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18-36 Wort-für-Wort Übersetzung

sukham – (über) das Glück
tu – aber
idānīm – nun
tri-vidham – von dreierlei (tri) Art (vidha)
śṛṇu – höre
me – von mir
bharata-ṛṣabha – oh Stier der Bharata (Arjuna)
abhyāsāt – aufgrund von Übung
ramate – man Gefallen findet
yatra – woran
duḥkha-antam – das Ende (anta) des Leids (duḥkha)
ca – (und) auch
nigacchati – erlangt

18-37 Wort-für-Wort Übersetzung

yat tat – was
agre – am Anfang
viṣam – Gift
iva – wie
pariṇāme – am Ende
amṛta-upamam – wie (upamā „Vergleich“) Nektar (amṛta) ist
tat – ein solches
sukham – Glück
sāttvikam – sattvig („rein“)
proktam – wird genannt
ātma-buddhi-prasāda-jam – das aus der Klarheit (prasāda) eines auf das Selbst (ātman) gerichteten Verstandes (buddhi)
      entsteht (ja)

18-38 Wort-für-Wort Übersetzung

viṣaya-indriya-saṃyogāt – (entstanden) aufgrund der Verbindung (saṃyoga) der Sinnesorgane (indriya) mit den Objekten
      (viṣaya)
yat tat – was
agre – am Anfang
amṛta-upamam – wie (upamā „Vergleich“) Nektar (amṛta) ist
pariṇāme – am Ende
viṣam – Gift
iva – wie
tat – ein solches
sukham – Glück
rājasam – als rajasig (von Rajas „Leidenschaft“ bestimmt)
smṛtam – wird betrachtet

18-39 Wort-für-Wort Übersetzung

yat – welches
agre – am Anfang
ca – sowohl
anubandhe – am Ende
ca – als auch
sukham – ein Glück
mohanam – eine Täuschung
ātmanaḥ – des Selbst (darstellt)
nidrā-ālasya-pramāda-uttham – aus Schlaf (nidrā), Trägheit (ālasya) und Nachlässigkeit (pramāda) entsteht (uttha)
tat – das
tāmasam – als tamasig (von Tamas „Trägheit“ bestimmt)
udāhṛtam – wird betrachtet

18-40 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
tat – ein solches
asti – existiert
pṛthivyām – auf Erden
vā – weder
divi – im Himmel
deveṣu – bei den Göttern
vā – noch
punaḥ – wiederum
sattvam – Wesen
prakṛti-jaiḥ – aus der Natur (prakṛti) geborenen (ja)
muktam – frei
yat – das
ebhiḥ – von diesen
syāt – wäre
tribhiḥ – drei
guṇaiḥ – Eigenschaften

18-40 Kommentar Sukadev

Von den drei Eigenschaften Sattwa, Rajas und Tamas leitet Krishna in den folgenden Versen über zu den Pflichten, die sich aus der eigenen Wesensnatur, Swabhava und Prakriti, ergeben. Er zeigt das am Beispiel der Kasten, also der sozialen Schichten auf, interpretiert die Schicht aber nicht sozial- oder gesellschaftspolitisch, sondern ihren vorherrschenden Eigenschaften entsprechend. Er interpretiert klassisch-traditionelle Überlieferung hier durchaus neu, wie er es an manchen Stellen der Bhagavad Gita tut.

18-41 Wort-für-Wort Übersetzung

brāhmaṇa-kṣatriya-viśām – der Brahmanen, der Kṣatrias, der Vaiśyas
śūdrāṇām – der Śūdras
ca – und
param-tapa – oh Arjuna „Bedränger (tapa) der Feinde (para)“
karmāṇi – die Handlungen
pravibhaktāni – werden unterteilt
sva-bhāva-prabhavaiḥ – die ihren Ursprung (prabhava) in ihrem jeweiligen Wesen (sva-bhāva) haben
guṇaiḥ – gemäß den Eigenschaften

18-42 Wort-für-Wort Übersetzung

śamaḥ – Ruhe
damaḥ – Selbstbeherrschung
tapaḥ – Askese
śaucam – Reinheit
kṣāntiḥ – Nachsichtigkeit
ārjavam – Rechtschaffenheit
eva – wahrlich
ca – und
jñānam – Weisheit
vijñānam – unterscheidende Erkenntnis
āstikyam – Gläubigkeit
brahma-karma – (hiervon geprägt) ist das Handeln (karman) der Brahmanen
sva-bhāva-jam – das aus ihrer Natur (sva-bhāva „eigenes Wesen“) erwächst (ja)