Suche
  • TIPP: Nutze die Suche, um bestimmte Verse zu finden.
  • z. B.: die Eingabe 01-21 bringt dir 1. Kapitel, 21 Vers.
Suche Menü

09-19 Wort-für-Wort Übersetzung

tapāmi – erwärme
aham – ich
aham – ich
varṣam – den Regen
nigṛṇhāmi – halte zurück
utsṛjāmi – lasse (ihn) fallen
ca – und
amṛtam – die Unsterblichkeit
ca eva – sowohl
mṛtyuḥ – der Tod
ca – als auch
sat – das Sein
asat – das Nichtsein
ca – und
aham – ich (bin)
arjuna – oh Arjuna

09-20 Devanagari Bhagavad Gita 9. Kapitel 20. Vers

त्रैविद्या मां सोमपाः पूतपापा
यज्ञैरिष्ट्वा स्वर्गतिं प्रार्थयन्ते |
ते पुण्यमासाद्य सुरेन्द्रलोकं
अश्नन्ति दिव्यान्दिवि देवभोगान् || ९ २० ||

09-20 Wort-für-Wort Übersetzung

traividyāḥ – (Menschen,) die die drei Veden studiert haben
mām – mich
somapāḥ – die Soma trinken
pūta-pāpāḥ – von Sünden (pāpa) gereinigt sind (pūta)
yajñaiḥ – mit Opfern
iṣṭvā – indem sie verehren
svaḥ-gatim – den Weg (gati) in den Himmel (svar)
prārthayante – erbitten
te – diese
puṇyam – die heilige
āsādya – wenn sie erreicht haben
sura-indra-lokam – Welt (loka) des Götterfürsten (Indra)
aśnanti – genießen
divyān – die himmlischen
divi – im Himmel
deva-bhogān – Freuden (bhoga) der Götter (deva)

09-21 Wort-für-Wort Übersetzung

te – diese (Menschen)
tam – die
bhuktvā – nachdem sie genossen haben
svarga-lokam – Himmelswelt
viśālam – weite
kṣīṇe – erschöpft ist
puṇye – (wenn ihr) Verdienst
martya-lokam – in die Welt (loka) der Sterblichen (martya)
viśanti – treten ein
evam – auf diese Weise
trayī-dharmam – diejenigen, die dem Gesetz (dharma) der drei Veden (trayī)
anuprapannāḥ – folgen
gata-āgatam – den Zustand des Kommens (āgata, d.h. Geborenwerdens) und Gehens (gata, d.h. Sterbens)
kāma-kāmāḥ – (und) Wunschobjekte (kāma) begehren
labhante – erlangen

09-21 Kommentar Sukadev

Auf dieses Thema kommt Krishna in der Bhagavad Gita häufig zu sprechen. Er sagt, die Spiritualität, die er lehrt, ist nicht die Spiritualität, mit der Arjuna vertraut ist. Arjuna kennt die Spiritualität des Relativen: Man macht Rituale, nimmt Soma, ein rituelles Getränk, zu sich, sühnt die Papas (Sünden), die man eventuell begangen hat, indem man bereut, fastet, Yajnas oder Pujas ausführt oder auch Spenden gibt. Das Ziel dieser relativen Spiritualität ist, mittels guter Werke sich den Himmel zu verdienen. Krishna sagt, dass ein solch verdienter Himmel nicht von Dauer ist. Man wird wiedergeboren, wenn die Punyas, die Verdienste aufgebraucht, sind.

 ...>>> weiter zum vollen Artikel...

09-22 Wort-für-Wort Übersetzung

ananyāḥ – ohne etwas anderes (im Sinn zu haben)
cintayantaḥ – indem sie (an mich) denken
mām – mich
ye – diejenigen
janāḥ – Menschen
paryupāsate – die verehren
teṣām – denen
nitya-abhiyuktānām – die (in mich) stets (nitya) versunken (abhiyukta) sind
yoga-kṣemam – Wohlfahrt, d.h. Erwerb (yoga) und Erhaltung (kṣema) von Besitz bzw. lebensnotwendiger Dinge
vahāmi – verschaffe
aham – ich

09-23 Wort-für-Wort Übersetzung

ye – diejenigen
api – sogar
anya-devatā-bhaktāḥ – die andere (anya) Götter (deva) verehren (bhakta)
yajante – die opfern
śraddhayā – Vertrauen; Glauben
anvitāḥ – versehen mit
te – diese
api – selbst
mām – mich
eva – nur, allein
kaunteya – oh Sohn Kuntīs (Arjuna)
yajanti – verehren
avidhi-pūrvakam – (wenn auch) nicht vorschriftsgemäß

09-23 Kommentar Sukadev

Im Sanskrit-Text steht „Anya Devata“. „Anya Devata“ bedeutet übersetzt „andere Engelswesen“ bzw. „andere Götter“. Krishna spricht hier also nicht nur einfach von „Engelswesen“, sondern „anderen Engelswesen“, „anderen Göttern“. So könnte man diesen Vers auch wie folgt übersetzen: „Fromme Menschen, die vertrauensvoll andere Götter verehren, verehren zwar alleine mich, Oh Arjuna, aber auf die falsche Weise.“ Man könnte diesen Vers so deuten, dass Krishna sagt, dass nur die Verehrung von Krishna die rechte Weise der Gottesverehrung ist. Verehrung von anderen Göttern sei die falsche Weise. Ähnliches steht auch im Alten Testament geschrieben, wo es heißt. „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ (Exodus 20,3). Sowohl Bhagavad Gita als auch Bibel scheinen hier Intoleranz zu predigen und könnten so zur Quelle von Religionskriegen werden.

 ...>>> weiter zum vollen Artikel...

09-24 Wort-für-Wort Übersetzung

aham – ich (bin)
hi – denn
sarva-yajñānām – aller (sarva) Opfer (yajña)
bhoktā – der Genießer
ca – sowohl
prabhuḥ – der Herr
eva – wahrlich
ca – als auch
na – nicht
tu – aber
mām – mich
abhijānanti – sie kennen
tattvena – in Wirklichkeit
ataḥ – daher
cyavanti – fallen
te – sie