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02-07 Kommentar Sukadev

Mit diesen Worten öffnet sich Arjuna für Krishna als Lehrer. Er macht ihn jetzt zum Lehrer. Er akzeptiert ihn als Lehrer. Die vorherige Freundschaftsbeziehung ist aufgehoben. In diesem Moment bittet er um die Schülerschaft.

An einigen Stellen in der Bhagavad Gita kann man sehen, dass Arjuna anfangs nicht mit den Anforderungen Krishnas zufrieden ist. Arjuna sagt z.B.: „Sag mir jetzt klar, was für mich richtig ist.“ Vermutlich hätte er es noch deutlicher formuliert und gesagt: „Du, Krishna, sage mir jetzt was ich tun soll.“ Und erwartet hätte er vermutlich eine Antwort Krishnas wie: „Ich, Krishna, Manifestation Gottes, sage dir, mach es so und so.“

 

Mein Lehrer, Swami Vishnu, hat mir auch fast nie eindeutig gesagt was ich tun soll, auch wenn es um wichtige Entscheidungen ging, vor denen ich gestanden habe. Er gab mir immer nur Kriterien, anhand derer ich vielleicht selbst entscheiden konnte. Das machen eigentlich alle großen Meister. Manche Menschen haben ja angst, wenn sie zu einem großen Meister gehen, versklavt zu werden. Aber die echten Meister handeln nicht so. Die guten Meister geben uns nur gute Kriterien, anhand derer wir uns dann entscheiden können.

 

Was qualifiziert nun Arjuna dazu, Schüler von Krishna zu werden? Welche Eigenschaften besitzt er für die Schülerschaft?

 

Er will Wissen.

 

Er ist um Frieden und um Gerechtigkeit bemüht. Dies ist auch sein Problem, denn die beiden Sachen widersprechen sich. Er will das höchstmögliche Gute tun. Es geht ihm weniger darum herauszufinden, wie er sich nachher besser fühlt. Es geht um Vairagya (Wunschlosigkeit). Arjuna besitzt Verhaftungslosigkeit, Wunschlosigkeit. Es geht ihm nicht darum, ob er reich wird oder nicht. Das Königreich ist ihm egal. Sinnesgenüsse sind ihm egal. Es ist ihm auch egal, wie er sich gut fühlen kann. Darüber spricht er nämlich überhaupt nicht. Es geht ihm darum, wie er das tun kann, was das Richtige ist.

Er spricht zwar davon, was in der Situation das Richtige für ihn ist, will aber eigentlich wissen, wie er richtig handeln kann. Auch wir können überlegen, was für uns das Richtige ist.

Öfters wird die Frage gestellt: „Wie finde ich meinen Guru?“ oder „Brauche ich überhaupt einen Guru?“ Solange man sich die Frage noch stellt, braucht man ihn nicht wirklich. Wenn man ihn wirklich braucht, dann stellt sich die Frage nicht mehr. Wie können wir nun unseren Guru finden? Nicht dadurch, dass wir im Internet nachschauen nach Schlagworten wie „Guru, gut, qualifiziert, anerkannt“. Ich habe schon mal irgendwo eine Gurusuchmaschine gefunden, da gibt man ein paar Stichworte ein und dann steht da durchaus, welche der jetzigen Gurus für einen in Frage kommen.

 

Er besitzt Hingabe. Er sagt jetzt zu Krishna: „Lehre Du mich, was das Richtige ist.“ Er ist auch innerlich bereit, das zu befolgen, was Krishna ihm sagen wird.

 

Er praktiziert seit vielen Jahren regelmäßig Meditation, Pujas, Asanas und Pranayama. Ich habe schon einen Kommentar gelesen, wo Krishna dem jugendlichen Arjuna die Weisheit der Bhagavad Gita beibringt. Selbst Arjuna hat schon erwachsene Kinder, die auf dem Schlachtfeld mitkämpfen. Er kann also nicht so jugendlich sein.

