranyagarbha ist Karya Brahman (die Wirkung). Ishvara ist Karana Brahman (die Ursache Brahmas). Daher ist Ishvara der Urgroßvater. Er ist sogar der Vater Brahmas. Maya ist die begrenzende Hülle Ishvaras. Maya ist Sein Kausalkörper. Ishvara hat keine Ebene. Maya ist in einem undifferenzierten Zustand. Sie ist in einem Zustand, in dem die Eigenschaften der Natur (Gunas) im Gleichgewicht sind. Wenn das Gleichgewicht durch den Willen Ishvaras gestört wird, manifestieren sich die drei Gunas, Brahma, Vishnu und Shiva.

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11-40 Wort-für-Wort Übersetzung

namaḥ – Verehrung
purastāt – von vorn
atha – und
pṛṣṭhataḥ – von hinten
te – dir
namaḥ – Verehrung
astu – sei
te – dir
sarvataḥ – von allen Seiten
eva – wahrlich
sarva – oh Alles
ananta-vīrya-amita-vikramaḥ – du bist von unendlicher (ananta) Macht (vīrya) und unermesslicher (amita) Kühnheit
     (vikrama)
tvam – du
sarvam – alles
samāpnoṣi – du erfüllst („vollendest“)
tataḥ – daher
asi – bist (du)
sarvaḥ – alles

11-41 Wort-für-Wort Übersetzung

sakhā – ein Freund
iti – so
matvā – denkend
prasabham – ungestüm, im Überschwang
yat – was
uktam – gesagt wurde
he – he
kṛṣṇa – Kṛṣṇa
he – he
yādava – Yādava
he – he
sakhe – Freund
iti – so
ajānatā – nicht kennend
mahimānam – Größe
tava – deine
idam – das
mayā – von mir
pramādāt – (geschah) aus Nachlässigkeit
praṇayena – aus Liebe
vā – oder
api – auch

11-42 Wort-für-Wort Übersetzung

yat – wenn
ca – und
avahāsa-artham – im Scherz, „um des Scherzes (avahāsa) willen (artha)“
asat-kṛtaḥ – beleidigt worden, „schlecht (asat) behandelt (kṛta) worden“
asi – (du) bist
vihāra-śayyā-āsana-bhojaneṣu – beim Zeitvertreib (vihāra), beim Liegen (śayyā), Sitzen (āsana), Essen (bhojana)
ekaḥ – allein
atha vā – oder
api – auch
acyuta – oh Unerschütterlicher (Kṛṣṇa)
tat-samakṣam – in Gegenwart (samakṣa) jener (anderen)
tat – dafür
kṣāmaye – bitte um Vergebung
tvām – dich
aham – ich
aprameyam – den Unermesslichen

11-42 Kommentar Sukadev

Du merkst, Arjuna kommt Schritt für Schritt aus dieser erweiterten Bewusstseinserweiterungserfahrung heraus. Er hat Krishna gebeten: „Bitte steh mir bei!“ Und jetzt kommt er ein wenig zurück und plötzlich fällt ihm auf, was er vielleicht alles aus Unwissen heraus falsch gemacht haben könnte und bittet um Vergebung. Und das können wir auch machen, wenn wir aus einem höheren Bewusstsein kommen und sehen, was wir alles falsch gemacht haben oder scheinbar falsch gemacht haben.

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11-42 Kommentar Swami Sivananda

Da nun Arjuna die kosmische Gestalt Shri Krishnas gesehen hat, bittet er für seine früheren Vertraulichkeiten um Vergebung. Er sagt: »Ich bin dumm gewesen. Da ich Deine Größe nicht erkannte, habe ich mir Vertraulichkeiten herausgenommen. Nicht begreifend habe ich in Dir meinen Freund gesehen. Ich habe mich Dir gegenüber nicht gebührend verhalten. Du bist der Ursprung dieses Universums und doch habe ich mit Dir gescherzt. Ich habe mir unangemessene Freiheiten Dir gegenüber erlaubt. Sei gütig und vergib mir, Oh Herr
Tat: All diese Beleidigungen.
Achyuta: Der Unveränderliche.
In Gesellschaft: In Gegenwart anderer.
Aprameyam: Unermeßlich. Dessen Herrlichkeit und Pracht unvorstellbar sind.

11-43 Wort-für-Wort Übersetzung

pitā – der Vater
asi – bist
lokasya – Welt
cara-acarasya – bewegten (cara) und unbewegten (acara)
tvam – du
asya – dieser
pūjyaḥ – (du bist) zu verehren
ca – und
guruḥ – Lehrer, Meister
garīyān – als bedeutendster
na – nicht
tvat-samaḥ – der dir (tvat) gleich (sama) ist
asti – existiert
abhyadhikaḥ – der (dir) überlegen ist
kutaḥ – wieviel weniger („woher“)
anyaḥ – ein anderer
loka-traye – in den drei (traya) Welten (loka)
api – sogar
apratima-prabhāva – oh du von unvergleichlicher (apratima) Macht (prabhāva

11-43 Kommentar Swami Sivananda

Es gibt nichts, was Dir gleichkäme: Es kann nicht zwei oder mehrere Ishvaras geben. Gäbe es sie, würde die Welt nicht so weitergehen, wie sie es jetzt tut. Es wären nicht alle Ishvaras von einem Geist, da sie alle voneinander unabhängig wären. Was der eine zu erschaffen wünschte, würde der andere vielleicht zerstören wollen!
Wenn es nichts gibt, was Dir gleichkommt, wie könnte es dann etwas geben, das Dir überlegen wäre?
Vater: Schöpfer. Da der Herr der Schöpfer dieser Welt ist, gebührt ihm Verehrung. Er ist auch der größte Guru. Daher gibt es niemanden, der dem Herrn gleichkommt.

11-44 Wort-für-Wort Übersetzung

tasmāt – deshalb
praṇamya – indem ich mich verneige
praṇidhāya – indem ich niederwerfe
kāyam – (meinen) Körper
prasādaye – bitte um Gnade
tvām – dich
aham – ich
īśam – Herrn
īḍyam – den anbetungswürdigen
pitā – ein Vater
iva – wie
putrasya – (seinem) Sohn
sakhā – ein Freund
iva – wie
sakhyuḥ – (seinem) Freund
priyaḥ – ein Geliebter
priyāyāḥ – (seiner) Geliebten (vergibt)
arhasi – (so) sollst du
deva – oh Gott
soḍhum – (mir) vergeben; (mir gegenüber) nachsichtig sein

11-44 Kommentar Sukadev

Arjuna drückt zunächst seine Demut aus und erfleht Vergebung. Dann fordert er sie fast. So ist das im Bhakti, dem Weg der vermenschlichten Gottesliebe: Zunächst nimmt man an, dass Gott einem zürnen kann. Dann bittet man Gott, einem zu vergeben. Schließlich verlangt man sie fast von Gott, man hat das Gefühl, man hätte Anspruch auf Vergebung… Was zählt, ist die Hingabe an Gott. Das ist wie in einer Beziehung zwischen zwei Menschen. Da geht es auch nicht um Logik. Wichtig ist, dass man die Beziehung vertieft und Liebe entwickelt.