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04-26 Wort-für-Wort Übersetzung

śrotrādīni – wie Gehör (śrotra) usw.
indriyāṇi – die Sinne
anye – manche
saṃyama-agniṣu – in den Feuern der Beherrschung
juhvati – opfern
śabdādīn – wie Klang (śabda) usw.
viṣayān – die Sinnesobjekte
anye – andere
indriya-agniṣu – in den Feuern der Sinne
juhvati – opfern

04-26 Kommentar Sukadev

Krishna lehrt uns, was wir alles opfern können. Wir können nicht nur Ghee, also gereinigte Butter, oder Reis opfern, sondern wir können unser Hörorgan oder andere Sinne im Feuer der Beherrschung opfern. Dies machen wir, indem wir z.B. sagen, dass wir nur noch sattwige Musik hören. Oder nur noch sattwiges Essen verzehren oder eine Weile fasten, oder kein Fernsehen schauen oder kein Radio hören, oder eine Weile lang keine Romane lesen. Das ist mit „Feuer der Beherrschung“ gemeint. Wir opfern etwas, wir bringen etwas dar.

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04-27 Wort-für-Wort Übersetzung

sarvāṇi – alle
indriya-karmāṇi – Tätigkeiten der Sinne (indriya)
prāṇa-karmāṇi – Tätigkeiten des Atems (prāṇa, der Lebensenergie)
ca – und
apare – andere
ātma-saṃyama-yoga-agnau – im Feuer (agni) des Yoga der Selbstbeherrschung (ātma-saṃyama)
juhvati – opfern
jñāna-dīpite – welches durch Erkenntnis (jñāna) entfacht (dīpita) wird

04-28 Wort-für-Wort Übersetzung

dravya-yajñāḥ – deren Opfer (yajña) Dinge, Güter (dravya) sind
tapaḥ-yajñāḥ – deren Opfer Askese (tapas) ist
yoga-yajñāḥ – deren Opfer Yoga ist
tathā – ebenso
apare – (es gibt) andere
sva-adhyāya-jñāna-yajñāḥ – deren Opfer Vedastudium (sva-adhyāya „Selbststudium“) und Erkenntnis (jñāna) sind
ca – und
yatayaḥ – Asketen
saṃśita-vratāḥ – mit strengen (saṃśita) Gelübden (vrata)

04-28 Kommentar Swami Sivananda

Manche Menschen bringen Opfer, indem sie ihren Reichtum als Almosen an die Bedürftigen verteilen; manche opfern ihr Tapas (Askesen); manche praktizieren die acht Glieder des Raja Yoga, nämlich Yama (die fünf großen Gelübde), Niyama (die Verhaltensregeln), Asana (Körperstellung), Pranayama (Atembeherrschung), Pratyahara (Zurückziehen der Sinne), Dharana (Konzentration), Dhyana (Meditation) und Samadhi (Überbewußtsein), und bringen diesen Yoga als Opfer dar; manche studieren die Schriften und opfern dies.

04-29 Wort-für-Wort Übersetzung

apāne – im einströmenden Atem
juhvati – opfern
prāṇam – den ausströmenden Atem
prāṇe – im ausströmenden Atem
apānam – den einströmenden Atem
tathā – desgleichen
apare – andere
prāṇa-apāna-gatī – den Gang (gati) von aus- und einströmenden Atem (prāṇa-apāna)
ruddhvā – indem sie anhalten, hemmen
prāṇa-āyāma-parāyaṇāḥ – sie widmen sich völlig (para-ayaṇa) der Beherrschung (āyāma) des Atems (prāṇa)

04-30 Wort-für-Wort Übersetzung

apare – andere
niyata-āhārāḥ – die ihre Nahrung (āhāra) eingeschränkt haben (niyata)
prāṇān – Lebensatem
prāṇeṣu – in Lebensatem
juhvati – opfern
sarve api – allesamt
ete – sie (sind)
yajña-vidaḥ – opferkundig
yajña-kṣapita-kalmaṣāḥ – ihre Sünden (kalmaṣa) sind durch Opfer (yajña) zerstört (kṣapita)

04-31 Wort-für-Wort Übersetzung

yajña-śiṣṭa-amṛta-bhujaḥ – diejenigen, die den Nektar (amṛta) der Opferreste (yajña-śiṣṭa) genießen (bhuj)
yānti – gehen
brahma – Brahman
sanātanam – zum ewigen
na – nicht
ayam – diese
lokaḥ – Welt
asti – ist
ayajñasya – für den, der nicht opfert (für einen „ohne Opfer“)
kutaḥ – geschweige denn
anyaḥ – die andere (jenseitige Welt)
kuru-sattama – oh Bester der Kurus (Arjuna)

04-31 Kommentar Sukadev

In dieser Welt, der Welt der Sinne und des Erfolgs können wir nicht leben und glauben, dass wir alles, was wir uns wünschen bekommen, ohne dass wir dafür auch Opfer bringen. Aber wir können den Devas (Engelswesen) opfern. Oder wir können es sogar den Rakshakas (Götter des Erfolgs) opfern. Menschen, die reich werden wollen, müssen schwer dafür arbeiten. Sie müssen sich erst einmal überlegen, in welchem Gebiet viel Geld zu verdienen ist. Dann müssen sie klug schauen und überlegen, wozu sie auch das Talent oder die Fähigkeiten haben und dann müssen sie schwer dafür arbeiten. Mit nur Sieben-Stunden-Tagen, nur einer Fünf-Tageswoche, fünf Wochen im Jahr Urlaub, wird es ihnen kaum gelingen reich zu werden. Wenn man reich werden will muss man 16 Stunden am Tag arbeiten und studieren, überlegen, systematisch an Dinge herangehen. Man muss ständig über seinen Schatten springen und dann, wenn das Karma mitspielt, dann kann es sich irgendwann manifestieren.

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