 

Er weiß nicht weiter. Es heißt, ist der Schüler bereit, ist der Lehrer nicht weit. So lange alles gut geht auf dem Weg, braucht man auch keinen Lehrer. Und selbst, wenn der Lehrer da ist, wird man nicht übermäßig viel von ihm profitieren. Man praktiziert einfach. Aber dann, wenn man nicht mehr weiter weiß, Wissen will, bereit ist für Hingabe und der Geist über lange Praxis schon gereinigt ist, dann kann man den Lehrer verstehen. Als Lehrer können wir Gott annehmen, von dem wir intuitive Antworten bekommen. Oder wir können einen Menschen annehmen, den wir bis zu diesem Zeitpunkt als Freund betrachtet haben, der viel weiß. Oder jeden beliebigen Menschen, von wir annehmen, dass er ein großer Meister ist und der bislang weit entfernt von einem selbst war. Es gibt viele Möglichkeiten.

 

Arjuna hat selbst schon nachgedacht. Er ist besonnen.

 

Wenn wir selbst uns einen Lehrer wünschen, brauchen wir auch all diese Voraussetzungen. Wir müssen selbst wissen wollen. Wir müssen bereit sein, uns hinzugeben. Wir sollten schon eine Weile praktiziert haben, dass wir uns wirklich einstimmen können. Wir sollten nicht abwarten, bis der Lehrer auf uns zukommt. Wir sollten bewusst unser Leben führen. Wir sollten unsere Entscheidungen nicht danach fällen, was für uns angenehm und bequem ist. Auch sollten wir nicht überlegen, was lässt mich gut fühlen und nur das tun, sondern wir sollten uns überlegen, wie wir so handeln können, dass es das größtmögliche Gute bewirkt.

Patanjalis Theorie besagt letztlich auch: Wenn wir uns wirklich um etwas bemühen, dann fühlen wir auch Ananada im Inneren. Wir sind weniger an den Früchten unserer Handlung interessiert. Wenn wir nach diesem Motto leben, wenn wir so handeln und dann in Situationen kommen, wo wir nicht mehr weiter wissen, dann können wir beten. Dann wird der Meister sich manifestieren, oder Gott wird zu uns sprechen, oder wir spüren die innere Führung. Dies verspricht uns Krishna auch am Ende des 18. Kapitels.

Eine weitere Eigenschaft, die Arjuna als Schüler prädestiniert – die aus den bisherigen Versen nicht deutlich wird, sondern erst in späteren Versen – ist, er hakt nach. Er hinterfragt alles.

Swami Vishnu hat uns immer gesagt, dass es verschiedene Arten von Fragen gibt.

Es gibt die sattvige Art von Fragen, wo man fragt, weil man es wirklich wissen will.

Es gibt die rajasige Art von Fragen, bei der man Fragen stellt, um zu zeigen, dass man selbst Recht und der andere Unrecht hat.

Und dann gibt es noch eine dritte Art von Fragen, nämlich die tamasige Art, die mit dem Thema nichts zu tun haben. Man stellt sie einfach, weil man unachtsam war. Man hat etwas nicht verstanden und glaubt auch nicht, dass man es verstehen kann, aber man äußert sich trotzdem.

Arjuna ist der sattvige Schüler. Krishna ist der sattvige Lehrer. Er nimmt Arjuna die Verantwortung nicht ab obwohl er ihm in den ersten Kapiteln öfters sagt: „Es wäre besser, wenn du kämpfst.“ Aber weil Arjuna zu sehr zu einer Meinung neigt, will Krishna ihm erst mal eine andere Perspektive vermitteln. Trotzdem lässt er in den letzten Kapiteln die Antwort letztlich offen. Arjuna hätte sich am Ende der Bhagavad Gita auch anders entscheiden können. Er hat sich ja, wie ihr wisst, entschieden zu kämpfen. Arjuna hätte aber auch die Lehren von Krishna annehmen können. Er hätte dann vielleicht genauso gut spüren können, dass er nicht kämpfen müsste. Er hätte dann auch dieses Gefühl Gott weihen können. Der Ausgang dieses Lehrgespräch war nicht eindeutig klar. Für Arjuna allerdings war alles klar. Er wusste, dass zu kämpfen seine Pflicht war. Es kam zu einem furchtbaren Gemetzel. Die meisten der Krieger sind gestorben. Die Pandavas haben irgendwie gewonnen. Ein paar von ihnen überlebten. Von den Kauravas überlebten nur wenige. Und die wenigen überlebenden Kauravas sind dann noch nachts eingedrungen und haben die restlichen Überlebenden der Pandavas umgebracht. Letztlich haben nur die fünf Pandavas und wenige andere überlebt. Die Pandavas kehrten in das Königreich zurück und bemühten sich darum, die Verwaltung wieder zu organisieren und Gerechtigkeit herzustellen. Danach übergaben sie die Regierung an fähige Nachfolger. Sie zogen sich wieder von der Regierung zurück. Sie lebten im Wald, wo sie meditierten und andere Praktiken übten.

