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14-21 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 14. Kapitel 21. Vers: Kennzeichen eines Weisen jenseits der Gunas

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„Arjuna uvaca Kair lingais trin gunan etan atito bhavati prabho kim acarah katham caitams trin gunan ativartate.“
Arjuna sprach:
„Was sind die Kennzeichen des Menschen, der die drei Gunas transzendiert hat, Oh Krishna? Wie verhält er sich und wie geht er über diese drei Eigenschaften hinaus?“
In den beiden vorigen Versen hat Krishna Arjuna gesagt: „Wenn du glücklich sein willst, wenn du Unsterblichkeit erfahren willst, wenn du jenseits gehen willst von Geburt, Tod, Verfall und Leiden, dann musst du die drei Gunas transzendieren, den Bereich von Sattva, Rajas und Tamas.“ Und er hat ihm gesagt: „Wenn du die drei Gunas transzendierst, dann bist du eins mit dem Göttlichen, dann bist du eins mit deinem wahren Bewusstsein.“ Jetzt will es Arjuna wissen: „Wie komme ich dort hin?“ An mehreren Stellen der Bhagavad Gita stellt Arjuna im Wesentlichen die gleiche Frage. Er fragt Krishna: „Wie ist ein Verwirklichter? Wie ist ein Selbstverwirklichter? Was tut er?“ Und es ist interessant, die Bhagavad Gita ist ja relativ kurz, nur 700 Verse. Aber ein Thema greift Krishna immer wieder auf: Wie verhält sich ein Selbstverwirklichter? Warum macht er das? Warum wird das in der Bhagavad Gita immer wieder aufgenommen? Es wiederholt sich immer wieder. Deshalb, damit du darüber nachdenkst, damit du darüber reflektierst. Du kannst ja selbst überlegen: „Wie wäre ich, wenn ich über die drei Gunas hinausgewachsen wäre? Wie würde ich handeln?“ Du kannst das konkret überlegen, wenn du in einer schwierigen Situation bist. Du kannst überlegen: „Wie würde ich dort reagieren, wenn ich ein Heiliger wäre? Wie würde ich damit umgehen, wenn ich ein Selbstverwirklichter wäre? Wie würde ich damit umgehen, wenn ich mich nicht mit den Gunas identifiziere?“ Und wenn du darüber nachdenkst: „Wie würde ich reagieren? Was würde ich tun, wenn ich selbstverwirklicht wäre, wenn ich mit Gott verbunden wäre?“, dann kommt dir oft eine Eingebung. Und dann kannst du das auch umsetzen und probieren, auch wenn du nicht selbstverwirklicht bist. Denke also öfters darüber nach: „Wie würde ich handeln in dieser Situation, wenn ich die Verwirklichung erreicht hätte, wenn ich mit Gott verbunden wäre?“ Und oft wirst du so zur richtigen Wahl kommen.

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