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14-18 Wort-für-Wort Übersetzung

ūrdhvam – aufwärts
gacchanti – gehen
sattva-sthāḥ – die in Sattva Befindlichen
madhye – in der Mitte
tiṣṭhanti – befinden sich
rājasāḥ – die von Rajas Geprägten
jaghanya-guṇa-vṛtti-sthāḥ – die unter den Wirkungsweisen (vṛtti) der niedrigsten (jaghanya) Eigenschaft (guṇa) stehen
(stha)
adhaḥ – abwärts
gacchanti – gehen
tāmasāḥ – die von Tamas Geprägten

14-18 Kommentar Swami Sivananda

Wer in Sattva ist, wird zum Herrn des Himmels, nachdem er den physischen Körper aufgegeben hat. Die Rajasigen werden auf dieser Erde als Menschen wiedergeboren. Die Tamasigen gehen nach unten, d.h. sie werden im Schoß von Rindern oder Tieren wiedergeboren. Sie werden vielleicht auch in den untersten Stufen des Menschseins geboren. Die untersten Stufen der Menschen sind bloß Rohlinge, obwohl sie von menschlicher Gestalt sind. Ihre Handlungen sind brutal. Daher brauchen sie keine tierische Inkarnation anzunehmen.

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14-19 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
anyam – einen anderen
guṇebhyaḥ – als die Eigenschaften
kartāram – Handelnden
yadā – wenn
draṣṭā – der Seher (das Selbst)
anupaśyati – sieht
guṇebhyaḥ – als die Eigenschaften
ca – und
param – (das, was) höher (ist)
vetti – erkennt
mat-bhāvam – mein Wesen
saḥ – der
adhigacchati – erlangt

14-19 Kommentar Swami Sivananda

Das höchste Selbst ist in keiner Weise von den Eigenschaften infiziert. Der befreite Weise ruft aus: »Ich bin der Zeuge der Eigenschaften. Ich bin weder der Erlebende noch der Handelnde. Die Eigenschaften stellen die motivierende Kraft in allen Handlungen dar. Ich bin jenseits der Gunas. Die Gunas allein sind verantwortlich für alle Handlungen. Ich unterscheide mich völlig von den Eigenschaften. Ich bin reines Bewußtsein. Ich kann von den Eigenschaften nicht berührt werden. Ich bin wie der Äther

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14-20 Wort-für-Wort Übersetzung

guṇān – Eigenschaften (der Prakṛti)
etān – diese
atītya – wenn er transzendiert („überschritten“) hat
trīn – drei
dehī – der Verkörperte
deha-samudbhavān – welche den Ursprung (samudbhava) des Körpers (deha) bilden
janma-mṛtyu-jarā-duḥkhair – von den Leiden (duḥkha), welche in Geburt  (janma), Tod (mṛtyu) und Alter (jarā) bestehen
vimuktaḥ – ist frei
amṛtam – Unsterblichkeit
aśnute – (und) erreicht

14-21 Wort-für-Wort Übersetzung

arjuna – Arjuna
uvāca – sprach
kaiḥ – mit welchen
liṅgaiḥ – Kennzeichen
trīn – drei
guṇān – Eigenschaften (der Prakṛti)
etān – diese
atītaḥ – der transzendiert („überschritten“) hat
bhavati – ist (einer versehen)
prabho – oh Herr
kim-ācāraḥ – was (kim) für einen Lebenswandel (ācāra) hat er
katham – wie
ca – und
etān – diese
trīn – drei
guṇān – Eigenschaften
ativartate – transzendiert („überschreitet“) er

14-21 Kommentar Sukadev

Hier finden wir wieder eine von mehreren Stellen in der Bhagavad Gita, wo Arjuna wissen will, wie jemand ist, der vollkommen ist. Krishna erklärt es ihm unter verschiedenen Gesichtspunkten. Mit diesen Wiederholungen will die Bhagavad Gita uns immer wieder daran erinnern, dass wir tatsächlich das Unsterbliche, Unendliche sind und nicht die vergänglichen alltäglichen Banalitäten, über die die meisten Menschen selten hinaus kommen.

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14-22 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
prakāśam – Licht
ca – und
pravṛttim – Aktivität
ca – und
moham – Täuschung
eva – wahrlich
ca – und
pāṇḍava – oh Sohn des Pāṇḍu (Arjuna)
na – nicht
dveṣṭi – er hasst
saṃpravṛttāni – (wenn sie) vorliegen
na – nicht
nivṛttāni – (wenn sie) nicht vorhanden sind
kāṅkṣati – sehnt er sich (danach)

14-22 Kommentar Swami Sivananda

Das ist die Antwort auf Arjunas erste Frage. Licht ist die Auswirkung von Sattva, Aktivität von Rajas und Täuschung von Tamas. Der befreite Weise haßt sie nicht, wenn sie da sind. Wenn Sattva strahlt, ist er nicht von Stolz mitgerissen. Er denkt nicht: »Ich bin ein sehr gelehrter Mensch.« Wenn der Impuls zum Handeln im Körper erwacht, oder wenn ein göttlicher Ruf an ihn ergeht, für den Zusammenhalt der Welt zu arbeiten (Lokasangraha), ist er keiner Aktivität abgeneigt, und er fühlt kein Bedauern nach Beendigung der Tätigkeit. Er fühlt keine Reue beim Handeln. Die Arbeit ist ein Kinderspiel. Wenn Trägheit in ihm wächst, fällt er nicht durch Verblendung in Verzweiflung.

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14-23 Wort-für-Wort Übersetzung

udāsīnavat – wie ein Unbeteiligter
āsīnaḥ – sitzt
guṇaiḥ – von den Eigenschaften (der Prakṛti)
yaḥ – wer
na – nicht
vicālyate – bewegt wird
guṇāḥ – die Eigenschaften
vartante – wirken
iti – so (denkend)
eva – wahrlich
yaḥ – wer
avatiṣṭhati – in sich ruht
na – nicht
iṅgate – sich rührt

14-23 Kommentar Swami Sivananda

Er ist neutral (jemand, der sich keiner Partei zuwendet). Er ist frei von Zu- und Abneigungen. Er ist davon völlig unberührt, ob die Eigenschaften mit ihren Auswirkungen und der Körper kommen oder gehen. Er ist wie der Zuschauer bei einem Fußball- oder Kricketmatch oder bei einem Schauspiel. So wie der Himmel unbehelligt bleibt, wenn der Wind geht, so bleibt auch er ganz unbehelligt, wenn die Eigenschaften wirken.

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