Manche Menschen sagen, das wäre nicht gerade ein Happy End und damit haben sie Recht. Interessanterweise ist es so, dass die meisten mythologischen Geschichten kein Happy End haben. Die Bibel hat nicht wirklich ein Happy End, da Jesus ans Kreuz genagelt wird. Er ersteht zwar wieder auf und kommt in den Himmel, aber trotzdem ist es kein Happy End. Die Apostelgeschichte endet blutig. Sie werden alle ans Kreuz geschlagen.

Auch die Nibelungensage hat, genauso wie der trojanische Krieg, kein Happy End. Erst werden alle Menschen in der Stadt getötet und am Ende, wenn die Sieger heimkehren, werden sie zuhause umgebracht. Kaum eine der über jahrtausende bekannten Mythen hat ein Happy End. Man kann sich auch fragen, warum dem so ist. Auch im Alten Testament wird nur getötet. Es endet damit, dass das Volk Israel ins Exil gehen und dort bleiben muss. Sie kehren erst sehr viel später wieder zurück ins Gelobte Land, wo sie Gott erneut verraten. Auf der physischen Ebene gibt es nicht wirklich ein Happy End.

Es gibt verschiedene Interpretationen der Bhagavad Gita. Ich selbst habe mal eine Interpretation gelesen, in der das Verhalten von Bhishma kritisiert wird. In diesem Kommentar heißt es, er hätte sich anders verhalten müssen. Er hätte den Thron besteigen müssen, dann wären die Probleme gar nicht erst entstanden.

Er hätte seinem Vater nie das Versprechen geben dürfen, den Thron nicht zu besteigen. Sein Vater hatte ein Verhältnis mit einer anderen Frau gehabt. Diese wurde schwanger und gebar einen Sohn. Daraufhin hatte Bhishma hatte seinem Vater versprochen, damit dieser diese Frau heiraten kann, auf den Thron zu verzichten und ein ewiger Brahmacharya zu werden. Dieser Sohn jedoch war kein sehr fähiger König. Deshalb kam es zu Problemen. Weiterhin wird in diesem Kommentar gesagt, Bhishma hätte sein Gelübde brechen müssen zum größten Wohl des Ganzen.

Die Inder haben zahlreiche Überlegungen angestellt darüber, wie die Mahabharata hätte geschrieben und wie sie hätte ausgehen können. Aber es ist natürlich müßig.

 

Manchmal taucht die Frage auf: „Warum hat Arjuna sich so verhalten? Er hätte ja auch direkt sagen können, ich ziehe mich zurück und meditiere. Aus der Sicht von Krishna gibt es ja keinen wirklichen Tod und so ist es ja in gewisser Weise egal wie er sich verhält. Wenn ich jetzt so an Ahimsa denke, dann hätte er doch besser alle Waffen niederlegen und zum Frieden auffordern sollen.“

Darauf kann ich nur antworten, dass Duryodhana den Krieg dann fortgesetzt hätte. Und mir wäre es auch viel lieber gewesen, wenn Arjuna nicht gekämpft hätte. Wenn er alle Waffen niedergelegt und sich einfach hingesetzt hätte. Alle wären dann von seiner menschlichen Größe begeistert gewesen. Sie hätten dann gegen Duryodhana revoltiert und es wäre alles friedvoll ausgegangen. In diesem Fall hätte es geklappt. Es hätte auch bei Hitler geklappt, wenn bereits 1933 ein Generalstreik ausgebrochen wäre. Schon bereits in der ersten Woche des Februars 1933 wäre der Spuk zu Ende gewesen. Da das nicht geschehen ist, wurde er zu mächtig. Es hat zwar in einigen Fällen, z.B. als er befohlen hat, alle Behinderten zu ermorden, geklappt, denn da ist Bischoff von Galen aufgestanden und hat einen erfolgreichen Widerstand organisiert. Nun kann ich nichts daran ändern, dass die Mahabharata so ausgegangen und so schlimm ausgegangen ist. Doch gerade dieser Ausgang lehrt uns auch etwas sehr Wesentliches nämlich, dass wir uns durch Krisen weiter entwickeln und, dass nicht immer, wenn wir etwas Gutes tun infolgedessen auch alles gut enden wird.

