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14-23 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 14. Kapitel 23. Vers: Der Weise wird von den Gunas nicht bewegt

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„Udasina-vad asino gunair yo na vicalyate guna vartanta ity evam yo’vatisthati nengate.“
Krishna spricht:
„Wer wie unbeteiligt sitzt und von den Gunas, den Eigenschaften, nicht bewegt wird, wer in sich selbst gesammelt ist und sich nicht bewegt, weil er weiß, dass die Eigenschaften aktiv sind.“
Dies ist ein Teil der Antwort von Krishna auf die Frage von Arjuna, dem Schüler: „Wie ist ein Gunatita, einer, der jenseits der drei Gunas gelangt ist, einer, der jenseits der Eigenschaften der Natur gelangt ist?“ Krishna antwortet hier: „Wer wie unbeteiligt sitzt, von den Eigenschaften nicht bewegt wird.“ In diesem Fall könnte man sagen, das betrifft die Meditation. Wenn du meditierst, dann gehe ganz nach innen. Lasse dich von den Eigenschaften nicht bewegen. Sammle dich in dich selbst. Du magst vor einer Meditation vielleicht aufgeregt sein, vielleicht ist irgendetwas schiefgegangen, vielleicht hast du noch hunderttausend Sachen zu tun, vielleicht war dein Chef nicht so freundlich, vielleicht deine Kinder nicht, vielleicht dein Partner, deine Partnerin nicht, vielleicht ist irgendetwas ganz dringend, vielleicht bist du wegen irgendetwas niedergeschlagen. Lasse dich davon nicht zu sehr beeinflussen. Setze dich hin und dann, wie unbeteiligt, schaue dir das an, was dort abläuft. Du kannst das auch wie ein Zuschauer in einem Kino anschauen. Du kannst dir bewusst werden, die ganzen Bilder, die ablaufen, die ganzen Vorstellungen, die ablaufen, die ganzen Phantasien, die auf die Zukunft projiziert werden, sind wie ein Film, in dem du nicht nur eine Rolle spielen, sondern auch Zuschauer sein kannst. Du kannst auch die Emotionen spüren, aber du kannst sie spüren wie ein Zuschauer. Lass dich davon nicht bewegen. Und dann gehe schließlich in dich selbst hinein, „in sich selbst gesammelt“. Spüre, dass du selbst in dir selbst ruhen kannst, dass nicht du bewegt wirst, sondern die Eigenschaften sich bewegen, die Emotionen und die Gedanken. Immer wieder löse dich dann von den Eigenschaften. So kann deine Meditation tief werden. Vielleicht magst du ja jetzt einen Moment lang die Augen schließen, vielleicht hast du Zeit dafür. Oder einen Moment lang kannst du dir bewusst werden: „Ja, Eigenschaften sind da. Gedanken mögen da sein aus den Eigenschaften der Natur. Emotionen mögen da sein. Phantasien mögen da sein. Verletztheiten mögen da sein. Großartige Projekte mögen da sein.“ Aber du kannst dich davon lösen. Du kannst sie dir erst anschauen, dann kannst du dich in dir selbst sammeln, dann kannst du in dir selbst spüren, du bist Satchidananda, Sein, Wissen und Glückseligkeit, du bist eins mit dem Göttlichen, du bist reines Bewusstsein.

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