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04-32 Wort-für-Wort Übersetzung

evam – so
bahu-vidhāḥ – von vielerlei (bahu) Art (vidha)
yajñāḥ – (sind) Opfer
vitatāḥ – ausgebreitet
brahmaṇaḥ – des Brahman (des Veda)
mukhe – im Munde
karmajān – als aus Handlung geboren
viddhi – erkenne
tān – diese
sarvān – alle
evam – auf diese Weise
jñātvā – erkennend
vimokṣyase – wirst du befreit werden

04-33 Wort-für-Wort Übersetzung

śreyān – besser
dravya-mayāt – welches aus Dingen (dravya) besteht (maya)
yajñāt – als ein Opfer
jñāna-yajñaḥ – (ist) ein Erkenntnisopfer
paraṃtapa – oh Verbrenner der Feinde (Arjuna)
sarvam – jede
karma – Handlung
akhilam – zur Gänze
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
jñāne – in Erkenntnis
parisamāpyate – gipfelt („wird vollendet“)

04-33 Kommentar Sukadev

Wir können Gott materielle Gegenstände opfern. Wir können Gott unsere Erkenntnis opfern oder, wie Swami Sivananda es oft interpretiert hat, wir können lehren. Wir können Yoga lehren und für die Verbreitung der Lehren sorgen. Wir können Meditation lehren oder Schriften und Bücher verteilen und auf diese Weise Jnana Yajna geben. Dies ist viel bedeutender und wichtiger als ein materielles Opfer zu geben. Es ist zwar auch wichtig, dass Menschen etwas zu essen haben, aber es ist noch wichtiger, dass Menschen, die schon etwas zu essen haben, Weisheit bekommen. Und letztlich zielen alle unsere Handlungen darauf ab, dass wir Erkenntnis haben wollen. Wir sind Sat Chid Ananda und bewusst oder unbewusst streben wir danach. Warum würden Menschen so viel dafür tun, um Milliardäre zu werden? Letztlich, weil sie meinen sie würden glücklich und sie würden sich ausdehnen ins unbeschränkte Sein und sich dann alles kaufen können. Sie wollen zu Sat Chid Ananda hinkommen. Wenn sie allerdings denken, dass es ihnen durch Geld, Macht, Sinnesfreuden oder dem Wunsch nach einem schönen Haus gelingen würde, dann liegen sie falsch. Und obwohl viele Menschen wissen, dass das Glück nicht durch materiellen Reichtum erreicht werden kann, hören sie nicht auf danach zu streben.

04-33 Kommentar Swami Sivananda

Opfer mit materiellen Dingen haben materielle Auswirkungen und bringen den Opfernden in dieser Welt in den Genuß der Früchte, während das Weisheitsopfer zu Moksha führt. Daher ist das Weisheitsopfer dem Opfer mit materiellen Gegenstände überlegen. So wie Flüsse zum Meer führen, führen alle Handlungen zu Erkenntnis, d.h. sie gipfeln in Erkenntnis. Alle Handlungen reinigen das Herz und führen zum Aufdämmern von Selbsterkenntnis.

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04-34 Wort-für-Wort Übersetzung

tat – dies
viddhi – erkenne
praṇipātena – durch ehrfurchtsvolle Verneigung
paripraśnena – durch Fragen
sevayā – durch Dienen
upadekṣyanti – werden unterweisen
te – dich
jñānam – in (diesem) Wissen
jñāninaḥ – die Weisen
tattva-darśinaḥ – die die Wahrheit (tattva) schauen (darśin)

04-34 Kommentar Sukadev

Krishna wiederholt diese Weisheit für Arjuna, der es eigentlich weiß, aber trotzdem immer wieder vergisst. Damit wir Wissen aufnehmen können, müssen wir uns verneigen, wir müssen demjenigen, der uns lehren soll, Ehrerbietung erweisen und respektvoll ihm gegenüber sein. Gleichzeitig müssen wir aber auch Fragen stellen, sowohl innerlich Fragen stellen als auch äußerlich Fragen stellen. Und wenn wir Menschen fragen, die mehr wissen als wir selbst, dann können wir ihnen auch dienen und uns dankbar und würdig für ihre Lehren erweisen.

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04-34 Kommentar Swami Sivananda

Gehe zu den Lehrern (zu denen, die die Schriften über Brahman, die Brahmashrotris, genau kennen, die in Brahman wurzeln, die Brahmanishtas). Verbeuge dich vor ihnen in tiefer Demut und vollkommener Hingabe. Frage: »Oh verehrter Guru! Was ist die Ursache von Bindung? Wie kann ich Freiheit erlangen? Was ist das Wesen der Unwissenheit? Was ist das Wesen des Wissens? Was ist AntarangaSadhana (die innere spirituelle Praxis) zur Selbstverwirklichung?« Diene dem Guru mit ganzem Herzen. Ein Lehrer, der die Schriften (Shastras) kennt, aber keine direkte Selbstverwirklichung hat, wird dir bei der Erlangung von Selbsterkenntnis nicht behilflich sein können. Derjenige, der sowohl die Schriften kennt als auch in Brahman verankert ist, wird dich dieses Wissen lehren und dir beim Erreichen von Selbstverwirklichung helfen können. Bloße Verbeugungen alleine genügen nicht. Sie könnten den Makel der Heuchelei tragen. Du mußt völliges Vertrauen zu deinem Guru und seiner Lehre haben. Du mußt ihm mit ganzem Herzen und großer Hingabe dienen. Dann ist Heuchelei unmöglich.

04-35 Wort-für-Wort Übersetzung

yat – dies
jñātvā – wenn du erkannt hast
na – nicht
punaḥ – wieder
moham – in Verwirrung
evam – so
yāsyasi – wirst du geraten
pāṇḍava – oh Sohn Pāṇḍus (Arjuna)
yena – dadurch
bhūtāni – Wesen
aśeṣāṇi – sämtliche
drakṣyasi – wirst du sehen
ātmani – in dir selbst („im Selbst“)
atha u – und dann
mayi – in mir

04-35 Kommentar Swami Sivananda

Dies, die Selbsterkenntnis, die im letzten Vers erwähnt worden ist, muß vom Brahmanishtha Guru gelernt werden durch Verneigen, Fragen und Dienen. Wenn du dieses Wissen erlangst, wirst du nicht wieder der Täuschung oder dem Irrtum unterliegen. Du wirst dieses grundlegende Einssein wahrnehmen. Du wirst durch innere Erfahrung oder Intuition sehen, direkt erkennen, daß alle Wesen, vom Schöpfer bis zum Grashalm, in deinem eigenen Selbst und auch in Mir existieren. (Vgl.XVIII.20; IX.15)

04-36 Wort-für-Wort Übersetzung

api – selbst
cet – wenn
asi – du bist
pāpebhyaḥ – Sündern
sarvebhyaḥ – von allen
pāpa-kṛt-tamaḥ – der größte Sünder
sarvam – alles
jñāna-plavena – mit dem Boot (plava) der Erkenntnis (jñāna)
eva – gewiss
vṛjinam – Leid
saṃtariṣyasi – wirst du überqueren

04-37 Wort-für-Wort Übersetzung

yathā – wie
edhāṃsi – Brennholz
samiddhaḥ – das entflammte
agniḥ – das Feuer
bhasmasāt – zu Asche (bhasman)
kurute – macht
arjuna – Arjuna
jñāna-agniḥ – das Feuer der Erkenntnis (jñāna)
sarva-karmāṇi – alle Handlungen (karman)
bhasmasāt – zu Asche
kurute – macht
tathā – ebenso