Äußerlich geht nicht immer alles gut. Manche Menschen fragen sich öfters warum plötzlich alles in ihrem Leben schief geht, obwohl sie doch nur gut gehandelt haben. Warum sie krank werden, Krebs bekommen usw., wo sie doch so viel Yoga gemacht haben, sich gesund ernährt haben und gute zwischenmenschliche Beziehungen gepflegt haben. Sie haben jahrelang Psychotherapie gemacht, um alle inneren Spannungen aufzulösen und eigentlich waren sie im Frieden mit sich selbst und mit anderen. Warum werden sie dann trotzdem krank? Sie waren immer für andere Menschen da und haben allen Menschen Gutes getan. Warum passiert es jetzt ausgerechnet ihnen, dass ihr Haus angezündet wird und ihre Familie darin stirbt?

Dem kann man nur entgegnen, dass nicht immer, wenn wir alles richtig machen, wir auch automatisch auf der physischen Ebene belohnt werden, zumindest nicht in diesem Leben. Wir sammeln Karma und vielleicht geschieht uns dann im nächsten Leben etwas Positives. Aber darum geht es hier nicht wirklich. Sondern es geht darum, dass wenn wir alles richtig machen, wir eine Seelenkraft und einen Frieden bekommen, so dass wir auch mit Katastrophen umgehen können. Für materialistisch veranlagte Menschen ist das keine zufrieden stellende Antwort. Sie widerspricht einer unserer populären Weltanschauung, die wir bewusst oder unbewusst in uns tragen, nämlich der, dass: Wenn ich mich gut verhalte und alles richtig mache, dann gibt es in meinem Leben keine Katastrophe. Dann geht alles gut. Deshalb fragen sich Menschen wenn ihnen etwas Schlechtes widerfährt: „Warum mir? Was habe ich falsch gemacht? Warum ich?“ Im Jahr 2004 gab es eine große Tsunamiwelle mit 230.000 Toten. Eine unserer Seminarleiterinnen war mit ihrem Mann in der Zeit des Tsunami dort. Dessen Familie lebt in einem Dorf direkt am Meer. In diesem Dorf haben die meisten Menschen überlebt. In den Nachbardörfern sind alle gestorben. Was hat dieses eine Dorf gemacht, dass es nicht überschwemmt wurde und was haben die anderen gemacht, dass sie überschwemmt wurden? Wir können nicht sagen, was sie gemacht haben. Wir können vielleicht aus dem Karma heraus argumentieren: Die Bewohner dieses Dorfes haben vielleicht im früheren Leben irgendetwas gemacht. Vielleicht hilft das dem einen oder dem anderen. Aber wir können sagen, wir wissen es nicht wirklich. Der spirituelle Weg will uns nicht vor Katastrophen bewahren. Er wird uns helfen, eine Festigkeit in uns zu entwickeln und Zugänge finden zu etwas in uns, so dass selbst wenn Katastrophen geschehen, wir diese ertragen und daran wachsen und lernen können.

Es gibt eine interessante wissenschaftliche Untersuchung, die untersucht hat, wie Buddhisten mit traumatischen Erfahrungen umgehen. Sie selbst haben grässliche Sachen erlebt. Sie wurden vertrieben oder sind geflüchtet. Sie haben erlebt, wie ihre ganze Familie getötet wurde. Sie haben mit ansehen müssen, wie ihre Mutter, Schwester, Töchter vergewaltigt wurden. Sie waren zugegen, als Freunde und Bekannte gefoltert wurden. Der Terror machte auch vor Nonnen nicht halt. Sie wurden in Klöstern vergewaltigt.

