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11-26 Wort-für-Wort Übersetzung

amī – diese
ca – und
tvām – (strömen) zu dir
dhṛtarāṣṭrasya – Dhṛtarāṣṭras
putrāḥ – Söhne
sarve – alle
saha – samt
eva – wahrlich
avani-pāla-saṅghaiḥ – den Scharen (saṅgha) der Könige (avani-pāla „Erdbeschützer“)
bhīṣmaḥ – Bhīṣma
droṇaḥ – Droṇa
sūta-putraḥ – Karṇa, Sohn (putra) des Wagenlenkers (sūta)
tathā – ebenso
asau – der
saha – samt
asmadīyaiḥ – unsrigen
api – auch
yodha-mukhyaiḥ – den Ersten (mukhya) der Krieger (yodha)

11-27 Wort-für-Wort Übersetzung

vaktrāṇi – Münder
te – deine
tvaramāṇāḥ – eilend
viśanti – geraten sie in
daṃṣṭrā-karālāni – aufgrund ihrer fürchterlichen (karāla) Reißzähne (daṃṣṭrā)
bhayānakāni – die furchterregend sind
kecit – manche
vilagnāḥ – hängen
daśana-antareṣu – in den Zahnzwischenräumen
saṃdṛśyante – sie sind zu sehen
cūrṇitaiḥ – mit zermalmten
uttama-aṅgaiḥ – Köpfen

11-27 Kommentar Sukadev

Hier wird die Vision Arjunas konkreter. Arjuna sieht, was in der Zukunft geschieht. Eines ist sicher, in der Zukunft sind wir alle tot und in der Zukunft sind wir irgendwann auch wiedergeboren. Im 2. Kapitel sagt Krishna: Die Seele ist unsterblich. Wir legen alte Körper ab und neue wieder an, so wie wir alte Kleider ablegen und neue wieder anlegen. Der Wirtschaftswissenschaftler Keynes hat einmal gesagt: „Langfristig sind wir alle tot.“ Das hat er gesagt, als ihm eine zu kurzfristige Betrachtungweise vorgeworfen wurde.

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11-28 Wort-für-Wort Übersetzung

yathā – wie
nadīnām – der Flüsse
bahavaḥ – die vielen
ambu-vegāḥ – Wasserströmungen
samudram – zum Ozean
eva – wahrlich
abhimukhāḥ – gewandt
dravanti – fließen
tathā – so
tava – (in) deine
amī – diese
nara-loka-vīrāḥ – Helden (vīra) der Menschenwelt (nara-loka)
viśanti – strömen
vaktrāṇi – Münder
abhivijvalanti – flammenden

11-28 Kommentar Swami Sivananda

Ami: Diese Krieger, wie Bishma. Nun sieht Arjuna all diese Krieger, die er nicht töten wollte, wie sie dem Tod entgegengehen. Seine Täuschung ist vergangen. Er denkt nun: »Dieser Kampf kann nicht vermieden werden. Er findet mit Zustimmung des erhabenen Herrn statt. Warum sollte ich mir um das Unvermeidliche Sorgen machen? Der Herr hat diese Krieger bereits zerstört. Ich bin nur ein Werkzeug in Seinen Händen. Ich kann nicht sündigen, auch wenn ich sie töte. Dies ist auch eine gerechte Sache.«
Warum und wie treten sie ein? Arjuna sagt –

11-29 Wort-für-Wort Übersetzung

yathā – wie
pradīptam – dem lodernden
jvalanam – Feuer
pataṅgāḥ – Motten
viśanti – zustreben
nāśāya – zu (ihrem eigenen) Untergang
samṛddha-vegāḥ – eilends, „mit voller (samṛddha) Geschwindigkeit (vega)“
tathā eva – ganz genauso
nāśāya – zu (ihrem eigenen) Untergang
viśanti – strömen
lokāḥ – die Menschen
tava – (in) deine
api – auch
vaktrāṇi – Münder
samṛddha-vegāḥ – mit voller (samṛddha) Geschwindigkeit (vega)

11-30 Wort-für-Wort Übersetzung

lelihyase – du züngelst (hoch)
grasamānaḥ – verschlingend
samantāt – von allen Seiten
lokān – Welten
samagrān – alle
vadanaiḥ – Mündern
jvaladbhiḥ – mit flammenden
tejobhiḥ – mit Glanz
āpūrya – erfüllend
jagat – Welt
samagram – die gesamte
bhāsaḥ – Strahlen
tava – deine
ugrāḥ – gewaltigen
pratapanti – versengen
viṣṇo – oh Viṣṇu

11-31 Wort-für-Wort Übersetzung

ākhyāhi – sage
me – mir
kaḥ – wer (bist)
bhavān – du
ugra-rūpaḥ – dessen Gestalt (rūpa) so grimmig (ugra) ist
namaḥ – Verehrung
astu – sei
te – dir
deva-vara – oh Bester (vara) der Götter (deva)
prasīda – sei gnädig
vijñātum – zu erkennen
icchāmi – ich wünsche
bhavantam – dich
ādyam – den Ursprünglichen
na – nicht
hi – denn
prajānāmi – ich verstehe
tava – dein
pravṛttim – Wirken

11-32 Devanagari Bhagavad Gita 11. Kapitel 32. Vers

श्रीभगवानुवाच |

कालोऽस्मि लोकक्षयकृत्प्रवृद्धो
लोकान्समाहर्तुमिह प्रवृत्तः |
ऋतेऽपि त्वां न भविष्यन्ति सर्वे
येऽवस्थिताः प्रत्यनीकेषु योधाः || ११ ३२ ||

11-32 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
kālaḥ – die Zeit
asmi – (ich) bin
loka-kṣaya-kṛt – Zerstörer (kṣaya-kṛt) der Welten (loka)
pravṛddhaḥ – der große
lokān – die Welten
samāhartum – zu zerstören
iha – hier
pravṛttaḥ – (damit) beschäftigt
ṛte – ohne
api – auch
tvām – dich
na – nicht
bhaviṣyanti – werden überleben („werden dasein“)
sarve – all
ye – die
avasthitāḥ – die aufgestellt sind
pratyanīkeṣu – in den feindlichen Heeren
yodhāḥ – Kämpfer