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02-11 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 2. Kapitel, 11. Vers: Sorge dich nicht

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Löse dich von den Sorgen, indem du eine höhere Wahrheit dir vergegenwärtigst.

Krishna sprach: „Du sorgst dich um die, um die du dich nicht zu sorgen brauchst und doch sprichst du Worte der Weisheit. Die Weisen sorgen sich weder um die Lebenden, noch um die Toten.“

In diesem Vers steckt sehr, sehr viel. Es rentiert sich, diesen Vers auswendig zu lernen. Es ist ein Vers, der immer wieder helfen kann, sich zu lösen von dem, was jetzt gerade ansteht und sich zu erheben zu einer höheren Ebene. Und wenn du einmal in einer höheren Ebene gewesen bist, kannst du wieder zurückkehren in die relative Ebene.

Krishna spricht so: „Du sorgst dich um die, um die du dich nicht zu sorgen brauchst, doch sprichst du Worte der Weisheit.“ Arjuna ist voller Sorgen. Arjuna weiß nicht, wie es weitergehen soll. Und diese innere Verzweiflung ist auch irgendwo weise. Krishna weiß, dass Arjuna sehr wohl Gründe hat, sich zu sorgen. Er weiß, dass seine Unentschiedenheit und seine Verzweiflung durchaus berechtigt sind. Aber er sagt auch: „Verlasse diese Ebene des Relativen. Es gibt eine höhere Warte und auf dieser Warte gibt es keinen Raum für Sorge für Lebende und für Tote.“ Dieser Raum ist das Ewige, dieser Raum ist das Unendliche. Es ist eine große Hilfe, wenn du in dir diesen Raum entdeckst, sei es, im Herzen, sei es, im Punkt zwischen den Augenbrauen, sei es, in der Stille, hinter allen Worten, sei es, in der Grundstimmung von Freude hinter allen Gefühlen. Wenn du in der Meditation tief hinein spürst, kommst du in Berührung mit diesem Ewigen, diesem Unendlichen, diesem Beständigen. Wenn du diese tiefe, unendliche Beständigkeit erfahren hast, dann kannst du dich am Tag auch wieder daran erinnern. Es ist so, als ob du aus der Froschperspektive in die Vogelperspektive gehst und den Überblick bekommst und von dort den Himmel anschaust. Wenn du dir so des Himmels bewusst bist und so die höhere Tiefe erfahren hast, dann kannst du wieder zurückkehren in den Alltag und in die Normalität. Mit neuer Kraft, mit neuer Inspiration, mit neuer Freude. Dann musst du natürlich das angehen, was du angehen musst.

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