Durch die Untersuchung hat man herausgefunden, dass die tibetischen Buddhisten sehr viel seltener unter posttraumatischem Syndromgelitten haben als andere Opfer. Sie haben zwar in dem Moment und die Monate und Jahre danach furchtbar grausam gelitten, aber nicht mehr 12, 20, 30 Jahre später. Sie fühlten sich dann nicht mehr verfolgt. In ihrer Weltanschauung hatten Katastrophen einen Platz.

Bei Menschen, in deren Leben Katastrophen keinen Platz haben und trotzdem Katastrophen auftreten, kommt es zu großen Traumata. Ihr Verständnis der Welt und ihre Sichtweise bezüglich Sinnzusammenhänge sind vernichtet. Und man muss letztlich sagen, dass es keine 100% zufrieden stellende Antwort auf die ganzen Leiden in der Welt gibt. Die Theorie des Karmas hilft einem bei der Beantwortung weiter, aber sie kann das auch niemandem hundertprozentig erklären.

Wir können nur sagen, Dinge geschehen und Menschen, die durch Krisen hindurchgehen und überleben, werden daran wachsen. Im tiefsten Inneren sollten wir uns vergegenwärtigen, das wir nicht der Körper, nicht die Gedanken und nicht die Gefühle sind. Wir sind das unsterbliche Selbst. Und wenn wir das erkannt haben, dann können wir jede Katastrophe letztlich ertragen. Wir bemühen uns weiterhin Katastrophen für uns und für andere zu verhindern. Dies tun wir aber Demut und dem Wissen, dass wir nicht wissen, ob wir es verhindern können oder nicht.

 

Swami Vishnu hatte irgendwann Ende der 60er Jahre mal eine Vision gehabt. Es war keine sehr schöne Vision. Er hatte die Vision, das eine Feuerwand über den Erdball geht, die alles Leben auslöscht. Die Menschen fliehen vor ihr in alle Richtungen und Swami Vishnu hatte das Gefühl, dass genau das in der Zukunft sich realisieren würde. Infolgedessen hat er alles getan, dass die Vision sich nicht manifestieren kann. Ab diesem Moment hat er mehr Yogazentren gegründet. Er hat mehr Yogalehrerausbildungen unterrichtet, weil er fest davon überzeugt war, je mehr Menschen an Frieden denken und im Frieden mit sich selbst sind und den Frieden nach außen schicken, um so mehr Friedensenergie wird in der geistigen Atmosphäre entstehen und desto unwahrscheinlicher ist, dass so was passiert.

 

Er hatte noch eine zweite Vision. Er sah die Notwendigkeit Yogalehrerausbildungen anzubieten, wo er Menschen ausbilden wollte, die nachher Führungspersönlichkeiten werden sollten. Ich habe mal einen Film gesehen, wo Swami Vishnu die Vision so beschrieben hatte, dass künftig der amerikanische Präsident und die Minister und der Kongress alle Yogis wären. Darüber, das hat er uns später mal erzählt, musste er nachher einfach nur lachen. Seine Idee war die Ideale von Demokratie und Menschenrecht praktisch zu verbinden mit der yogischen Toleranz, Liebe und Spiritualität. Das empfand er eine sehr gute und gelungene Kombination. Allerdings hat er uns gleich zu Beginn gesagt, es kann sein, dass wir scheitern. Er meinte, im Moment wäre nicht die Zeit, sich einfach zurückzuziehen, sondern die Zeit, aktiv für Frieden in der Welt zu sorgen. Eine friedvolle Atmosphäre auf der Welt wäre notwendig. Es kann jeder Zeit sein, dass der Planet vernichtet wird. Wenn wir aber erkennen:

 

„Aham Brahma Asmi (ich bin Brahman)“, dann macht es uns, wenn der Planet vernichtet wird, nicht so viel aus. Wenn wir nachher alle verstrahlt sein werden und irgendwo so dahinvegetieren und gleichzeitig wissen „Aham Brahma Asmi“, dann werden wir zwar immer noch körperlich krank sein aber wir werden uns nicht so damit identifizieren. Und dadurch, dass wir selbst damit vielleicht besser umgehen können, geben wir anderen die Stärke, an diesem Leiden nicht zu verzweifeln.

Doch zunächst ist Arjuna erst einmal selbst verzweifelt.

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