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11-31 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 11. Kapitel,  31. Vers: Arjuna möchte verstehen, bitte erkläre mir

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„Akhyahi me ko bhavan ugra-rupo namo’stu te deva-vara prasida vijnatum icchami bhavantam adyam na hi prajanami tava pravrttim.“
„Sage mir, wer Du bist, dessen Gestalt so grimmig ist. Ich verbeuge mich vor Dir, Oh erhabener Gott: habe Mitleid. Ich habe den Wunsch, Dein Urwesen zu kennen. Wahrlich, Dein Wirken verstehe ich nicht.“
Arjuna hatte eine Vision. Arjuna hat Gott gesehen als die Seele des Universums. Arjuna hat den ganzen Körper des Universums als Gottes Körper gesehen. Arjuna hat gesehen, dass im Körper Gottes alles Mögliche einen Anfang und ein Ende hat. Und er hat das gesehen, wie Feuer, wie Münder, wie Strahlen, wie Glanz, der auch versengt. Daher, die Gestalt ist auch grimmig. Sie ist leuchtend, sie ist strahlend, sie ist aber auch grimmig. Und jetzt möchte er das wirklich verstehen und er möchte das Urwesen kennen. Wir können sagen, zunächst hat Arjuna im 10. Kapitel und die Kapitel davor erklärt bekommen, was Gott ist. Krishna hat ihm das erläutert. Er hat es ihm, man kann sagen, intellektuell begreifbar gemacht, er hat es mit vielen Beispielen gezeigt. Jetzt macht Arjuna eine Erfahrung. Noch nicht Nirvikalpa Samadhi, noch nicht die höchste Erfahrung, aber schon eine Überbewusstseinserfahrung, wir würden sagen, Sarvikalpa Samadhi. Und jetzt will er wieder verstehen: „Was habe ich überhaupt erfahren? Was ist das überhaupt? Bitte, sage es mir, was soll das?“ Manchmal wollen Aspiranten, aus tiefer Erfahrung heraus zum Meister gehen und fragen: „Ja, was hat das zu bedeuten?“ Krishna wird Arjuna tatsächlich einiges erzählen. Nicht alle Meister machen das. Ich habe ein paar Mal Swami Vishnu-devananda, meinem Guru, meine Erfahrungen erzählen wollen und er hat nicht viel antworten wollen. Er hat nur gesagt: „Sei dankbar und es ist Gnade.“ Das war das eine Mal. Ein anderes Mal hat er gesagt: „Bleibe nicht dabei stecken, gehe weiter.“ Ein nächstes Mal hat er gesagt: „Du brauchst keine Angst zu haben, das ist alles normal. Gehe weiter auf dem Weg, es wartet noch viel auf dich.“ So können wir manchmal unsere Erfahrungen tiefer verstehen, manchmal brauchen wir nur die Schriften nochmals zu lesen und finden dann erstaunlicherweise unsere Erfahrungen beschrieben. Letztlich machen Menschen zwar nicht alle die gleichen Erfahrungen, aber jede wichtige Erfahrung, die ein Mensch schon gemacht hat oder die ein Mensch macht, hat irgendjemand schon mal gemacht. Und jede spirituelle Erfahrung, mindestens in ihrer Art, ist schon mal in einer Schrift beschrieben worden. Wie es im 11. Kapitel der Bhagavad Gita ist, ist jetzt eine spezielle Weise der spirituellen Erfahrung. Es gibt natürlich noch viele andere.

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