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04-21 Kommentar Sukadev

Krishna spricht erneut über das Konzept des verhaftungslosen Tuns, über das er schon oft gesprochen hat. Er wiederholt es immer wieder für uns aus verschiedenen Gründen. Ein Grund dafür ist, weil es besonders wichtig ist. Ein zweiter Grund ist, weil Arjuna sich entscheiden muss, ob er handeln will oder nicht und ein dritter Grund ist, weil wir es immer wieder vergessen. Je öfters man etwas hört, desto tiefer sinkt es in das Unterbewusstsein, umso tiefere Samskaras (Eindrücke im Geist) werden erzeugt. Und bei der nächsten Situation erinnert man sich immer wieder daran: „Da habe ich mich ja schon wieder identifiziert. Warum bin ich wieder unglücklich? Ich habe wieder etwas Konkretes erwartet.“ Und dann kann man sagen: „Oh Gott, ich opfere es dir.“ Für diese Worte ist nie zu spät. Wir können auch, nachdem die Handlung vollzogen ist und wir uns darüber geärgert haben, sagen: „Oh Gott, ich opfere diese Handlung dir und meinen Ärger gleich mit.“ Wir können alles immer wieder Gott darbringen. Und je mehr uns das gelingt, desto friedvoller werden wir; desto friedvoller können wir handeln; desto mehr unseres Karmas bauen wir schrittweise ab; desto leichter fühlen wir uns.

Gemäß dem Modell des Karmas fühlen wir uns schwerer, je mehr Karma wir noch abzuarbeiten haben. Je weniger Karma noch auf unseren Schultern lastet, desto leichter fühlen wir uns.

Ich werde öfters gefragt, wie wichtig das richtige Opfern ist, das Einhalten der Rituale und wie ich in der Praxis des Alltags richtig opfere.

Darauf antworte ich meistens, dass es gut ist, bevor wir handeln das Twameva zu rezitieren. Das Twameva besagt: „Du bist meine Mutter. Du bist mein Vater in übertragenem Sinn. Du gibst mir alles, was ich materiell brauche. Du gibst mir alle Lektionen anhand derer ich wachsen kann, Vater. Du bist mein Verwandter. Du bist mein Freund. Du bist mein Reichtum. Du bist mein Wissen. Du bist mein Alles. Was auch immer ich tue mit meinem Körper, meiner Stimme, mit meinem Geist, mit meinen Sinnen, mit meinem Intellekt, mit meinen Emotionen und mit meinem Selbst, mit meiner Natur, mit meinen wesenseigenen Emotionen, was auch immer es ist, das opfere ich dem Höchsten, das bringe ich dar.“ Und während wir dieses Mantra morgens singen, können wir uns überlegen, was wir tagsüber schaffen wollen. Und, was auch immer wir schaffen wollen, das können wir Gott darbringen. Und abends können wir während des Aratis sagen: „Was auch immer ich getan habe, das bringe ich dir dar.“ Wenn man nicht die Möglichkeit hat, im Ashram zu sein oder selbst ein Arati durchzuführen, dann kann man auf dem Weg zur Arbeit sagen: „Was auch immer ich heute tue, das bringe ich dir dar.“ Und abends, wenn man nach Hause kommt: „Was auch immer ich getan habe, das bringe ich dir dar.“ Oder man kann abends vor dem Einschlafen im Bett wiederholen: „Was auch immer ich getan habe, das bringe ich dir dar.“

 

In der letzten Strophe des Twamevas steht geschrieben: „Narayani Iti Samarpayami.“ Das heißt übersetzt: „Ich bringe dies Narayana dar.“ Es ist eine einfache kurze Aussage, die Hingabe verdeutlicht und die man, sowohl auf Sanskrit, als auch auf Deutsch wiederholen kann. Man kann sie zu Anfang der Handlung wiederholen und zu Ende der Handlung. Während der Handlung kann man sich vorstellen, dass Gottes Energie durch einen hindurchströmt, durch einen hindurch wirkt. Verbunden mit den Worten: „Alle Fähigkeiten, die ich habe, die stelle ich in deinen Dienst. Ich werde mich körperlich bemühen, soweit es möglich ist und soweit ich es kann. Ich werde meinen Intellekt bemühen. Ich werde mein Denkvermögen, meine Kreativität, meine Prakriti, alle meine Talente, alles was ich habe werde ich dort einbringen aber ich werde mir nicht vorstellen, dass ich es selbst tue.“ kann man alle Tätigkeiten Gott widmen.

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