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11-30 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 11. Kapitel,  30. Vers: Aus der Vogelperspektive bekommst du Gleichmut

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„Lelihyase grasamanah samantal-lokan samagran vadanair jvaladbhih tejobhir apurya jagat samagram bhasas tavograh pratapanti visno.“
Arjuna, der gerade eine Gotteserfahrung hat, spricht zu Krishna:
„Du züngelst hoch und verschlingst zu allen Seiten alle Welten mit Deinen flammenden Mündern. Dein unbändiges Strahlen, das die Welt mit Glanz erfüllt, versengt, Oh Vishnu!“
Es hilft manchmal, Vogelperspektive zu bekommen. Arjuna ist dort hineingestürzt worden durch die Vision Gottes. Aber du kannst dir selbst überlegen, angenommen, du könntest jetzt die gesamte Welt als Ganzes sehen. Oder es muss nicht mal die ganze Welt sein. Angenommen, du wärst jetzt in der Lage, alles Geschehen auf der Erde zu sehen, und du könntest auch in die Zukunft schauen und in die Vergangenheit. Nehmen wir an, du könntest dir einer Million Jahre bewusst sein. Wird nicht alles Relative in dieser Welt in diesem Moment etwas weniger großartig und weniger wichtig? Aus dieser Vogelperspektive heraus bekommst du einen Gleichmut. Aus diesem Gleichmut heraus kannst du nachher wieder engagiert handeln. Es ist diese Art Doppelbewusstsein, die immer wieder hilfreich ist. Zum einen der übergeordnete Blick, die Erkenntnis, dass vom Standpunkt der Ewigkeit und vom Standpunkt des Unendlichen, was auch immer wir jetzt tun, nicht wirklich so erheblich ist. So kannst du gleichmütig sein. Auf einer anderen Ebene, im Relativen, bist du ein Individuum, gekommen mit bestimmten Aufgaben. Mit der Aufgabe, etwas in der Welt zu bewirken, mit der Aufgabe, an dir selbst zu arbeiten, letztlich mit der Aufgabe, Gott zu erfahren. Es hilft, immer wieder den kosmischen Blick einzunehmen und es hilft, immer wieder dann die relative Welt mit großem Engagement anzugehen und zu leben.
31. Vers
„Sage mir, wer Du bist, dessen Gestalt so grimmig ist. Ich verbeuge mich vor Dir, Oh erhabener Gott: habe Mitleid. Ich habe den Wunsch, Dein Urwesen zu kennen. Wahrlich, Dein Wirken verstehe ich nicht.“

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