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04-37 Kommentar Swami Sivananda

So wie geröstete Samen nicht keimen können, können auch die Handlungen, die im Feuer der Erkenntnis verbrannt sind, keine Früchte tragen, d.h. sie können den Menschen nicht zum Genuß der Früchte seiner Handlungen in diese Welt bringen. Das heißt die Handlungen zu Asche verbrennen. Die Handlungen verlieren ihr Potential, wenn sie im Feuer der Erkenntnis verbrannt werden. Wenn Selbsterkenntnis aufdämmert, verbrennen alle Handlungen zusammen mit ihren Auswirkungen im Feuer der Erkenntnis, so wie Öl im Feuer verbrennt. Wenn kein Gedanke der Urheberschaft vorhanden ist (der Gedanke »Ich tue das«), und es kein Verlangen nach den Früchten gibt, ist Handlung nicht Handlung. Sie hat ihr Potential verloren. Das Feuer der Erkenntnis kann alle Handlungen verbrennen, nicht aber das Prarabdha Karma, die Ergebnisse früherer Handlungen, die diesen Körper entstehen ließen, und die demgemäß bereits begonnen haben, Früchte zu tragen und Ergebnisse zu zeitigen.

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04-38 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
hi – gewiss
jñānena – der Erkenntnis
sadṛśam – vergleichbares
pavitram – ein Läuterungsmittel
iha – hier (in dieser Welt)
vidyate – gibt es
tat – dieses (Läuterungsmittel)
svayam – von selbst
yoga-saṃsiddhaḥ – ein im Yoga Vollkommener (saṃsiddha)
kālena – mit der Zeit
ātmani – im Selbst
vindati – findet

04-39 Wort-für-Wort Übersetzung

śraddhāvān – wer Vertrauen, Glauben (śraddhā) hat
labhate – erlangt
jñānam – Erkenntnis
tat-paraḥ – darauf (auf Erkenntnis) ausgerichtet ist
saṃyata-indriyaḥ – (seine) Sinne (indriya) beherrscht (saṃyata)
jñānam – Erkenntnis
labdhvā – sobald er erlangt hat
parām – zum höchsten
śāntim – Frieden
acireṇa – sofort
adhigacchati – gelangt er

04-40 Wort-für-Wort Übersetzung

ajñaḥ – der Unwissende
ca – und
aśraddadhānaḥ – Ungläubige
ca – und
saṃśaya-ātmā – der voller Zweifel (saṃśaya) ist
vinaśyati – geht zugrunde
na – weder
ayam – diese
lokaḥ – Welt
asti – ist
na – noch
paraḥ – die jenseitige (Welt)
na – noch
sukham – Glück
saṃśaya-ātmanaḥ – für den Zweifelnden

04-40 Kommentar Sukadev

Wir sind in den letzten 20, 30, 40 Jahren mit gesunder Skepsis aufgewachsen. Das gehörte zu den Erziehungszielen der Gesellschaft. Man sollte alles hinterfragen, nichts glauben. Und trotzdem, wenn wir ständig nur zweifeln, dann kommen wir nirgendwo an. Selbst derjenige, der im Weltlichen Erfolg haben will, muss daran glauben, dass er es schafft. Wenn er jeden Tag von neuem Zweifel hat, ob es richtig ist, hilft ihm das auch nicht weiter. Genauso ist es auf dem spirituellen Weg erst einmal gut, tief nachzudenken, dann eine Entscheidung zu treffen und dieser Entscheidung zu folgen. Man sollte nicht jede Woche von neuem überlegen, ob man das Richtige macht oder nicht. Eventuell kann man eine zeitbegrenzte Entscheidungen treffen, sich zum Beispiel etwas für ein halbes Jahr vornehmen und dann nach einem halben Jahr analysieren, ob es richtig war, das zu tun oder nicht.

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04-41 Wort-für-Wort Übersetzung

yoga-saṃnyasta-karmāṇam – den, der durch Yoga den Handlungen (karman) entsagt (saṃnyasta) hat
jñāna-saṃchinna-saṃśayam – dessen Zweifel (saṃśaya) durch Erkenntnis (jñāna) zerstört („zerschnitten“ saṃchinna) sind
ātmavantam – den, der selbstbeherrscht  ist („über sein Selbst verfügt“)
na – nicht
karmāṇi – Handlungen
nibadhnanti – binden
dhanaṃjaya – oh Dhanaṃjaya (Arjuna)

04-41 Kommentar Swami Sivananda

Shri Madhusudana Saraswati erklärt Atmavantam als ›stets wachsam‹. Wer Selbstverwirklichung erlangt hat, entsagt allen Handlungen durch Yoga oder das Wissen um Brahman. Da er im Wissen um das Einssein der individuellen Seele mit der höchsten Seele ruht, sind all seine Zweifel zunichte gemacht. Handlungen binden ihn nicht, denn sie wurden im Feuer der Erkenntnis verbrannt, und er wacht stets über sich. (Vgl.II.48; III.9; IV.20)

04-42 Wort-für-Wort Übersetzung

tasmāt – deshalb
ajñāna-saṃbhūtam – aus Unwissenheit (ajñāna) entstandenen (saṃbhūta)
hṛt-stham – im Herzen (hṛd) befindlichen
jñāna-asinā – mit dem Schwert (asi) der Erkenntnis (jñāna)
ātmanaḥ – eigenen
chittvā – nachdem du zerschnitten hast
enam – diesen
saṃśayam – Zweifel
yogam – Yoga
ātiṣṭha – übe, nimm Zuflucht zum
uttiṣṭha – erhebe dich
bhārata – oh Nachkomme des Bharata (Arjuna)