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05-01 Kommentar Sukadev

Arjuna stellt die Frage, die Aspiranten sich oft stellen: Was müssen wir für die Selbstverwirklichung machen? Zum einen sollen wir uns zurückziehen, meditieren, nicht so abhängig sein vom Äußeren, lernen ein einfaches Leben zu führen, Verhaftungen an Arbeit, Familie, Zuhause, Hobbys und so weiter zu reduzieren bzw. aufzugeben.

Zum anderen haben wir auch unsere Aufgaben im täglichen Leben zu erfüllen, sollen Liebe zu anderen Menschen entwickeln, unsere Pflichten tun und unsere Aufgaben erfüllen. Dabei ist es wichtig, dass wir auch unsere eigenen Talente kennen lernen, diese leben und aufhören, egoistisch und selbstzentriert zu sein, sondern für andere da zu sein.

Beide Anforderungen scheinen sich zu widersprechen. Sie haben jedoch beide ihre Berechtigung: Es gibt Perioden, wo man sich hauptsächlich zurückzieht, viel meditiert, Asanas und Pranayama übt. Für viele ist das z.B. ein Wochenende, eine Woche oder ein Monat in einem Ashram. Dann gibt es Perioden, wo vielleicht andere Menschen in Not sind und unsere Hilfe benötigen. Dann müssen wir mehr Karma Yoga machen. Für die meiste Zeit gilt, was Krishna an verschiedenen Stellen in der Bhagavad Gita sagt: Man kann beiden Anforderungen gerecht werden. Am Tag erfüllen wir unsere Pflichten, setzen unsere Talente zum Wohl anderer ein, entwickeln Tugenden, arbeiten an uns. Und am Morgen oder Abend nehmen wir eine gewisse Zeit für Meditation, Studium der Schriften, Asanas, Pranayama und andere spirituelle Praktiken.

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